Iran gewährt China Sonderbehandlung für Hormus-Passage
Auf einen Blick
- Iran kündigt "besondere Vergünstigungen" für China bei Gebühren für die Hormus-Passage an.
- Parallel dazu gibt es Gespräche über die Sicherung der Straße von Oman und eine Wiederaufnahme des Seehandels mit Qatar.
- Derweil fehlen Details zum Verbleib des Obersten Führers Khamenei.
KI-generierte Zusammenfassung
Liveblog Irankrieg :
Iran: China erhält Sonderbehandlung für Hormus-Passage
05.07.2026, 13:28Lesezeit: 1 Min.
Der iranische Botschafter in China, Abdolreza Rahmani Fazli, auf dem „Weltfriedensforum“ am 4.7.26 in Pekingdpa
Botschafter verspricht „besondere Vergünstigungen“ bei Gebühren +++ Oberster Führer erscheint nicht bei Trauerfeier für Khamenei +++ Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichern +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Iran: China erhält Sonderbehandlung für Hormus-Passage
Irans Botschafter in China hat am Samstag erklärt, dass sein Land Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben werde und dass „befreundete“ Nationen dabei „besondere Vergünstigungen“ erhalten. Diese Gebühren seien jedoch nicht als „Zoll“ zu verstehen, sagte Botschafter Abdolreza Rahmani Fazli am Samstag auf dem von der Tsinghua-Universität organisierten sogenannten „Weltfriedensforum“ in Peking. Gebühren dienten dazu, um die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten der „Umweltfolgen“ zu decken.
„Wir werden definitiv eine Sonderbehandlung für jene Länder in Betracht ziehen, die uns freundlich gesinnt waren und uns in den schwierigen Zeiten besonders beigestanden haben“, sagte Fazli. Welche Zugeständnisse dies genau beinhalten würde, ließ Irans Botschafter offen.
Die laufende Vereinbarung zwischen Iran und den USA zur Beendigung des Krieges sieht für eine Frist von zunächst sechzig Tagen vor, dass Handelsschiffe die Straße von Hormus kostenlos passieren. Uneinigkeit herrscht zwischen Teheran und Washington darüber, ob nach dieser Frist Gebühren erhoben werden. Amerika und die meisten arabischen Golfstaaten lehnen das ab.
„In Zusammenarbeit mit dem (Vermittler-)Staat Oman“ werde es „neue Vereinbarungen über die Straße von Hormus geben“, sagte Irans Botschafter. China hatte am Freitag einen ungehinderten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gefordert. Die „schnellstmögliche Wiederherstellung ihrer Sicherheit und Durchfahrtsfreiheit liegt im Interesse aller Beteiligten“ sagte Außenministeriumssprecher Guo Jiakun. Über Pekings Partnerland Pakistan versucht China Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen.
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Irans oberster Führer erscheint nicht bei Trauerfeier für Ali Khamenei
Der seit Monaten nicht öffentlich in Erscheinung getretene oberste Führer des Iran, Modschtaba Khamenei, ist auch bei der groß angelegten Trauerfeier für seinen Vater, Ajatollah Ali Khamenei, nicht gesichtet worden. Drei andere Söhne Khameneis beteten dagegen am Sonntag am Sarg ihres Vaters, der beim Angriff der USA und Israels am 28. Februar getötet worden war. Bei demselben Angriff zu Beginn des Irankriegs soll Modschtaba Khamenei verletzt worden sein. Sein Gesicht sei entstellt und er habe schwere Verletzungen an einem oder beiden Beinen erlitten, verlautet aus seinem engen Umfeld. Er wurde zum Nachfolger seines Vaters bestimmt.
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Iran nimmt Seehandel mit Qatar wieder auf
Iran hat den Seehandel mit dem Golfemirat Qatar nach eigenen Angaben wieder aufgenommen. Der iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolchani, sagt gegenüber staatlichen Medien, der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem qatarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen. Vorausgegangen sei eine Abstimmung zwischen der iranischen Botschaft in Doha und den qatarischen Behörden. Im Zuge des Irankriegs und der faktischen Blockade der Straße von Hormus war der Schiffsverkehr in dem Gebiet stark eingeschränkt worden. Auf Angriffe der USA reagierte Iran auch mit dem Beschuss von US-Alliierten in der Region. Zuletzt gab es Zeichen der Entspannung.
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Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichern
Großbritannien und Frankreich sind mit Oman im Gespräch, um Möglichkeiten für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern zu erkunden. In einer gemeinsamen Erklärung teilten der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit, das Sultanat Oman „hat sich bereit erklärt, mit dem Vereinigten Königreich und mit Frankreich zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Schifffahrt in seinen souveränen Hoheitsgewässern sicher ist“.
