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Infineon eröffnet neue Chipfabrik in Dresden
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Infineon eröffnet neue Chipfabrik in Dresden

Auf einen Blick

  • Infineon Technologies hat eine neue Chipfabrik in Dresden eröffnet, die "Smart Power Fab".
  • Die größte Einzelinvestition des Unternehmens von rund 5 Milliarden Euro soll die Kapazität verdoppeln und 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
  • Die Fabrik ist Teil des European Chips Act und wurde mit 920 Millionen Euro gefördert.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Infineon Technologies hat eine neue, hochmoderne Chipfabrik in Dresden eröffnet, die "Smart Power Fab". Die Investition von rund 5 Milliarden Euro ist die größte in der Unternehmensgeschichte und soll die Kapazität verdoppeln und 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon Technologies hat eine neue Chipfabrik am Standort Dresden eröffnet. Nach Angaben des Konzerns wurde die Fabrik drei Monate früher als ursprünglich geplant fertiggestellt. Sie sei »eine der modernsten Halbleiterproduktionsstätten weltweit«.

Nach Unternehmensangaben investiert Infineon rund fünf Milliarden Euro in das Smart Power Fab genannte Werk. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens, wie Vorstandschef Jochen Hanebeck sagte. Mit dem Werk soll sich die Kapazität am Standort verdoppeln. Etwa 1.000 neue Arbeitsplätze würden geschaffen.

Die Inbetriebnahme sei ein Meilenstein für Dresden, Deutschland und ein technologisch souveränes Europa, sagte Hanebeck zur Werkseröffnung. Hier entstünden künftig Produkte für die KI-Revolution. Das Projekt wurde im Rahmen des European Chips Act mit Fördergeldern in Höhe von 920 Millionen Euro unterstützt. Im Februar 2025 hatte die EU-Kommission dies genehmigt. Auch die Bundesregierung und der Freistaat Sachsen sind an der Werks-Förderung beteiligt.

Bau im Rekordtempo

»Wir wollen alle in Europa als Halbleiter-Hub stärken«, sagte Hanebeck. Dazu brauche man mehr Tempo und weniger Bürokratie. »Mit leistungsfähigen Unternehmen und mehr als 80.000 Beschäftigten ist Dresden die Herzkammer der europäischen Halbleiterindustrie.« Infolge der Ansiedlung des taiwanischen Chipriesen TSMC und der Produktionserweiterungen bei Infineon und Globalfoundries soll die Beschäftigtenzahl im Chip-Bereich bis 2040 auf rund 100.000 wachsen.

Seit Baubeginn Anfang Mai 2023 dauerte es drei Jahre bis zur Fertigstellung. Infineon will hier Leistungshalbleiter herstellen, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden.

Mit der Erweiterung des Standorts, von dem laut Infineon schon heute jeder dritte Chip Europas stammt, will der Konzern nach eigenen Angaben den Bedarf für zentrale Technologien in vier wichtigen Anwendungsfeldern decken: der Energiewende, der Elektromobilität, dem Internet der Dinge und in KI-Rechenzentren. Bei letzteren sollen die Chips beispielsweise dafür sorgen, dass der vielfach sehr hohe Stromverbrauch der Prozessorfarmen verringert werden kann.

Anlagen schonen angeblich Ressourcen

Insgesamt beschäftigte der Konzern laut letztem Halbjahresfinanzbericht von Ende März 56.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen sieht in der Smart Power Fab zudem ein wichtiges Signal an junge Menschen in der Region, dass »zukunftsfeste Arbeitsplätze« ebenso wie »interessante Ausbildungswege« entstanden seien. Das Spektrum reiche dabei von handwerklich-technischen Berufen bis zu hoch spezialisierten Tätigkeiten auf wissenschaftlichem Niveau.

Der Bau der Smart Power Fab sei von Umweltschutz- und Ausgleichsmaßnahmen begleitet worden, teilte das Unternehmen mit. Der benötigte Strom soll zudem aus erneuerbaren Quellen bezogen werden und für den Betrieb der Fabrik soll Wasser aus Industrieanlagen anstelle von Trinkwasser genutzt werden. Dank interner Recyclingprozesse in der Fabrik soll sich das für die Produktion benötigte Wasser zudem mehrfach nutzen lassen, hieß es Angaben des Betreibers Infineon zufolge.

Herzstück des aus sechs Ebenen bestehenden neuen Gebäudes ist der Reinraum mit seinen Anlagen zur Chipfertigung. Er wird von einer 5.000 Tonnen schweren Stahlkonstruktion überspannt. Insgesamt wurden 50.000 Kubikmeter Beton und rund 25.000 Tonnen Stahl im neuen Werk verbaut.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Beschäftigtenzahl im Chip-Bereich in Dresden wächst bis 2040 auf 100.000.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wie wirkt sich die erhöhte Kapazität auf die Lieferketten aus?
  • Welche spezifischen KI-Produkte werden in Dresden gefertigt?

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This article was originally published by Die Zeit.

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