IOC hebt vorläufig Sanktionen gegen Russlands Olympisches Komitee auf
Auf einen Blick
- Das IOC hebt vorläufig die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands auf.
- Weltverbände können selbst über die Zulassung entscheiden.
- Athleten sollen nicht für Regierungshandlungen zur Rechenschaft gezogen werden.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das IOC hatte nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) verhängt, weil dieses die annektierten ukrainischen Gebiete aufgenommen hatte. Nun wurden diese Sanktionen vorläufig aufgehoben.
Das Internationale Olympische Komitee ebnet Athletinnen und Athleten aus Russland den Weg zurück in den Weltsport. Wie das IOC bekannt gab, wurden die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) vorläufig aufgehoben.
Die Weltverbände der verschiedenen Sportarten können laut IOC selbst entscheiden, ob sie Russland wieder zulassen. Die Empfehlung, Russland auszuschließen, sei aber hinfällig. Russische Mannschaften könnten damit ebenso wieder bei internationalen Wettbewerben an den Start gehen wie russische Sportler bei den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.
»Nicht für die Handlungen ihrer Regierung zur Rechenschaft ziehen«
Nach dem Angriff Russlands und des Verbündeten Belarus auf die Ukraine im Februar 2022 hatte das IOC den Ausschluss beider Aggressoren ausgesprochen. Die Sanktionen gegen das ROC hatte das IOC im Herbst 2023 damit begründet, dass das Komitee gegen die Olympische Charta verstoßen habe, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat.
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry sagte nun, die Aufhebung der Sanktionen sei »angesichts unserer neuen strategischen Ausrichtung nur logisch: Wir haben deutlich gemacht, dass wir sicherstellen wollen, dass alle Athleten die Möglichkeit haben, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, ohne für die Handlungen ihrer Regierung zur Rechenschaft gezogen zu werden.«
Zugleich, so Coventry, habe das IOC »unmissverständlich klargestellt, dass wir keinerlei Gewalt oder Kriegshandlungen weltweit gutheißen. Und an dieser Haltung werden wir festhalten.«
Freude in Russland
Russland begrüßte die Entscheidung. »Das IOC sendet ein klares Signal: Die olympische Bewegung muss frei von Politik bleiben«, schrieb der russische Sportminister Michail Degtjarjow auf Telegram.
Belarus wurde bereits im Mai vom IOC wieder in vollem Umfang zugelassen. Damals hieß es, dass der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen »nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden dürfen, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt.«
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Russische Athleten werden an den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 teilnehmen.
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