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Israel expands ground offensive in Lebanon, France criticizes escalation
Dringend
Spiegel Ausland1.6.2026Welt4 Min. LesezeitGermany

Israel expands ground offensive in Lebanon, France criticizes escalation

Auf einen Blick

  • Israel has expanded its ground offensive in southern Lebanon, capturing the strategic Beaufort Castle.
  • France criticized the escalation, calling for an emergency UN Security Council meeting, while Germany urged a return to ceasefire.
  • US Secretary of State Marco Rubio pressed for de-escalation.

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Dabei wertete der Premier die Einnahme der strategisch wichtigen Burg Beaufort im Libanon als »dramatische Wendung« im Kampf gegen die proiranische Hisbollah. Netanyahu sprach in einem am Sonntag veröffentlichten Video zudem von einer »dramatischen Etappe« in der israelischen Bodenoffensive gegen die von Iran unterstützte Miliz.

Die auch unter dem Namen Kalaat al-Schakif bekannte mittelalterliche Kreuzritterburg gilt wegen ihrer Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtig (mehr hier). Israels Armee hatte die Festung bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Stützpunkt.

Scharfe Kritik am israelischen Vorgehen im Libanon kam aus Frankreich. »Nichts rechtfertigt die derzeitige massive Eskalation im Südlibanon«, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron. Der Uno-Sicherheitsrat will nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP am Montag auf Frankreichs Antrag eine Dringlichkeitssitzung abhalten.

Frankreich erkenne Israels Recht zur Verteidigung gegen die Hisbollah-Angriffe an, doch »nichts kann die Verlängerung der israelischen Militäreinsätze im Libanon und die Besetzung von Gebieten immer tiefer auf libanesischem Gebiet rechtfertigen«, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot dem Fernsehsender BFMTV. Mit seinem Vorstoß begehe Israel einen »schweren Fehler«.

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul rief Israel und die Hisbollah dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. »Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon gibt Anlass zu großer Sorge«, teilte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen mit. Israel müsse bei seinem Vorgehen gegen die Hisbollah Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen.

»Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb des Libanon«, warnte Wadephul. Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon sei eine Reaktion auf fortdauernde Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels, die endlich aufhören müssten.

In der Nacht nahm der US-Außenminister Marco Rubio Kontakt mit Netanyahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf. Dabei soll er beide Seiten gedrängt haben, auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hinzuarbeiten. Die Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und ​im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten.

Neue Gespräche in den USA – während die Kämpfe weitergehen

Die israelische Armee hatte am Wochenende eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes im Libanon gemeldet. Israelische Soldaten überquerten demnach den Fluss Litani. Ein Sprecher forderte die Bewohnerinnen und Bewohner aller libanesischen Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf, sich »sofort« in Gebiete nördlich des Flusses in Sicherheit zu bringen, der nördlich des Litani liegt. Jedes von der Hisbollah genutzte Gebäude könne zum Angriffsziel werden.

Der Libanon war durch neue Angriffe der Hisbollah auf Israel Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Libanesischen Angaben zufolge wurden seither mehr 3400 Menschen durch israelische Angriffe getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben.

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam warf Israel eine Strategie »der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe« vor. Diese werde Israel »weder Sicherheit noch Stabilität« bringen, sagte Salam in einer Fernsehansprache. Zugleich verteidigte er die Fortsetzung direkter Verhandlungen mit Israel als den »am wenigsten kostspieligen Weg« für den Libanon.

Armee-Delegationen aus dem Libanon und Israel hatten sich am Freitag in Washington zu Sicherheitsgesprächen getroffen. Für kommende Woche sind weitere von den USA vermittelte Verhandlungen geplant. Die Hisbollah lehnt die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ab.

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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