Weiter heißt es in der Erklärung, beide Länder stünden bereit, ihre militärischen Beiträge zu einer größeren multinationalen Militärmission zu leisten, „um die Freiheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu unterstützen“. Großbritannien und Frankreich bekräftigten überdies, sie seien gemeinsam der Stabilität in der Region und der Souveränität aller Staaten verpflichtet und bereit, eng mit allen Partnern zusammenzuwirken, um die globale Sicherheit, Freiheit des Seeverkehrs und das internationale Recht aufrechtzuerhalten.
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Uli Putz
Öffentliche Trauerfeier für Khamenei in Teheran begonnen
In der iranischen Hauptstadt Teheran haben die öffentlichen Trauerfeiern für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten den Sarg des Religionsführers aufgebahrt in der Großmoschee Mosalla. Zahlreiche Anhänger strömten bereits seit der Dämmerung zum Veranstaltungsort.
Khameneis Leichnam bleibt zunächst drei Tage in Teheran. Anschließend sind Trauerzeremonien in der Pilgerstadt Ghom sowie im Irak geplant. Am Donnerstag soll er in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.
Khamenei war am 28. Februar bei einem gezielten israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in der iranischen Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten Israel und die USA mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe.
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Uli Putz
Strenge Sicherheitsvorkehrungen in Iran während Trauerfeierlichkeiten für Khamenei
Aus Sicherheitsgründen will Iran während der Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Ali Khamenei von Montag an seinen Luftraum für mehrere Tage sperren. Mehr als 65.000 Sicherheitskräfte werden im Zuge der tagelangen Feiern in den Metropolen im Einsatz sein, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Kommandeur der Ordnungskräfte. Weitere 200.000 Kräfte sollen für Sicherheit in den Provinzen sorgen.
Mit Blick auf den Krieg der USA und Israels warnten Irans Streitkräfte vor einer neuen militärischen Eskalation rund um die Staatstrauer. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden. Einer Antwort, die für immer in ihrer Geschichte der Schande verzeichnet bleiben wird“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarde, die iranische Medien verbreiteten.
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Zeigt sich Irans neuer Machthaber erstmals öffentlich?
In Iran haben die Zeremonien für die Beerdigung des getöteten obersten Führers Ali Khamenei begonnen – mehr als vier Monate nach seinem Tod. Nach islamischem Ritus sollen Leichname eigentlich so schnell wie möglich begraben werden. Dass sich Khameneis Beerdigung so verzögert, liegt unter anderem an der Sorge Irans, dass Israel und die USA die Zeremonien für neue Angriffe nutzen könnten, schreibt unsere Iran-Korrespondentin Friederike Böge. Ihren Text lesen Sie hier:
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Iran warnt vor Störung von Trauerfeier
Irans Streitkräfte haben kurz vor Beginn der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer ihre Feinde vor Angriffen gewarnt. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden. Einer Antwort, die für immer in ihrer Geschichte der Schande verzeichnet bleiben wird“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die iranische Medien verbreiteten.
An diesem Samstag beginnen in Teheran die offiziellen Trauerfeierlichkeiten für den Ende Februar getöteten Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei. Erwartet werden mehrere Millionen Menschen. Zu den Zeremonien werden zudem ranghohe Vertreter der iranischen Regierung und des Militärs erwartet. Zehntausende Sicherheitskräfte sind in den Metropolen im Einsatz. Ab Montag soll außerdem der Luftraum für mehrere Tage gesperrt werden. Khameneis Beisetzung ist für Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad geplant.
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Mindestens fünf Tote bei Bombenexplosion in Damaskus
Bei der Explosion einer Bombe in einem belebten Café im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem wurden 16 weitere Menschen verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf den Rettungsdienst am Donnerstag meldete. Der Sprengsatz war dem staatlichen Fernsehen zufolge in dem Café nahe dem Justizpalast platziert worden. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.
Seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad Ende 2024 kam es in Damaskus zu vereinzelten Anschlägen. Die Machtübernahme durch Ahmed al-Scharaa, den heutigen Präsidenten des Landes, und seine Rebellenkräfte beendete den 14-jährigen Bürgerkrieg. Zuletzt wurde am 19. Mai durch eine Autobombe vor dem Verteidigungsministerium in Damaskus ein syrischer Soldat getötet und mindestens 18 weitere Menschen verletzt.
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Gespräche in Qatar abgeschlossen
Bei den indirekten Gesprächen zwischen den USA und Iran in Qatar hat es nach Angaben des qatarischen Außenministeriums „positive Fortschritte“ gegeben. Qatarische und pakistanische Vermittler hätten in Doha getrennte Treffen mit den Unterhändlern der USA und Irana abgeschlossen, erklärte der qatarische Außenamtssprecher Madsched al-Ansari am Mittwochauf der Plattform X.
