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Iran-USA-Konflikt: Chamenei tot, Waffenruhe, Angriffe auf Libanon
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Die Zeit17.05.2026Welt7 dk okumaGermany

Iran-USA-Konflikt: Chamenei tot, Waffenruhe, Angriffe auf Libanon

Auf einen Blick

  • Nach einem gemeinsamen Angriff von USA und Israel auf den Iran wurde Ajatollah Ali Chamenei getötet.
  • Sein Sohn ist nun Oberhaupt.
  • Eine Waffenruhe wurde vereinbart, doch die Spannungen bleiben hoch, mit Angriffen auf den Libanon und Drohungen gegen den Iran.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein gemeinsamer Angriff von USA und Israel auf den Iran führte zum Tod des Ajatollahs Ali Chamenei und zu Gegenangriffen des Iran. Eine Waffenruhe wurde vereinbart, aber die Spannungen bleiben hoch, mit fortgesetzten Angriffen und Drohungen.

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Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.

Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.

Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet. Seit dem 13. April blockiert das US-Militär iranische Häfen an der Straße von Hormus.

Am 21. April kündigte US-Präsident Donald Trump an, die Waffenruhe zu verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zum Kriegsende vorlegt. Bislang sind alle Verhandlungsversuche gescheitert.

Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.

Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.

Ulrike Tschirner

Emirate verurteilten "Terroranschlag" auf AKW

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk als »unprovozierten Terroranschlag« bezeichnet. Das teilte das Außenministerium der Emirate mit. Das saudische Außenministerium nannte die Attacke »eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region«.

Zuletzt hatten die Emirate den Iran für Angriffe auf Energieanlagen in dem Land verantwortlich gemacht. Äußerungen von Präsidentenberater Anwar Gargasch deuteten auch jetzt in diese Richtung. Der Angriff, »sei er nun vom Haupttäter oder durch einen seiner Handlanger verübt worden, stellt eine gefährliche Eskalation dar«, schrieb er im Onlinedienst X. Im Irankrieg haben proiranische Gruppen im Irak und die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen zahlreiche Angriffe in der Region verübt.

Johanna Sethe

Saudi-Arabien meldet Drohnen aus irakischem Luftraum

Eigenen Angaben zufolge hat Saudi-Arabien drei Drohnen abgefangen, die aus dem irakischen Luftraum in sein Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das saudische Verteidigungsministerium teilte mit, es werde die notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen, um auf jeden Versuch zu reagieren, seine Souveränität und Sicherheit zu verletzen.

Johanna Sethe

Libanon meldet fünf Tote nach israelischen Angriffen

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon nach libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Auch in der Ortschaft Tayr Debba gab es demnach zwei weitere Tote, darunter ebenfalls ein Kind. Nach Angaben des Ministeriums wurden bei den Angriffen zudem insgesamt elf Menschen verletzt.

Rauch nach einem israelischen Angriff in Zebdin, Libanon. Stringer TPX Images/Reuters

Verena Harzer

Trump will laut Medienbericht Sicherheitsberater zum Iran treffen

US-Präsident Donald Trump will offenbar am Dienstag das Lagezentrum zum Iran einberufen. Dort wolle er mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern mögliche militärische Schritte gegen den Iran erörtern, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür noch nicht.

Johanna Sethe

Trump und Netanjahu führen Gespräche über etwaige neue Angriffe auf Iran

US-Präsident Donald Trump hat mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu telefoniert. Das teilte Netanjahus Büro mit. Nach Angaben von zwei mit der Situation vertrauten Quellen ging es in dem Gespräch um eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe gegen den Iran. Trump hatte zuvor bereits angedeutet, den Iran womöglich erneut angreifen zu wollen.

Auch Netanjahu hatte bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem zuletzt bereits Gespräche mit Trump angekündigt. »Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran«, sagte der israelische Ministerpräsident. »Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.«

Die israelische Armee sei in Erwartung einer möglichen Wiederaufnahme der Angriffe im Iran in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung Jediot Achronot unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. Israel warte auf eine Entscheidung Trumps, hieß es.

Verena Harzer

Trump verschärft Drohungen gegen Iran

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran inmitten festgefahrener diplomatischer Bemühungen mit Zerstörung gedroht. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, für den Iran ticke die Uhr und man solle sich »SCHNELL bewegen«, sonst werde »von ihnen nichts mehr übrig bleiben«. Weiter schrieb er: »DIE ZEIT DRÄNGT!«

Mit ähnlich drastischen Worten hatte der US-Präsident dem Iran bereits Anfang April gedroht. »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden«, erklärte er am 7. April.

Ein Banner mit US-Präsident Donald Trump am Justizministerium in Washington, D. C. Kylie Cooper/Reuters

Marlena Wessollek

Weiter keine Einigung bei Verhandlungen zwischen USA und dem Iran

Die USA haben auf iranische Vorschläge zur Beendigung des Irankriegs laut iranischen Medienberichten ohne konkrete Zugeständnisse reagiert. Die US-Regierung habe »überzogene Bedingungen« gestellt und ihrerseits »keinerlei greifbare Zugeständnisse« gemacht, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr. Die USA hätten »sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor« verlangt. Diese Strategie der USA führe in eine Sackgasse in den Verhandlungen, hieß es.

Nach einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Fars legte die US-Regierung einen Fünf-Punkte-Plan zur Beendigung des Irankriegs vor. Demnach darf der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben und muss seinen Bestand an hochangereichertem Uran den USA übergeben. Die USA wollen indes weniger als 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freigeben und keine Reparationszahlungen für die im Irankrieg entstandenen Schäden leisten.

Marlena Wessollek

Emirate melden Feuer an Atomkraftwerk nach Drohnenangriff

Nach einem Drohnenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate ist es vor einem Atomkraftwerk in Abu Dhabi zu einem Feuer gekommen. Der Brand sei in einem externen Stromgenerator des Baraka-Kernkraftwerks in al-Dhafra ausgebrochen, teilte das Medienbüro von Abu Dhabi mit. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Auch wer für den Angriff verantwortlich ist, blieb zunächst ungeklärt.

Hier erfahren Sie mehr dazu:

Vera Sprothen

Hisbollah attackiert nach eigenen Angaben Kasernen in Israel

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben weitere Ziele des israelischen Militärs aus der Luft angegriffen. Hisbollah-Mitglieder hätten im Norden Israels die Ja'ara-Kasernen »mit einem Schwarm von Angriffsdrohnen« attackiert, teilte die Miliz mit.

Vera Sprothen

Israel bestätigt neue Angriffe im Libanon

Die israelische Armee beschießt trotz der erst am Freitag verlängerten Waffenruhe den Libanon. Die Streitkräfte bestätigten Angriffe auf Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz »in mehreren Gebieten im Süden des Libanon«. Nach Angaben der libanesischen Staatsnachrichtenagentur NNA griff Israel rund 20 Dörfer an. Die israelische Armee hatte zuvor Bewohner aufgefordert, mehrere Orte in den Regionen Sidon und Nabatije zu verlassen.

Auch die Hisbollah setzte ihre Drohnenangriffe fort. Im Südlibanon wurde nach israelischen Angaben ein israelischer Soldat getötet. UN-Generalsekretär António Guterres rief »alle Akteure nachdrücklich auf, die Einstellung der Kampfhandlungen uneingeschränkt zu respektieren«.

Seit dem 2. März wurden insgesamt 21 Israelis im Libanon getötet – 19 Soldaten und ein Zivilbeschäftigter der Streitkräfte. Nach libanesischen Angaben wurden im selben Zeitraum fast 3.000 Menschen im Libanon durch israelische Angriffe getötet.

Lesen Sie die ausführliche Meldung hier:

Lennart Jerke

Börse im Iran soll Dienstag wieder öffnen

Ab kommenden Dienstag soll an der iranischen Börse wieder gehandelt werden können. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Die Börse war nach Beginn des Krieges zwischen Iran und den USA und Israel geschlossen worden. »Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente ⁠dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von ​panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen«, sagte Hamid Jari, stellvertretender Leiter der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde. Mit der Wiedereröffnung der ‌Börse würden ⁠nun alle Bereiche des Kapitalmarktes ihre ​Tätigkeit wieder aufnehmen, fügte er hinzu.

Marla Noss

Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Das Militär begründete die Angriffe mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause. Weitere Details zu den Angriffen wurden nicht genannt.

Zuvor hatte das israelische Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Trotz geltender Feuerpause setzten beide Seiten ihre Angriffe in den vergangenen Wochen fort.

Petrina Engelke

Israel greift Libanon an – trotz Verlängerung der Feuerpause

Bei einem israelischen Angriff auf ein Zivilschutzzentrum im Süden des Libanon sind nach Angaben der dortigen staatlichen Nachrichtenagentur mindestens sechs Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Unter den Toten seien drei Rettungssanitäter, meldet die Agentur. Auch der Sender Al Jazeera berichtet über den Angriff.

Nach dem israelischen Angriff auf die südlibanesische Stadt Tyre steigt Rauch auf. Foto: Kawant Haju/AFP via Getty Images

Alena Kammer

Russland bietet Iran im Streit um Atomprogramm Hilfe an

Russland hat dem Iran im Streit um das iranische Atomprogramm Unterstützung angeboten. Das sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Demnach sprach er bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin auch über das Thema Uran. Araghtschi bedankte sich für das Angebot.

Damit bestätigte er Aussagen von Putin. Dieser hatte bereits gesagt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zu übernehmen und dort zu lagern.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Elke Scholiers/Getty Images

Alena Kammer

Straße von Hormus aus Irans Sicht »nur für Feinde« gesperrt

Die iranische Regierung sieht die wichtige Schifffahrtsroute Straße von Hormus nur für feindliche Staaten gesperrt. Für befreundete Länder bleibe die Durchfahrt weiterhin möglich, sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einem Treffen der Brics-Staaten.

Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass die Einschränkungen auf der Route wieder aufgehoben werden könnten. Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. »Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist«, sagte er.

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Fortsetzung von gezielten Angriffen und Drohungen zwischen den Konfliktparteien.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Erneute Eskalation der Kampfhandlungen, falls die Verhandlungen scheitern.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Internationale Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe und diplomatische Lösung werden intensiviert.

    Möglich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wer ist für den Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk in den VAE verantwortlich?
  • Wie wird sich die Verlängerung der Waffenruhe auf die Verhandlungen auswirken?
  • Welche militärischen Schritte werden die USA und Israel gegen den Iran erwägen?
  • Wie wird sich die Wiedereröffnung der iranischen Börse auf die Wirtschaft auswirken?

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