International Press Criticizes Infantino's World Cup Press Conference
Auf einen Blick
FIFA President Gianni Infantino's press conference ahead of the World Cup drew criticism from international media, with comparisons to Donald Trump's rhetoric and concerns over high ticket prices and geopolitical issues.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Ahead of the World Cup, FIFA President Gianni Infantino held a rare press conference addressing high ticket prices and the case of a denied referee visa. International media reactions were largely critical, comparing his rhetoric to Donald Trump's and highlighting concerns over geopolitical issues and protests at host venues.
Marc Renner
„Trumpsches Geschwafel“ – Was die internationale Presse über Infantinos Pressekonferenz zum WM-Start schreibt
Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA hat Fifa-Präsident Gianni Infantino bei einer seiner seltenen Pressekonferenzen gesprochen. Dabei verteidigt der Weltverbandschef die hohen Ticketpreise und nimmt Stellung zum Fall des von den USA abgewiesenen Schiedsrichters Omar Artan aus Somalia. Das denkt die internationale Presse über den Auftritt.
Großbritannien
„Independent“: „Gianni Infantinos Trumpsches Geschwafel ist ein chaotischer Start in die Weltmeisterschaft. (...) All dies verdeutlichte nur, wie sehr Infantino im Umfeld von Trump verankert ist, bis hin zu dem Punkt, an dem er tatsächlich wie dieser klingt. Er kann alles sagen. Ernsthafte Einwände werden nicht zugelassen. Infantino hatte seit drei Jahren keine richtige Pressekonferenz mehr abgehalten, und man hat leicht den Eindruck, dass dies immer noch nicht der Fall ist.“
„The Sun“: „Im krassen Gegensatz zu seiner viel verspotteten Rede „Heute fühle ich mich homosexuell“ vor der Weltmeisterschaft 2022 in Katar versuchte der Chef des Weltfußballs, die Fifa als die Guten darzustellen.“
USA
„The Athletic“: „Der Gedanke kam auf, dass es vielleicht tatsächlich unmöglich sei; dass die Zugeständnisse, die Reibungen und die menschlichen Kosten bereits eine unsichtbare Schwelle überschritten hätten; dass es, wenn es soweit ist, kein Zurück mehr von dieser brisanten Weltmeisterschaft geben wird, die einem Todesstern gleicht, keine Rückkehr in die Zeit vor dem Weltuntergang. Für Infantino sind das jedoch alles nur Diskussionspunkte, kleine Hürden, die es auf dem Weg zu unserer glorreichen Fifa-Zukunft zu überwinden gilt.“
Mexiko
„Mediotiempo“: „Obwohl die WM 2026 als teuerste in der Geschichte der Weltmeisterschaften gilt, verteidigte Fifa-Präsident Gianni Infantino die Ticketpreise mit dem Hinweis, es handele sich um „ein einzigartiges Erlebnis“.“
„Récord“: „Es ist nur noch ein Tag bis zum Beginn der Weltmeisterschaft, doch an keinem der Austragungsorte ist eine allgemeine Euphorie zu spüren. Proteste in Mexiko, Razzien gegen Migranten in den Vereinigten Staaten und Schießereien in Kanada prägen die Zeit vor dem Start des Fifa-Turniers. (...) In diesem Zusammenhang sind vor allem die hohen Ticketpreise auf heftige Kritik gestoßen, doch Fifa-Präsident Gianni Infantino blieb bei seiner Haltung, die Preise zu rechtfertigen.“
„ESTO“: „Gianni Infantino versicherte, dass er keinen Einfluss auf geopolitische Entwicklungen habe, die über die Zuständigkeit der Fifa hinausgehen.“
Schweiz
„Blick“: „So spektakulär und kontrovers wie vor dreieinhalb Jahren in Katar ist die Pressekonferenz vor der WM-Eröffnung dieses Mal nicht. Dennoch hält sich Gianni Infantino mit Lob für die eigene Arbeit nicht zurück. (...) Doch im Gegensatz zu 2022, als er in Katar versuchte, eine epische Rede zu halten, verzichtete der Walliser auf allzu viel Pathos.“
„Tagesanzeiger“: „Iran, Tickets und Visa – alles kein Problem für Gianni Infantino.“
Marc Renner
Medien: Trump plant keinen Besuch von WM-Auftakt der USA
US-Präsident Donald Trump plant übereinstimmenden Medienberichten zufolge keinen persönlichen Besuch des WM-Eröffnungsspiels der USA gegen Paraguay an diesem Freitag. Das berichteten zuerst unter anderem das Nachrichtenportal „Politico“ und das Sportmagazin „The Athletic“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Weiße Haus und das Außenministerium reagierten zunächst nicht auf eine entsprechende Anfrage.
