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KNDS: Börsengang auf Eis gelegt
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KNDS: Börsengang auf Eis gelegt

Auf einen Blick

  • Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS verschiebt seinen geplanten Börsengang wegen Marktschwankungen.
  • Die Bewertung von mindestens 12,5 Milliarden Euro war für Investoren zu hoch.
  • Der geplante Einstieg des Bundes bleibt bestehen, verzögert sich aber.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS wollte Mitte Juli an die Börse gehen, doch die Pläne wurden wegen Wertverlusten bei Rüstungsaktien und Problemen bei der Investorenansprache auf Eis gelegt.

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Bis Mitte Juli will der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS an die Börse gehen - doch daraus wird erstmal nichts. Angesichts der Wertverluste bei Rüstungsaktien legt der Panzerbauer die Pläne auf Eis.

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS geht vorerst doch nicht an die Börse. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktschwankungen werde der Börsengang erst bei Wiederkehr besserer Marktbedingungen fortgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, dass die Eigentümer Probleme hätten, Investoren von der geplanten Bewertung von mindestens als 12,5 Milliarden Euro zu überzeugen. Banker hätten demnach 15 Milliarden Euro für realistisch gehalten, vor einigen Monaten sei sogar noch von bis zu 20 Milliarden die Rede gewesen.

Ende Juni hatte KNDS mitgeteilt, die Aktien sollten vor der Mitte Juli beginnenden Sommerpause im Rahmen einer Doppelnotierung in Frankfurt und Paris platziert werden. Es hätte einer der größten europäischen Börsengänge im Verteidigungssektor der vergangenen Jahre werden können. KNDS stellt neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch den Schützenpanzer Puma, gepanzerte Boxer-Fahrzeuge und Artilleriesysteme wie die Panzerhaubitze 2000 her.

Bund will bei KNDS einsteigen

Erst Anfang vergangener Woche hatten sich Deutschland und Frankreich auf die künftige Eigentümerstruktur des Unternehmens geeinigt. Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Eigentümerfamilie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS. Der französische Anteil sollte laut der von Paris und Berlin verkündeten Einigung im Zuge eines Börsengangs auf 40 Prozent sinken, der Bund sollte einen Anteil in derselben Höhe von der Wegmann-Familie übernehmen. Die restlichen 20 Prozent sollten an die Börse gebracht werden - dies wurde nun verschoben. Die Kosten für den Einstieg des Bundes wurden laut einem "Spiegel"-Bericht auf bis zu 7,2 Milliarden Euro geschätzt. Der Bund hält an den Plänen fest, allerdings dürfte sich der Einstieg nun verzögern.

KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Der Konzern beschäftigt gut 11.000 Menschen und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale sitzt in München.

Rüstungsaktien, die in der Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine stark zugelegt hatten, schwankten zuletzt teilweise stark. Im Januar hatte der tschechische Rüstungskonzern CSG zwar einen starken Start beim Börsengang hingelegt. Inzwischen hat das Papier aber mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Auch der Kurs des KNDS-Rivalen Rheinmetall ist in den letzten Tagen eingebrochen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • KNDS wird den Börsengang fortsetzen, sobald sich die Marktbedingungen stabilisieren.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Der Einstieg des Bundes in KNDS wird sich verzögern, aber weiterhin angestrebt.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wann werden die Marktbedingungen besser sein?
  • Wie wird die neue Bewertung ausfallen?
  • Wie wirkt sich die Verzögerung auf den Bundes-Einstieg aus?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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