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Internationale Friedensmissionen auf historischem Tiefstand
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Spiegel Ausland25.05.2026Welt1 dk okumaGermany

Internationale Friedensmissionen auf historischem Tiefstand

Auf einen Blick

  • Der jüngste Sipri-Bericht zeigt einen drastischen Rückgang internationaler Friedenskräfte auf 78.633 Ende 2025, den niedrigsten Stand seit 25 Jahren.
  • Massive Finanzierungslücken von rund 2 Milliarden US-Dollar bei den UN-Missionen und Geldmangel bei regionalen Organisationen sind die Hauptgründe.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Zahl der internationalen Einsatzkräfte in Friedensmissionen ist auf einen historischen Tiefstand gesunken. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Demnach waren Ende 2025 weltweit nur noch 78.633 Soldaten, Polizisten und zivile Kräfte im Einsatz, was einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

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Die Zahl der internationalen Einsatzkräfte in Friedensmissionen ist drastisch gesunken. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor.

Demnach waren Ende 2025 weltweit nur noch 78.633 Soldaten, Polizisten und zivile Kräfte in Missionen der Vereinten Nationen und anderer Organisationen im Einsatz. Das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2016 hat sich die Zahl sogar nahezu halbiert.

Damit sei der niedrigste Stand seit mindestens 25 Jahren erreicht worden, teilt Sipri vor dem Internationalen Tag der UN-Friedenstruppen am 29. Mai mit. Besonders betroffen sind demnach die klassischen Blauhelmmissionen der Vereinten Nationen.

Milliardenlücke bei der Finanzierung

Als zentralen Grund nennen die Forscher massive Finanzierungsprobleme. So hätten den UN-Friedenseinsätzen im Juli 2025 rund zwei Milliarden US-Dollar gefehlt, was mehr als einem Drittel des vorgesehenen Budgets von 5,6 Milliarden Dollar für den Zeitraum 2024/25 entspricht.

Laut Sipri geraten auch regionale Organisationen zunehmend unter Druck. So kämpften die Afrikanische Union, die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ebenfalls mit Geldmangel und blockierten Entscheidungsprozessen. Auswirkungen zeigten sich unter anderem bei Einsätzen im Sudan und im Kontext des Krieges in der Ukraine.

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Maßnahmen werden ergriffen, um die Finanzierungslücken zu schließen?
  • Wie werden sich die reduzierten Friedensmissionen auf die Stabilität in den betroffenen Regionen auswirken?
  • Gibt es Pläne, die Zahl der Einsatzkräfte in Zukunft wieder zu erhöhen?
  • Welche Rolle spielen politische Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten bei den Finanzierungsproblemen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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