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Johan Eliasch als FIS-Präsident abgewählt – Ospelt neuer Chef
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Spiegel Sport11.06.2026Sport3 dk okumaGermany

Johan Eliasch als FIS-Präsident abgewählt – Ospelt neuer Chef

Auf einen Blick

  • Johan Eliasch wurde nach fünf Jahren als Präsident des Ski-Weltverbandes FIS abgewählt und unterlag Alexander Ospelt aus Liechtenstein mit 64 zu 65 Stimmen.
  • Kritikpunkte waren mangelnde Kommunikation, finanzielle Probleme der FIS und ein Interessenkonflikt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Johan Eliasch wurde nach fünf Jahren als Präsident des Ski-Weltverbandes FIS abgewählt. Er unterlag bei der Abstimmung dem Liechtensteiner Alexander Ospelt mit 64 zu 65 Stimmen. Eliasch muss das Amt damit nach fünf Jahren wieder abgeben, Ospelt wird die FIS mindestens für die nächsten vier Jahre führen.

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Johan Eliasch ist als Präsident des Ski-Weltverbandes (Fis) abgewählt worden. Er unterlag bei der Abstimmung auf dem Fis-Kongress dem Liechtensteiner Alexander Ospelt mit 64 zu 65 Stimmen. Eliasch muss das Amt damit nach fünf Jahren wieder abgeben, Ospelt wird die Fis mindestens für die nächsten vier Jahre führen.

So lief die Wahl ab

Der Fis-Kongress begann dann mit einer Machtdemonstration: Mit 88 Prozent der Stimmen wurde die Tagesordnung geändert, um die Präsidentschaftswahl als ersten Tagesordnungspunkt vorzuziehen. Anschließend wurde mit 60 % der Stimmen beschlossen, anstelle der elektronischen Stimmabgabe Papierwahlzettel zu verwenden. Die gesamte Abstimmung wurde von einem externen Juristen überwacht. Während der 50-minütigen Wahl durften die Anwesenden nicht kommunizieren. Die Auszählung dauerte 45 Minuten.

Eliasch verlor auch seinen Platz im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Er reagierte auf seine Abwahl mit Vorwürfen gegen das IOC. Er habe von vielen gehört, dass das IOC versucht habe, das Ergebnis der Wahl zu beeinflussen, ohne näher darauf einzugehen. »Dagegen müssen wir standhaft bleiben, denn wir sind eine unabhängige Organisation«, sagte Eliasch.

Sie kritisierten ihn für seine fehlende Kommunikation. Eliasch habe Entscheidungen ohne Absprache getroffen.

Wolfgang Maier, der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), warf Eliasch vor, er habe »keine Ahnung«. Der DSV gewann einen juristischen Streit gegen Eliasch, als er ohne Rücksprache alle Wintersportarten zentral vermarkten wollte. Eliasch überarbeitete seine Vorschläge.

Zudem geriet die Fis einer Recherche der »Süddeutschen Zeitung« zufolge in finanzielle Probleme. Der einst gut aufgestellte Weltverband verbuche mittlerweile einen Millionenverlust. Eliasch soll diese Probleme beschönigt haben, Fis-CEO Urs Lehmann soll deswegen laut der Schweizer Zeitung »Blick« seinen Posten aufgegeben haben.

Auch Athleten und Athletinnen übten Kritik an Eliasch. »Vieles, was die aktuelle Fis-Führung versprochen hat, wird nicht umgesetzt«, sagte etwa Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin. Marco Odermatt oder Lucas Pinheiro Braathen warfen Eliasch mangelnde Transparenz und Egoismus vor und wünschten sich einen Wechsel an der Fis-Spitze.

Kritiker warfen ihm außerdem einen Interessenkonflikt vor. Eliasch ist Mehrheitseigner von Head. Head gehört zu den führenden Marken im alpinen Rennsport und stattet etwa Ski-Ikone Lindsey Vonn oder die Deutsche Emma Aicher aus.

Unterstützung aus Georgien

Eliasch hat die schwedische und die britische Staatsbürgerschaft. Weder Schweden noch Großbritannien wollten seine Kandidatur für eine Wiederwahl unterstützen. Stattdessen trat er für Georgien an. Verbindungen zu dem Land sind nicht bekannt. »Ich war schon dort. Es ist ein Land, das mir sehr gut gefällt«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa kurz vor der Wahl.

Viele der kleineren Verbände unterstützten aber Eliasch. Möglicherweise, weil er immer wieder betonte, Wintersport auch außerhalb der traditionellen Skizentren in Europa und den USA zeigen wolle. Das knappe Ergebnis spricht dafür, dass Eliasch viele dieser Länder für sich gewinnen konnte.

»Dieser jahrelange Albtraum ist vorbei«, sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach der Nachrichtenagentur SID nun. »Nach all dem, was die Fis in den vergangenen Jahren beschäftigt hat, ist die Erleichterung riesig.«

Offene Fragen

  • Wie genau hat das IOC versucht, die Wahl zu beeinflussen?
  • Welche konkreten finanziellen Probleme hat die FIS?
  • Welche Rolle spielt Georgien in Eliaschs Kandidatur?
  • Wie wird sich die neue Führung auf die Vermarktung des Wintersports auswirken?

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This article was originally published by Spiegel Sport.

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