Zuvor hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums bekannt gegeben, dass Außenminister Marco Rubio zum Spiel südlich von Los Angeles reisen werde. Dieser solle eine Delegation anführen, zu der auch Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin zählten. Am Rande des WM-Spiels wolle Rubio mit dem Präsidenten von Paraguay, Santiago Peña, über Themen wie „regionale Sicherheit, Handel, Investitionen sowie neue Technologien“ sprechen.
Marc Renner
Sorge in Mexiko vor WM-Start: Polizei sichert Flughafen
Angesichts möglicher Lehrerproteste am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt sind am Vortag der WM-Eröffnung Hunderte Polizisten zur Sicherung des Terminals eingesetzt worden. Beamte mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken wurden am Mittwoch (Ortszeit) innerhalb und außerhalb des Flughafens stationiert, wie in Videos von örtlichen Medien zu sehen war.
„Zutritt haben nur Passagiere mit Bordkarte sowie Begleitpersonen, sofern deren Anwesenheit unbedingt erforderlich ist“, teilte der Flughafen Benito Juárez auf der Plattform X mit. Reisenden wurde empfohlen, mit ausreichend Vorlaufzeit einzutreffen, da es in der Umgebung des Flughafens zu Demonstrationen kommen könne. Auch das Aztekenstadion, in dem die WM am Donnerstag mit einer Show und dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet wird, ist weiträumig von der Polizei abgesperrt.
Seit Wochen fordert eine radikale Lehrergewerkschaft mit Straßenblockaden und anderen Protestaktionen die Abschaffung eines Rentengesetzes aus dem Jahr 2007. Nach Angaben der Regierung ist diese Forderung jedoch nicht umsetzbar. Mehrere Hauptverkehrsstraßen der Hauptstadt sind von Demonstranten blockiert.
Die Lehrer haben zudem ein Protestcamp im historischen Zentrum der Hauptstadt errichtet. Dort, auf dem Zócalo im Herzen der Altstadt, soll ein Fan-Festival mit bis zu 80.000 Besuchern stattfinden. Auch Präsidentin Claudia Sheinbaum wollte die Eröffnungsfeier dort verfolgen – und nicht im Stadion. Derzeit ist sogar noch ungewiss, ob der Platz zum WM-Auftakt überhaupt für Fans geöffnet wird.
Sabrina Frangos
Wie gehen WM-Austragungsorte mit Obdachlosen um?
Vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika rückt an vielen Austragungsorten wieder einmal das Problem der Obdachlosigkeit in den Fokus. In der Vergangenheit betrachteten viele Städte sichtbare Obdachlosigkeit als Makel, der vor großen Sportveranstaltungen und politischen Ereignissen beseitigt werden sollte. Inwieweit versuchen die WM-Spielorte diesmal, Wohnungslose von der Straße zu holen?
Die US-Metropole Atlanta etwa kündigte im vergangenen Sommer einen ehrgeizigen Plan an, Zeltstädte und das Schlafen auf der Straße in der Innenstadt zu beenden. Das Programm namens „Downtown Rising“ gab nach eigenen Angaben fast 500 Menschen ein Dach über dem Kopf. Doch weiterhin warten Menschen vor Notunterkünften in der Innenstadt und zeigen damit eindrücklich, dass die Bemühungen nicht alle erreicht haben.
Auch die US-Großstädte Dallas und Seattle haben gezielte Initiativen gestartet. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP ergab jedoch, dass die meisten der 16 Austragungsorte, darunter New York, Boston, Philadelphia, Miami, Houston, sowie die kanadischen Städte Toronto und Vancouver, auf bestehende Programme zurückgreifen - meist ohne neue, an die WM geknüpfte Finanzmittel.
Sabrina Frangos
Infantino über Visa-Affäre: „Nicht die Könige der Welt“
Fifa-Präsident Gianni Infantino hat im Fall des von den USA abgewiesenen Schiedsrichters um Verständnis für die Position des Fußball-Weltverbands geworben. „Wir versuchen immer, Lösungen zu finden“, sagte der 56-Jährige in Mexiko-Stadt. „Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation.“
Es sei „natürlich unglücklich“, dass Omar Artan aus Somalia die Einreise verweigert worden sei. „Wir kontrollieren nicht alles. Wir versuchen, wir werden diskutieren, wir werden sprechen, wir werden sehen. Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen. Wir versuchen, alles zu lösen“, sagte Infantino. Später sagte er zu dem Thema Einreisen: „Wir hoffen, dass wir gute Nachrichten haben“, wurde dabei aber nicht konkreter, was er meinte.
Gianni Infantino bei der Pressekonferenz in Mexiko-City. Reuters
Marc Renner
Das bringt der Donnerstag: WM-Eröffnungsfeier im Aztekenstadion – und dann endlich läuft der Ball
Im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt wird am Donnerstag (21.00 Uhr) die bislang größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte eröffnet. Die Partie von Mitgastgeber Mexiko gegen Südafrika ist das erste von 104 Spielen des XXL-Turniers. 48 statt wie zuletzt 32 Mannschaften sind bei dem sportlichen Mega-Event dabei, die USA und Kanada sind die weiteren Gastgeber. Vor dem Auftaktspiel gibt es in Mexiko-Stadt wegen heftiger Lehrerproteste Sorgen um die Sicherheit. Zudem drohen Unwetter.
Die Spiele des WM-Tages
21.00 Uhr (ZDF und MagentaTV): Mexiko - Südafrika - Zum dritten Mal nach 1970 und 1986 ist Mexiko Gastgeber einer WM. In der Gruppe A ist das Team von Trainer Javier Aguirre Favorit. Südafrika kehrt 16 Jahre nach dem Heimturnier zurück auf die größte Bühne des Fußballs.
Was passiert sonst noch?
90 Minuten vor dem Anpfiff der Partie in Mexiko soll die große Eröffnungsshow starten. Popstar Shakira wird gemeinsam mit Co-Sänger Burna Boy den offiziellen WM-Song „Dai Dai“ erstmals live aufführen. Künstler wie Danny Ocean, J Balvin, Lila Downs und Alejandro Fernández werden ebenfalls auftreten. Die Fifa kündigte eine „Feier von Fußball, Musik und Kultur“ an.
Shakira (li.) und Burna Boy: Top-Act bei der WM-Eröffnungsfeier im Aztekenstadion von Mexiko-City. dpa
Marc Renner
Iranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen
Kurz vor dem WM-Start hat der Iran mit einem Spielabbruch gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. „Wir haben der Fifa bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali.
Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen dürfen – und nicht die von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit Löwen- und Sonnenemblempersische Flagge, die als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems im Iran gilt. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3. Beobachter bezweifeln, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre.
Zudem finden zwei der drei Vorrundenspiele des Iran in Los Angeles statt. Dort lebt der Großteil der fast zwei Millionen Menschen umfassenden persischen Diaspora in den USA. Die Stadt wird daher auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Für viele von ihnen bietet die WM die ideale Plattform, um ihren Protest gegen die iranische Führung weltweit sichtbar zu machen.
Überschattet wird die WM-Teilnahme des Iran vom militärischen Konflikt mit den USA. Wegen Einreisebeschränkungen hatte der iranische Verband sein Teamquartier aus dem US-Bundesstaat Arizona ins südlich von San Diego gelegene Tijuana in Mexiko verlegt. Nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko darf die Mannschaft nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen.
Marc Renner
Senegal-Team nach Gerücht: Keine Schikane bei US-Einreise
Das senegalesische WM-Team hat Berichte über Probleme bei der Einreise in die USA zurückgewiesen. Die Mannschaft sei nicht bei einer Sicherheitskontrolle auf dem Rollfeld schikaniert worden. In einer Mitteilung auf der Plattform X hieß es, das in sozialen Medien zirkulierende Video sei nicht bei der Landung des Teams in San Antonio entstanden, sondern beim Abflug in Raleigh.