Die beiden Seiten hätten vereinbart, die Beratungen „in der näheren Zukunft“ fortzusetzen. Die nächste Runde solle so früh wie möglich nach den Trauerfeierlichkeiten für den früheren iranischen Obersten Führer Ali Chamenei angesetzt werden.
Vorangegangen sei in den Gesprächen insbesondere bei Nachverhandlungen im Zusammenhang mit dem Rahmenabkommen von Islamabad, erklärte Ansari. Die Gespräche unter Vermittlung von Qatar und Pakistan bauten demnach auf den Ergebnissen des Gipfels im Schweizerischen Bürgenstock in der vergangenen Woche auf.
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Mathias Peer
Vermittler melden "positive Fortschritte"
Die USA und Iran haben nach Darstellung der Vermittlerstaaten Qatar und Pakistan in indirekten Gesprächen Fortschritte erzielt. Bei Fragen im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankrieges seien „positive Fortschritte“ erzielt worden. Das teilte der qatarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari nach Abschluss der in der Hauptstadt Doha getrennt geführten Unterredungen mit Unterhändlern der beiden Konfliktparteien mit.
Es sei vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen, schrieb al-Ansari auf der Onlineplattform X. Der nächste Termin solle so bald wie möglich nach den Trauerzeremonien für das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und seiner Beisetzung angesetzt werden. Die Zeremonien beginnen iranischen Berichten zufolge am 4. Juli in der Hauptstadt Teheran und der Pilgerstadt Ghom. Das Begräbnis soll am 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Landes stattfinden.
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Lena Spilger
Indirekte US-Iran-Gespräche: Einigung auf „Kommunikationskanal“
Die USA und Iran haben in Qatar indirekte Gespräche geführt. Die Teilnehmer hätten sich darauf geeinigt, „bis morgen einen Kommunikationskanal einzurichten“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Mittwoch, als er den Abschluss der Gespräche bekanntgab.
Laut Gharibabadi gingen die Gespräche am Mittwochabend zu Ende. Ihm zufolge sollen durch das Einrichten eines Kommunikationskanals Verstöße gegen das Rahmenabkommen gemeldet und dokumentiert werden.
Die Beratungen mit den qatarischen und pakistanischen Vermittlern in Doha fanden getrennt statt. Sie konzentrierten sich auf Details des Rahmenabkommens. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nahmen an den „technischen Gesprächen“ nicht teil.
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Trump spricht von „sehr guten Treffen“ mit Iran
Die Vereinigten Staaten und Iran haben am Mittwoch in der qatarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand fortgesetzt. Der amerikanische Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf. „Die Denuklearisierung Irans kommt gut voran“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. „Es waren sehr gute Treffen, und wir werden sehen.“ Die Verhandlungen, die von Qatar und Pakistan vermittelt werden, hatten am Dienstagabend begonnen und dauerten am Mittwoch an, wie ein Insider und ein iranischer Regierungsvertreter sagten.
Grundlage der Verhandlungen ist ein im vergangenen Monat unterzeichnetes 14-Punkte-Abkommen. Die Vereinbarung soll den Krieg beenden, der im Februar mit amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran begonnen hatte. Zudem sieht sie die Wiedereröffnung der Meerenge von Hormus und eine 60 Tage währende Frist für Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen vor. Zuletzt hatten sich beide Seiten jedoch öffentlich über die Auslegung des Abkommens gestritten. Dies führte am vergangenen Wochenende zu gegenseitigen militärischen Angriffen. Bei komplexeren Themen wie dem iranischen Atomprogramm zeichneten sich kaum Fortschritte ab.
An den Gesprächen in Doha nehmen Delegationen von Unterhändlern und Fachleute teil. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff kamen mit dem qatarischen Ministerpräsidenten zusammen, um die Verhandlungen vorzubereiten. Sie nehmen jedoch nicht selbst an den Treffen teil, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte. Die iranische Delegation wird vom stellvertretenden Außenminister Kasem Gharibabadi geleitet.
Iran geht es nach Angaben des Regierungsvertreters vor allem um die Verwaltung der Straße von Hormus und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Wert von sechs Milliarden Dollar. Die Vereinigten Staaten fordern dagegen in erster Linie die freie Durchfahrt durch die strategisch wichtige Meerenge. Zwei ranghohen iranischen Insidern zufolge will Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus und das Recht zur Erhebung von Gebühren notfalls auch mit Gewalt durchsetzen.
Der Schiffsverkehr durch die Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüs





