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Junge Menschen nutzen KI-Chatbots für psychische Probleme
Gesundheit
Heise Online28.04.2026Gesundheit1 dk okumaGermany

Junge Menschen nutzen KI-Chatbots für psychische Probleme

65 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben bereits mit KI-Chatbots über psychische Belastungen gesprochen. Fachleute warnen vor Ersatz für professionelle Therapie.

Auf einen Blick

  • Eine repräsentative Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zeigt, dass 65 Prozent der 16- bis 39-Jährigen bereits mit KI-Chatbots über psychische Probleme gesprochen haben.
  • Rund ein Drittel der Betroffenen mit diagnostizierter Depression nutzt ebenfalls KI.
  • Fachleute warnen, dass digitale Gespräche keine ärztliche Behandlung ersetzen können.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Umfrage zeigt einen wachsenden Trend unter jungen Menschen, bei psychischen Belastungen auf KI-Chatbots zurückzugreifen. Die Stiftung warnt jedoch, dass viele KI-Angebote nicht für therapeutische Zwecke entwickelt wurden und wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit fehlen.

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Bei Stress, Liebeskummer oder anderen seelischen Belastungen wenden sich viele junge Menschen inzwischen an Künstliche Intelligenz. Wie aus einer neuen repräsentativen Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Leipzig hervorgeht, haben rund zwei Drittel (65 Prozent) der 16- bis 39-Jährigen schon einmal mit KI-Chatbots über psychische Probleme gesprochen. Dabei gehe es oft um Alltagsbelastungen wie Stress oder Liebeskummer – nicht unbedingt um eine diagnostizierte Depression.

Bei Menschen mit einer diagnostizierten Depression spiele KI ebenfalls eine Rolle: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Betroffenen gibt an, mit Chatbots über die eigene Erkrankung zu sprechen.

Fachleute raten dennoch zur Vorsicht: Gespräche mit KI könnten eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen. Hinweise aus der Befragung zeigen zudem, dass manche Betroffene KI-Gespräche als Alternative zu professioneller Hilfe wahrnehmen. „Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung, und Betroffene sollten sich unbedingt weiterhin an Hausärzte, Psychiater oder psychologische Psychotherapeuten wenden“, betont die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Ein Problem: Viele KI-Angebote sind nicht für therapeutische Zwecke entwickelt. Zudem fehlen bislang umfassende wissenschaftliche Studien dazu, ob sie Betroffenen eher helfen oder schaden. Auch beim Umgang mit akuten Krisen stoßen die Systeme an Grenzen.

Wer digitale Unterstützung nutzen möchte, sollte auf geprüfte Angebote zurückgreifen. Dazu zählen etwa zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen – sogenannte „Apps auf Rezept“, die ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden – sowie begleitete Onlineprogramme.

Für die Untersuchung wurden bundesweit 2.500 Menschen im Alter von 16 bis 39 Jahren in einer Online-Befragung im März 2026 befragt.

Offene Fragen

  • Welche konkreten KI-Chatbots werden genutzt?
  • Wie wirkt sich die KI-Nutzung langfristig auf den Krankheitsverlauf aus?
  • Welche Qualitätsstandards sollten KI-Angebote für psychische Gesundheit erfüllen?

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This article was originally published by Heise Online.

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