Iran verlegt WM-Quartier von den USA nach Mexiko
Auf einen Blick
- Angesichts des Konflikts mit den USA verlegt der Iran sein WM-Quartier von Arizona nach Tijuana, Mexiko.
- Der Verbandspräsident hofft auf eine Lösung bei den US-Visa und kürzere Wege zu den Spielorten.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Iran verlegt das Quartier seiner Fußball-Nationalmannschaft für die WM von den USA nach Mexiko aufgrund des Konflikts mit den USA. Der Verbandspräsident hofft, dass dies Visa-Probleme löst und die Reise zu den Spielorten erleichtert. Die WM findet in Mexiko, den USA und Kanada statt.
Angesichts des Konflikts mit den USA hat der Iran das WM-Quartier seiner Fußball-Nationalmannschaft aus Tucson im US-Bundesstaat Arizona nach Mexiko verlegt. Das teilte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, in einem Video mit, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete.
Nach der Erlaubnis des Fußball-Weltverbands Fifa bezieht die iranische Nationalmannschaft während des Turniers ihr Quartier demnach in der an die USA grenzenden mexikanischen Stadt Tijuana. Tadsch sagte, »das Problem der Visa« der US-Behörden werde dadurch »größtenteils gelöst«. Der Quartierwechsel ermögliche es den Nationalspielern zudem, mit der iranischen Fluggesellschaft Iran Air zu fliegen. Außerdem sei Tijuana näher an den Spielorten der Nationalmannschaft als das zunächst vorgesehene Quartier in Arizona.
Ersten beiden Spiele in Los Angeles
Die iranische Nationalmannschaft spielt in der Qualifikationsgruppe G und bestreitet ihre ersten zwei Spiele in der US-Metropole Los Angeles: am 15. Juni gegen Neuseeland und am 21. Juni gegen Belgien. Irans drittes Vorrundenspiel gegen Ägypten findet dann am 26. Juni in der US-Metropole Seattle statt. Derzeit bereitet sich das Team im türkischen Antalya auf das Turnier vor.
Der Vize-Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Mohammed Nabi, hatte am Dienstag mitgeteilt, es sei unklar, ob alle Spieler und Mitglieder des sie begleitenden Stabs US-Visa erhielten. Er habe aber großes Vertrauen in die Verfahrensvorgaben der Fifa.
Krieg im Nahen Osten
Die Fußball-WM beginnt am 11. Juni, das Finale findet am 19. Juli statt. Sie wird in diesem Jahr von den drei nordamerikanischen Ländern Mexiko, USA und Kanada ausgerichtet. Wegen des Angriffs der Vereinigten Staaten von Amerika auf den Iran war dessen Teilnahme am Turnier lange Zeit fraglich.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren militärischen Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Der Iran reagierte mit Luftangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele in der Golfregion. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe.
Alle aktuellen Entwicklungen zum Irankrieg lesen Sie im Iran-Liveblog.
Offene Fragen
- Werden alle iranischen Spieler und Betreuer US-Visa erhalten?
- Wie wirkt sich der Quartierwechsel auf die Leistung der Mannschaft aus?
- Wie stabil ist die aktuelle Waffenruhe im Nahen Osten?



