Newsgather
BackIsrael hält trotz Trump-Deal an harter Hisbollah-Linie fest
Israel hält trotz Trump-Deal an harter Hisbollah-Linie fest
Dringend
Handelsblatt01.06.2026Welt2 dk okumaGermany

Israel hält trotz Trump-Deal an harter Hisbollah-Linie fest

Auf einen Blick

  • Trotz einer von US-Präsident Trump angekündigten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hält Israel an seiner harten Linie fest.
  • Premierminister Netanjahu drohte mit Angriffen auf Beirut, sollte die Hisbollah ihre Angriffe nicht einstellen.
  • Die Hisbollah stimmte dem US-Vorschlag zu.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Spannungen zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich zuletzt deutlich verschärft. Trotz einer Waffenruhe, die Mitte April zwischen Israel und der libanesischen Regierung geschlossen wurde, lehnt die Hisbollah Verhandlungen ab und setzt die täglichen Angriffe fort, was zu Opfern führt.

Schriftgröße

Tel Aviv. Israel hält an seiner harten Linie gegenüber der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Abend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen.

Kurz zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, Israel und die Hisbollah würden ihre gegenseitigen Angriffe zunächst stoppen. Zudem werde Israel anders als angedroht keine Truppen in die libanesische Hauptstadt Beirut entsenden.

Nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun bezieht sich der von Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.

Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt, hieß es weiter. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten.

Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist - hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.

Netanjahu hatte auch erneut Angriffe auf die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angekündigt. Israels Soldaten waren zuletzt immer weiter ins Landesinnere im Libanon vorgedrungen, waren aber noch weit von der Hauptstadt Beirut entfernt.

Vertreter beider Länder verhandeln seit einigen Wochen in Washington über Bedingungen für eine Entschärfung des Konflikts. Einen Durchbruch gab es dabei bisher aber nicht. An diesem Dienstag und Mittwoch sind weitere Gespräche in der US-Hauptstadt geplant. Diese Verhandlungen sollen nach Angaben des libanesischen Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Further negotiations will take place in Washington.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Daily exchanges of fire between Israel and Hezbollah will continue, at least initially.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Will Israel adhere to the ceasefire despite Netanjahu's threats?
  • Will the ceasefire extend beyond southern Beirut suburbs to the entire country?
  • What are the specific conditions for the ongoing negotiations in Washington?
  • What is the role of Iran in the Hisbollah's decision-making process?

Verwandte Themen

This article was originally published by Handelsblatt.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem ThemaIsrael