Irans Krieg und Ölpreise treiben Unsicherheit – Dax fällt
Auf einen Blick
- Die Unsicherheit durch den Irankrieg und steigende Ölpreise beeinflussen den deutschen Aktienmarkt.
- Der Dax eröffnete im Minus, während Anleger auf Wirtschaftsdaten und Unternehmensberichte warten.
- USA drohen erneut mit Zöllen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
The article discusses the impact of geopolitical uncertainty, particularly the conflict involving Iran, on the German stock market (Dax) and oil prices. It notes a recurring pattern of market reactions to such events. Analysts provide insights into market behavior around key price levels and upcoming economic data releases.
Die Unsicherheit rund um den Irankrieg ist wieder höher – und damit auch die Ölpreise. Am deutschen Aktienmarkt wiederholt sich somit ein bekanntes Muster. Anna Kipnis 03.06.2026 - 09:23 Uhr Artikel anhören
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage
Düsseldorf. Die geopolitische Unsicherheit hat das Frankfurter Börsenparkett weiter im Griff. Der Dax öffnet bei 24.949 Zählern und damit 0,7 Prozent unter dem Schlusskurs des gestrigen Dienstags. Da ging der Leitindex 0,5 Prozent im Plus bei 25.124 Punkten aus dem Handel.
Der Dax-Rekord von 25.508 Punkten rückt damit zunächst aus dem Blick. „Jedes Mal geht den Käufern im entscheidenden Moment die Puste aus“, schreibt Jochen Stanzl, Chefanalyst bei der Consorsbank, über die Rekordnähe.
Zuletzt gab es oberhalb der Marke von 25.000 Punkten stets Gewinnmitnahmen. Sie gilt als psychologisch besonders wichtig. Der Dax wurde während der vergangenen sieben Tage zumindest zeitweise oberhalb der Marke gehandelt, stellt Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Markets, fest. Das sei zuletzt vor Beginn des Irankriegs der Fall gewesen.
Unterhalb der Marke gab es meist wieder Zukäufe. „Gleichzeitig stehen die Schnäppchenjäger bereit, um den Index bei fallenden Kursen wieder aufzufangen“, sagt Stanzl.
Am Mittwoch dürften Anleger auf die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor in der Euro-Zone und den USA im Mai blicken. In den USA stehen zudem die Beschäftigtenzahlen aus der Privatwirtschaft an, der monatliche ADP-Report. Dieser liefert Hinweise vor den offiziellen Arbeitsmarktdaten. Nach Handelsschluss in den USA legt zudem der US-Chipkonzern Broadcom Zahlen vor.
Angriffe in Golfregion – Rohölpreise steigen
Insgesamt ignorierten die Finanzmärkte zurzeit die geopolitischen Risiken, urteilt Andreas Lipkow von CMC Markets. So erreichten die Börsen in Asien teilweise Rekorde, auch die Wall Street notierte in der Nähe ihrer Bestmarken.
„Die Situation im Nahen Osten bleibt fragil und die Finanzmärkte müssen jederzeit mit neuem Gegenwind rechnen“, schreibt Lipkow. So lieferten sich die USA und der Iran in der Nacht zum heutigen Mittwoch eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe.
Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus an. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran bekräftigt, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Irankrieg andauern.
Das treibt den Preis für Rohöl wieder in Richtung der 100-US-Dollar-Marke. Rohöl der Sorte Brent und das US-Leichtöl WTI zur Lieferung im August liegen bei rund 98 und rund 95 Dollar je Barrel (159 Liter).
USA drohen erneut mit Zöllen
Unterdessen drohten die USA 60 Volkswirtschaften neue Zölle an, weil diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Das teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit.
Zollpolitik
USA planen neue Zölle auf Importe aus fast aller Welt
Verwandte Themen
USADaxIranDonald TrumpBASF
„Bei Zoll-Drohungen hat sich an den Börsen mittlerweile so etwas wie ein Gewöhnungseffekt breitgemacht“, prognostiziert Altmann. Es werde nicht mehr direkt verkauft, sondern abgewartet, ob rechtzeitig vor dem Inkrafttreten angedrohter Zölle eine Verhandlungslösung gefunden werde. Der Oberste Gerichtshof hatte Trumps länderspezifische Zölle im Februar etwa für verfassungswidrig erklärt.
Blick auf die Einzelwerte
BASF: Die EU-Kommission genehmigte den Verkauf des Lackegeschäfts des Chemiekonzerns an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen. Die Papiere verlieren knapp ein Prozent.
Mehr: Bei diesen drei Dax-Nachzüglern sehen Insider günstige Einstiegschancen
Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Oil prices will continue to rise towards the $100 per barrel mark.
Wahrscheinlich · Kurzfristig
The Dax will likely remain under pressure or volatile due to ongoing geopolitical uncertainty.
Wahrscheinlich · Kurzfristig
Negotiation solutions might be found before threatened US tariffs come into effect.
Möglich · Kurzfristig
Offene Fragen
- Will the conflict between the USA and Iran escalate further?
- Will the US implement the threatened tariffs, and on which economies?
- How will upcoming economic data (Euro-Zone and US services PMIs, US private sector employment) influence market sentiment?
- What will be the impact of Broadcom's earnings report on the tech sector?




