KI im Finanzwesen: Hohe Akzeptanz, aber auch Sorgen vor Betrug
Auf einen Blick
- Eine Bitkom-Umfrage zeigt: 27% der Deutschen wünschen sich KI für Finanzentscheidungen, 62% fürchten Betrug.
- Online-Banking ist mit 84% Standard, Apps überholen Browser.
- Banken erhalten Note 3,0 für digitale Angebote.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Eine repräsentative Umfrage unter 1004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, durchgeführt vom Digitalverband Bitkom, beleuchtet die Einstellung der Bevölkerung zu Künstlicher Intelligenz (KI) im Finanzwesen und zur Digitalisierung von Bankdienstleistungen.
Für die Studie des Digitalverbands Bitkom wurden 1004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik.
Insgesamt ist die Bereitschaft, der Technik weitreichende Befugnisse einzuräumen, bemerkenswert hoch: Bereits 27 Prozent wünschen sich, dass eine KI künftig den Großteil ihrer Finanzentscheidungen übernimmt. Jeder Vierte hat Chatbots wie ChatGPT schon konkret um finanziellen Rat gebeten.
Dem steht jedoch eine handfeste Sorge gegenüber: 62 Prozent der Befragten befürchten durch KI ein höheres Risiko für finanziellen Betrug.
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte, KI verändere die Finanzbranche schon jetzt. Langfristig dürfte es keine Bank geben, die auf KI verzichtet. »Viele Verbraucherinnen und Verbraucher müssen von dem Nutzen einer Finanz-KI aber noch überzeugt werden.« Finanzen seien eine Vertrauensfrage. »Daher müssen KI-Anwendungen gerade hier transparent, sicher und in ihren Aussagen nachvollziehbar sein.«
Onlinebanking ist weitverbreitet
Die Umfrage des Digitalverbands zeigt, wie weit die Digitalisierung der Finanzdienstleistungen fortgeschritten ist. Das Onlinebanking ist für die breite Masse längst Standard: 84 Prozent der Menschen in Deutschland nutzen digitale Bankangebote. Dabei hat die App den klassischen Webbrowser (69 Prozent) als wichtigsten Zugangsweg überholt: 92 Prozent der Online-Banking-Nutzer verwenden ihr Smartphone.
Für mehr als die Hälfte (51 Prozent) ist die App inzwischen der wichtigste Kontakt zu ihrer Bank. Das klassische Filialnetz gerät dadurch unter Druck: 55 Prozent der Bankkunden würde ohne Filialen nichts fehlen. Die hohe Akzeptanz des digitalen Bankings birgt zudem Ausbaupotenziale: 69 Prozent der Nutzer können sich vorstellen, die Banking-App künftig für digitale Identifizierung zu nutzen, beispielsweise als Altersnachweis.
Trotz des klaren Trends zur Digitalisierung gibt es bei den Banken noch Luft nach oben. Die Nutzer bewerten das aktuelle digitale Angebot ihrer Geldhäuser im Durchschnitt lediglich mit der Schulnote 3,0 (»befriedigend«). Wintergerst betonte, dass die Banken zwar Fortschritte gemacht hätten, die Erwartungen der Kunden an Benutzerfreundlichkeit und digitale Funktionen jedoch stetig mitwachsen.
Offene Fragen
- Wie werden Banken die Bedenken hinsichtlich Betrug und Transparenz adressieren?
- Welche konkreten Schritte werden unternommen, um die Benutzerfreundlichkeit und digitalen Funktionen von Banking-Apps zu verbessern?
- Welche Auswirkungen hat die zunehmende Nutzung von KI auf Arbeitsplätze in der Finanzbranche?





