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Iran vermeidet sportlichen Rückschlag bei politisch aufgeladenem WM-Auftakt
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Die Zeit16.06.2026Sport3 dk okumaGermany

Iran vermeidet sportlichen Rückschlag bei politisch aufgeladenem WM-Auftakt

Auf einen Blick

  • Die iranische Fußball-Nationalmannschaft erreichte bei ihrem WM-Auftakt gegen Neuseeland ein 2:2.
  • Trotz politischer Spannungen und Protesten im Stadion, bei denen Fahnen beschlagnahmt wurden, unterstützte die iranische Diaspora ihr Team lautstark.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft bestritt ihr erstes WM-Spiel gegen Neuseeland vor dem Hintergrund eines Rahmenabkommens im Krieg der USA gegen den Iran. Südkalifornien gilt als Heimat der größten iranischen Gemeinschaft außerhalb des Irans.

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Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem politisch stark aufgeladenen ersten WM-Spiel einen sportlichen Rückschlag vermieden. Vor dem Hintergrund des Rahmenabkommens im Krieg der USA gegen den Iran kam das Team in Inglewood nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland.

Elijah Just brachte Neuseeland in der 7. und 54. Minute jeweils in Führung - in Phasen, in denen eigentlich die iranische Auswahl die Spielkontrolle übernommen hatte. An den Kräfteverhältnissen auf den Rängen änderte das nichts: Südkalifornien gilt als Heimat der größten iranischen Gemeinschaft außerhalb des Irans, entsprechend groß war die Unterstützung. Der Jubel über die Ausgleichstreffer durch Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (64.) war deutlich lauter.

Schon vor dem Anstoß war rund um das riesige Stadion eine besondere Atmosphäre zu spüren gewesen. Zahlreiche iranische Fahnen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution waren zu sehen, die ein Protestsymbol der Opposition darstellen. In der Arena hatte der Weltverband FIFA per Gerichtbeschluss das Recht, die sogenannte «Löwe-und-Sonne»-Flagge einzukassieren - immer wieder waren Ordner bei entsprechenden Maßnahmen zu sehen. Etliche Fans schwenkten dagegen die aktuelle iranische Fahne, beschlagnahmt wurden auch den Kurs Teherans unterstützende Plakate.

Pfiffe bei der iranischen Nationalhymne

Zu Ausschreitungen kam es nicht, die Stimmung im Stadion mit 70.108 Zuschauerinnen und Zuschauern war friedlich und teils sogar ausgelassen. Die Einigung der USA mit dem Iran auf die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an diesem Freitag zur Beilegung des Kriegs hatte zuletzt die Hoffnung auf Entspannung noch vor der Partie genährt. Viele Details zu der Vereinbarung sind bislang nicht bekannt.

«Ich freue mich, hier die Menschen im Iran zu unterstützen, ich unterstütze nicht das Regime», sagte ein Fan der Deutschen Presse-Agentur. Während der iranischen Nationalhymne, eigentlich ein Moment der Andacht bei Fußballspielen, waren laute Pfiffe zu hören. Die iranischen Spieler standen geschlossen am Mittelkreis und hielten sich jeweils die Hand auf die Brust. Auf der Ehrentribüne verfolgte FIFA-Präsident Gianni Infantino das Geschehen.

Auch nach dem Rückstand waren immer wieder laute «Iran, Iran»-Rufe zu hören, jeder Angriff wurde bejubelt. Wirklich schnell erholen konnte sich die Auswahl von Trainer Amir Ghalenoei aber nicht. Zwar versuchte es sein Team immer wieder mit temporeichen Angriffszügen, die Abwehr der Neuseeländer hielt zunächst aber gut dagegen. Zudem lauerten die Kiwis auf Konter. Irans Torwart Alireza Beiranvand rettete gegen Liberato Cacace (30.).

Iran drängt auf den Ausgleich

Der Iran hat das große Ziel, bei der siebten WM-Teilnahme erstmals die Vorrunde zu überstehen. Rezaeian belohnte die wieder stärker werdenden Angriffsbemühungen des Ghalenoei-Teams gut eine Viertelstunde vor dem Pausenpfiff. Die Strapazen und Querelen der Vorbereitung mit der Verlegung des WM-Quartiers nach Mexiko sowie der langen Phase der Unsicherheit vor der Einreise in die USA schienen beim Torjubel weit weg.

Nach der Pause machte es das iranische Team den Neuseeländern aber zu einfach, zu Torgelegenheiten zu kommen. Immer wieder ergaben sich Räume, die Just dann in einem entscheidenden Moment zur erneuten Führung nutzte. Zu diesem Zeitpunkt war der Iran wieder Letzter der Gruppe - gab aber nicht auf. Nach Vorlage des ersten Torschützen köpfte Mohammad Mohebi zum erneuten Ausgleich.

Offene Fragen

  • Wie viele Details des Rahmenabkommens sind bekannt?
  • Wie wird sich die politische Situation auf zukünftige Spiele auswirken?

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This article was originally published by Die Zeit.

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