KI-Boom treibt asiatische Aktienmärkte an – Nahost-Konflikt rückt in den Hintergrund
Auf einen Blick
- Asiatische Aktienmärkte verzeichneten am Freitag deutliche Gewinne, angetrieben durch die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Investitionspläne von Micron.
- Geopolitische Sorgen über den Nahost-Konflikt traten in den Hintergrund.
- Der Nikkei stieg um 2%, der Topix um 0,76% und der südkoreanische Kospi um 4%.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt. Gleichzeitig stiegen die japanischen Großhandelspreise im Juni stärker als erwartet.
Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss am Freitag kräftig angetrieben und geopolitische Sorgen in den Hintergrund gedrängt.
In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index plus zwei Prozent und notierte bei 69.121 Punkten.
Der breiter gefasste Topix stieg um 0,76 Prozent auf 4051 Zähler.
Auch in Südkorea griffen Investoren zu, was den Kospi um vier Prozent nach oben klettern ließ.
Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent.
In Japan profitierten Technologiewerte von milliardenschweren Investitionsplänen des US-Speicherchip-Herstellers Micron. Zu den größten Gewinnern im Nikkei zählten der Chip-Zulieferer Sumco mit einem Kurssprung von 15,4 Prozent sowie der Halbleiter-Tester Advantest, der 8,5 Prozent gewann. Auch der Technologie-Investor SoftBank legte um 11,3 Prozent zu.
„Die japanischen Aktien haben sich an der Rally der US-Technologiewerte orientiert“, sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Zudem stützte die Aussicht, dass staatliche Pensionsfonds künftig mehr in heimische Anlagen investieren könnten, die Stimmung am Markt.
Im Zentrum des KI-Booms stand der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix, dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung gewannen 3,0 Prozent.
Trotz der starken Kursgewinne im Technologiesektor mahnten Experten zur Vorsicht angesichts der eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran. „Ich verfolge die Nachrichten aus dem Nahen Osten und die Lage sieht nicht gut aus, aber die Anleger scheinen im Moment unglaublich widerstandsfähig gegenüber diesen Risiken zu sein“, erklärte Chef-Marktstratege Nick Twidale von ATFX Global.
Teure Energie und schwacher Yen treiben Japans Großhandelspreise
Ein schwacher Yen und hohe Energiekosten trieben die japanischen Großhandelspreise im Juni stärker als erwartet in die Höhe. Der Erzeugerpreisindex ist im Jahresvergleich um 7,1 Prozent gestiegen, wie aus den am Freitag von der Bank of Japan (BOJ) veröffentlichten Daten hervorgeht.
Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Plus von 6,8 Prozent gerechnet, nach revidierten 6,6 Prozent im Mai. Die auf Yen basierenden Importpreise kletterten im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 29,7 Prozent nach oben. Die Daten deuten auf einen wachsenden Inflationsdruck in dem Land hin, der vor allem durch den Preissprung bei Energie infolge des Nahost-Konflikts befeuert wird.
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Offene Fragen
- Wie lange wird der KI-Boom die Märkte dominieren?
- Wie werden sich die Spannungen im Nahen Osten weiterentwickeln?






