Japanische Delegation prüft Seltene Erden in Grönland
Auf einen Blick
- Japan plant eine Delegation nach Grönland, um den Abbau von Seltenen Erden zu prüfen.
- Ziel ist die Diversifizierung der Lieferketten weg von China.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Japan plant die Entsendung einer Delegation nach Grönland, um den Abbau von Seltenen Erden zu prüfen. Dies ist Teil einer Strategie, die Abhängigkeit von China zu verringern.
Seltene Erden werden zum geopolitischen Machtinstrument. Jetzt schickt Tokio eine hochrangige Delegation nach Grönland – auf der Suche nach Alternativen zu chinesischen Rohstoffen. 14.06.2026 - 11:15 Uhr Artikel anhören
Eine teils zugefrorene Fjordlandschaft in Grönland: Japan plant Gespräche mit der grönländischen Regierung zum Abbau von Seltenen Erden. Foto: Steffen Trumpf/dpa
Tokio. Japan bereitet die Entsendung einer Delegation nach Grönland vor, um dort den möglichen Abbau von Seltenen Erden zu prüfen. Die Reise sei für diesen Sommer geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Nikkei am Sonntag.
Der Delegation sollen Vertreter des Wirtschaftsministeriums, von Handelsunternehmen sowie der japanischen Organisation für Metalle und Energiesicherheit angehören. Geplant seien Gespräche mit der Regierung vor Ort.
Die autonome Insel rückt wegen ihrer strategischen Lage und mutmaßlich reicher Vorkommen an Seltenen Erden immer wieder in den Fokus von geopolitischen Interessen und internationalen Machtansprüchen. Trumps Vorstoß vom Januar, die Insel Grönland in US-amerikanischen Besitz zu bringen, hatte bei den europäischen NATO-Partnern für deutliche Kritik gesorgt.
Einer der größten japanischen Hersteller von Seltenerdmagneten, Shin-Etsu Chemical, plant aktuell den Bau einer neuen inländischen Raffinerie – der jüngste Versuch eines Unternehmens außerhalb Chinas, seine Lieferkette zu diversifizieren.
Seltene Erden haben sich in den letzten Jahren zu einem Streitpunkt in den globalen Handelsbeziehungen entwickelt, da die USA und andere große Volkswirtschaften versuchen, Chinas Dominanz bei deren Abbau und Verarbeitung zu schwächen. Das aktuelle Projekt „ist als wirtschaftlich bedeutsam für die nationale Sicherheit eingestuft“, schrieben Analysten von Citigroup in einer Mitteilung.
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