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Kimmich als Kapitän: 'Mehr machen, weniger drüber sprechen'
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Süddeutsche Zeitung29.05.2026Sport2 dk okumaGermany

Kimmich als Kapitän: 'Mehr machen, weniger drüber sprechen'

Auf einen Blick

Joshua Kimmich spricht als neuer Kapitän der deutschen Nationalmannschaft vor der WM über seine Rolle, die Erwartungen und die Chancen des Teams, trotz der Rückstände gegenüber Favoriten wie Frankreich oder Spanien.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Kimmich übernimmt als Kapitän der Nationalmannschaft vor der WM eine zentrale Rolle.

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Kimmich, 31, spielt in diesem Sommer bereits sein sechstes großes Turnier für die deutsche Nationalelf und seine dritte Weltmeisterschaft. In der Rangliste der deutschen Rekordspieler belegt er mit 108 Einsätzen gemeinsam mit Jürgen Klinsmann Rang neun. Eine offiziell hervorgehobene Rolle hat Kimmich allerdings zum ersten Mal, es ist sein Premieren-Turnier als Mannschaftskapitän, deshalb die Frage nach den Prämien-Verhandlungen. Wie es sich für einen Kapitän gehört, machte Kimmich einen seriösen Eindruck, als er am Freitag in Herzogenaurach das erste Mal während der WM-Vorbereitung die Fragen der Journalisten beantworten musste. Er schien sich vorgenommen zu haben, bloß nichts Schlagzeilenträchtiges zu erzählen. „Weniger drüber sprechen, mehr machen, dann können wir auch ein paar Spiele gewinnen“, sagte er an einer Stelle. Ein Ziel wollte er auch nicht formulieren. „Wir sollten jetzt nicht über das Finale und den Titel nachdenken“, sagte er: „Wir sollten über die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, nachdenken.“ Ähnlich wie bei der Heim-EM 2024 sei es nämlich auch diese Art und Weise, die darüber entscheide, wie ein Turnier in Erinnerung bleibe. Als „Maßstab“ gelte das für die WM-Qualifikation entscheidende 6:0 gegen die Slowakei. Und ja, im Vergleich mit Favoriten wie Frankreich, Spanien oder Portugal „sind wir hinten dran“. Aber an einem guten Tag könne Deutschland jeden schlagen. Soweit also fürs Erste zur Mannschaft. Was Kimmich persönlich betrifft, gibt es vor dem Turnier im Grunde zwei große Fragen. Die erste: Schafft er es, als das Gesicht seiner Nationalspielergeneration, die schwachen Eindrücke der vergangenen beiden Weltmeisterschaften zu korrigieren, die für Deutschland jeweils in der Vorrunde endeten? Sie wurde ihm so ähnlich gleich zu Beginn der Pressekonferenz gestellt. Kimmich sagte: Darum gehe es überhaupt nicht. Vielmehr sei das Turnier eine „neue Chance“, die Mannschaft neu, die Voraussetzungen auch. Wie groß wird der Einfluss von Felix Nmecha auf das DFB-Spiel sein? Die zweite Frage ist eine so alte, dass sie ihm am Freitag nur über Umwege begegnete. Kimmich, der beim FC Bayern gemeinsam mit Aleksandar Pavlovic eines der erfolgreichsten Mittelfeldduos Europas bildet, spielt im Nationalteam bekanntlich aus Personalnot als Rechtsverteidiger. Dort ist er zwar auch für den Spielaufbau verantwortlich, aber es bleibt eine andere, nicht ganz so zentrale Position. An seiner Stelle spielt neben Pavlovic beim DFB ein anderer, etwa der von Bundestrainer Julian Nagelsmann hochgelobte Dortmunder Felix Nmecha. Nach dem wurde auch Kimmich gefragt, und er nannte ihn einen „der talentiertesten Burschen, die wir haben“. Nmecha, 25, sei „ein außergewöhnlicher Spieler, der einen großen Impact auf unser Spiel haben wird“. Wie dieser Einfluss genau aussehen kann, das muss Nmecha erst noch zeigen, bislang hat er erst sechs Länderspiele in seiner Statistik stehen. Beim 6:0 gegen die Slowakei, dem „Maßstab“-Spiel, wurde er zur Halbzeit eingewechselt. Danach fehlte er wegen einer Knieverletzung. Ein gesamtes Spiel über 90 Minuten gemeinsam mit Kimmich hat er demzufolge auch noch nie absolviert. Aber wie sagte es der Kapitän? Die Mannschaft ist neu, die Voraussetzungen auch.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Deutschland erreicht mindestens das Viertelfinale

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie wird sich Kimmichs Führung auf das Turniervorschreiten auswirken?
  • Kann Felix Nmecha den erwarteten Einfluss auf das Spiel haben?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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