Immobilienpreise in Deutschland steigen langsamer
Große Preissprünge sind bei Wohnimmobilien in Deutschland derzeit nicht drin. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung liefert aber durchaus Überraschungen.
Auf einen Blick
- Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland stiegen im ersten Quartal 2026 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was eine Verlangsamung des Preisauftriebs darstellt.
- Überraschend ist die regionale Entwicklung: Eigentumswohnungen verteuerten sich in dünn besiedelten ländlichen Kreisen stärker, während sie in Metropolen stagnierten.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland stiegen im ersten Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, was eine Verlangsamung gegenüber den Quartalen zuvor darstellt. 2023 gab es bereits Preiseinbrüche infolge der Inflation und gestiegener Zinsen und Baukosten.
Der Preisauftrieb für Wohnimmobilien in Deutschland hat im ersten Quartal 2026 etwas an Dynamik verloren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren Häuser und Wohnungen um durchschnittlich 1,4 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im vierten Quartal 2025 hatte der Anstieg noch 2,6 Prozent betragen, im dritten Quartal 3,2 Prozent.
Dabei ist allerdings eine überraschende Entwicklung zu beobachten. Während Eigentumswohnungen in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 3,6 Prozent teurer wurden, war in den sieben größten Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf) mit einem Plus von nur 0,3 Prozent praktisch ein Stillstand zu beobachten. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen sanken die Wohnungspreise sogar um 0,4 Prozent.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser war der Preisanstieg wiederum in den Metropolen mit 1,4 Prozent am stärksten, während die Preise in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 0,8 Prozent fielen.
Im Vergleich zum Schlussquartal 2025 zogen die Preise nur noch um 0,3 Prozent an. Nach eineinhalb Jahren Preissteigerungen scheint sich der Markt wieder abzukühlen. 2023 hatte es heftige Preiseinbrüche infolge der vom Ukrainekrieg ausgelösten Inflation gegeben. Zinsen und Baukosten waren gleichzeitig stark gestiegen.
Offene Fragen
- Wie entwickeln sich Zinsen und Baukosten weiter?
- Werden sich die regionalen Preistrends fortsetzen?
- Wie reagieren Investoren auf die Marktabkühlung?