Die Spieler seien direkt aus dem Hotel auf das Rollfeld gefahren worden, um Zeit zu sparen. Die obligatorische Sicherheitskontrolle sei daher nicht im Terminalgebäude, sondern vor dem Flugzeug vorgenommen worden. Dieses Vorgehen habe dem Team Zeit im Flughafen und im Boarding-Bereich erspart, hieß es.
Das Video hatte in Senegal Schikane des westafrikanischen Teams befürchten lassen, nachdem zuvor unter anderem dem somalischen Schiedsrichters Omar Artan die Einreise in die USA verweigert worden war. Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind.
Marc Renner
Umfrage: Fußball-WM bringt kein Konsum-Feuerwerk
Die Fußball-Weltmeisterschaft versetzt die Deutschen nicht in Konsumlaune. Nur knapp jeder Fünfte will Fanartikel kaufen, geht aus einer Umfrage des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) unter mehr als 1000 Männern und Frauen hervor. Zehn Prozent gaben an, wegen der an diesem Donnerstag beginnenden WM neue technische Geräte wie Fernseher oder Beamer kaufen zu wollen. Am ehesten würden die Leute noch im eigenen Haus häufiger kochen oder grillen, mehr Getränke konsumieren (jeweils 27 Prozent) oder Lieferdienste nutzen (20 Prozent). Etwa jeder Dritte plant, Spiele beim Public Viewing oder in der Gastronomie anzuschauen.
„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass von der Weltmeisterschaft nur begrenzte Konsumimpulse ausgehen werden“, sagte NIM-Forschungsdirektor Sebastian Goerg. Zwar zeigten insbesondere Familien mit Kindern sowie Personen mittleren Alters und höheren Einkommens eine etwas höhere Bereitschaft, Geld für Fanartikel, neue Fernseher oder Gastronomiebesuche auszugeben. „Insgesamt gibt jedoch bei allen abgefragten Konsumbereichen mindestens die Hälfte der Bevölkerung an, ihre Ausgaben nicht steigern zu wollen“, sagte der Experte. Die WM dürfte damit für einzelne Verbrauchergruppen durchaus wirtschaftliche Impulse setzen. „Ein breiter konsumbezogener Effekt für die Gesamtbevölkerung ist jedoch nicht zu erwarten“, betonte Goerg.
Die Umfrage zeigt zudem, dass das Interesse an dem Turnier in den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko gedämpft ist. 30 Prozent wollen die WM auf jeden Fall live schauen, 22 Prozent wahrscheinlich. Jeder Dritte ist sich relativ sicher, die WM nicht live verfolgen zu wollen – „ein ähnlich niedriger Wert wie bei der umstrittenen Weltmeisterschaft 2022 in Katar“, sagte NIM-Experte Goerg. Neben fehlendem Interesse an Fußball als Hauptgrund spielten dabei auch politische Vorbehalte eine Rolle. „Jeder Zwanzigste gibt an, die WM bewusst boykottieren zu wollen“, so der Forscher. Hinzu kämen eine fehlende Turnierstimmung und für manche ungünstige Übertragungszeiten.
Marc Renner
Blau-gelbes Meer: Schwedischer Verband plant Trikot-Gag
Mit Filmstars, Rappern und Sportgrößen wirbt Schweden für eine landesweite Trikot-Aktion. Der Verband setzt auf Gemeinschaftsgefühl und Stolz vor dem WM-Start.
Ganz Schweden in den Nationalfarben gelb und blau und das „von der nördlichsten Spitze Schwedens bis in den Süden und bis hin nach Monterrey“. Klingt skurril? Zumindest etwas schräg wirkt es schon, was sich der schwedische Fußballverband zusammen mit einem Sponsor kurz vor dem WM-Start ausgedacht hat.
Zwölf Stunden vor dem schwedischen WM-Auftakt im mexikanischen Monterrey gegen Tunesien am kommenden Montag (4 Uhr MESZ) soll eine Trikot-Zere
Offene Fragen
- Will Iran actually abandon matches if protests occur?
- How will Mexican authorities manage teacher protests during the World Cup?
- What specific solutions is FIFA pursuing regarding visa issues for officials and players?
- Will the US ease its strict visa policies for future events?







