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Kölner Dom: Schock-Werner kritisiert verkürzte Öffnungszeiten nach Eintrittsgeld-Einführung
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Kölner Dom: Schock-Werner kritisiert verkürzte Öffnungszeiten nach Eintrittsgeld-Einführung

Auf einen Blick

  • Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner kritisiert die verkürzten Öffnungszeiten des Kölner Doms seit Einführung des 12-Euro-Eintrittsgeldes.
  • Sie sieht darin ein abweisendes Signal und einen Verlust für Einheimische und Pendler.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Seit der Einführung einer Besichtigungsgebühr von 12 Euro sind die Öffnungszeiten des Kölner Doms verkürzt. Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner äußert sich kritisch dazu.

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Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hält die Öffnungszeiten des Kölner Doms seit der Einführung des Eintrittsgelds für zu kurz. «Damit erinnert der Dom noch mehr an ein Museum», sagte die heutige Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Seit der Einführung einer sogenannten Besichtigungsgebühr in Höhe von 12 Euro in der vergangenen Woche kann der Dom nur noch von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

«Bisher signalisierte das Hauptportal des Doms von frühmorgens um sechs bis abends um halb acht allen Menschen: Ihr seid willkommen», sagte Schock-Werner (78). «Jetzt allerdings bleiben die Türen an der Schauseite des Doms für viele Stunden verrammelt – auch und gerade zu den Tageszeiten, an denen ungezählte Menschen um den Dom herum unterwegs sind, insbesondere Einheimische und Pendler auf ihrem Weg zur Arbeit oder nach Hause.»

Keine Kurzbesuche mehr möglich

Erst in den letzten Tagen sei ihr so richtig klar geworden, was das für den Dom und das Verhältnis der Menschen zu ihm bedeute. Die Botschaft sei, dass Freunde und Gäste nicht willkommen seien. «Verschlossene Türen sind nun mal ein Zeichen. Der Dom wirkt abweisend. Das ist ein fatales Symbol, und ich finde das ganz furchtbar.» Viele Kölner und Pendler seien bisher vor der Arbeit oder nach Feierabend noch kurz in den Dom gegangen, um innezuhalten. «Der Gedanke daran, dass es Wichtigeres und Größeres gibt als den Ärger des Alltags, konnte bei diesen Kurzbesuchen Raum gewinnen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Welch ein trauriger Verlust!»

Positiv findet Schock-Werner dagegen, dass die Atmosphäre im Inneren des Doms «sehr viel angenehmer» geworden sei. «Das Gewühle hat aufgehört, es scheinen jetzt nur noch die wirklich Interessierten zu kommen.»

Auch weniger Betende

Das Domkapitel hat die Einführung des Eintrittsgelds mit gestiegenen Kosten begründet. Das Geld soll dazu dienen, die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb der gotischen Kathedrale zu finanzieren. Betende erhalten weiter gratis Zugang, allerdings nur für einen abgetrennten Bereich. Schock-Werner hat auch hier Kritik: Wegen einer Langzeit-Baustelle auf der Domplatte sei der für Betende vorgesehene Eingang an der Nordseite des Doms nur schwer erreichbar. «Als ob die Verantwortlichen gar nicht wollen, dass Menschen in den Dom kommen. Nach meinen Beobachtungen in den ersten Tagen hat auch deren Zahl stark abgenommen, auch beim Mittagsgebet, das bislang immer im Mittelschiff des Doms stattfand.»

Barbara Schock-Werner war von 1999 bis 2012 Dombaumeisterin, die erste Frau in diesem Amt. Nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame 2019 wurde sie Koordinatorin der deutschen Hilfen für die Restaurierung. 2024 übernahm sie die Leitung des Zentral-Dombau-Vereins, dessen Mitglieder den Unterhalt des Doms wesentlich mitfinanzieren.

Offene Fragen

  • Wie wird sich die Einnahme durch das Eintrittsgeld entwickeln?
  • Gibt es Pläne zur Anpassung der Öffnungszeiten?
  • Wie reagiert das Domkapitel auf die Kritik?

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This article was originally published by Die Zeit.

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