KI-gestützte Videoüberwachung in Gießen: Polizei sieht Sinn, Prostituierten-Verein dagegen
Auf einen Blick
- Die Polizei in Gießen erwägt den Einsatz von KI-gestützter Videoüberwachung zur Bekämpfung von Drogenhandel und Gewaltkriminalität.
- Während die Polizei von Erfolgen berichtet, äußert ein Prostituierten-Verein Bedenken.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Polizei in Frankfurt erprobt seit einigen Monaten KI-gekoppelte Videokameras, was zu einer Ausweitung der Überwachung führt. In Gießen ist die Diskussion über ähnliche Technologien im Gange, angeheizt durch steigende Kriminalität.
In Frankfurt erprobt die Polizei seit einigen Monaten an Künstliche Intelligenz gekoppelte Videokameras in der Innenstadt. Aufgrund der ersten Erfahrungen ist diese Art der Überwachung ausgeweitet worden. Nicht jeder findet das gut. So wendet sich ein Prostituierten-Verein dagegen. So weit ist die Polizei in Gießen noch nicht. Aber die Diskussion über KI-gestützte Videoüberwachung könnte auch bald in der Unistadt an der Lahn in Gang kommen und rasch Fahrt aufnehmen.
Dafür sprechen zum einen der Drogenhandel und die Zunahme der Gewaltkriminalität auch und gerade innerhalb einer der beiden Waffenverbotszonen. Zum anderen zeigt eine Flut von Ermittlungserfolgen den Sinn des Einsatzes dieser zuletzt in der Innenstadt von Gießen vermehrt genutzten Technik.
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Schüsse auf zentralen Plätzen in Gießen
In der Innenstadt reiht sich seit einiger Zeit ein Kriminalitätsschwerpunkt wie an einer Perlenkette an den anderen. Besonders ins Gerede gekommen sind der als zentraler Busbahnhof dienende Marktplatz und der Lindenplatz, auf dem sich mittwochs und samstags ein Teil des rege besuchten Wochenmarkts befindet. So hatten Schüsse in einem Wettbüro in der Nachbarschaft des Marktplatzes die Stadt ebenso überregional in schlechtes Licht gerückt wie Schüsse auf zwei Männer auf dem Lindenplatz. Auch der Einsatz einer Machete nicht weit davon entfernt und handfeste Streitigkeiten innerhalb der Drogen- und der Trinkerszene beeinträchtigen die Sicherheit und schaden in der Folge dem Sicherheitsgefühl vieler Menschen.
„Gegenwärtig haben wir einen Ausschlag nach oben“, sagt Polizeipräsident Torsten Krückemeier angesichts der aufsehenerregenden Straftaten in der Innenstadt. Doch dieser Anstieg ist nicht von jetzt auf gleich passiert. Drogenhändler vor allem aus dem Maghreb und Trinker sorgen in der Innenstadt schon seit geraumer Zeit für Ärger. Die Stadt hatte vor diesem Hintergrund die Installation zweier Videokameras am Lindenplatz im Herbst 2024 angekündigt und nach einem Magistratsbeschluss verwirklicht.
Dieser Schritt war richtig. Gleiches gilt für die Videoüberwachung am Marktplatz und am Bahnhofsvorplatz. Zahlen der Polizei zeigen die Notwendigkeit. Allein seit Jahresbeginn hat die Polizei auch dank der Videobilder schon fast 30 Straftaten aufgeklärt. Wie viele es ohne diese Bilder gewesen wären, steht dahin. „Aber die Videoüberwachung ist eine erhebliche Hilfe“, sagt Krückemeier. Sie wird es auch bleiben. Dafür spricht schon die Zahl von 60 Menschen, welche die Polizei regelmäßig in der Innenstadt nach Missetaten beschäftigen. Zu diesem Zweck auch Gesichtserkennung einzuschalten, kann nicht schaden.
Offene Fragen
- Welche spezifischen KI-Technologien werden eingesetzt?
- Wie wird die Privatsphäre der Bürger geschützt?
- Welche Kriterien werden für die Gesichtserkennung verwendet?
- Wie wird die Wirksamkeit der Überwachung gemessen?
