Kuba soll mehr als 300 Militärdrohnen aus Russland und Iran gekauft haben
Auf einen Blick
- Berichten zufolge hat Kuba über 300 Militärdrohnen aus Russland und dem Iran erworben und erwägt Angriffe auf Guantánamo.
- Die kubanische Regierung weist die Anschuldigungen zurück und bezeichnet die USA als Aggressor.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Kuba hat laut einem Bericht über 300 Militärdrohnen aus Russland und dem Iran erworben und erwägt Angriffe auf die US-Basis Guantánamo. Die kubanische Regierung weist die Anschuldigungen zurück und bezeichnet die USA als Aggressor, während sie sich auf das Recht zur Selbstverteidigung beruft. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nehmen zu, verschärft durch Kubas schwere Wirtschaftskrise und den Wegfall venezolanischer Öllieferungen.
Kuba hat einem Bericht des Nachrichtenportals „Axios“ zufolge mehr als 300 Militärdrohnen erworben und Szenarien für mögliche Angriffe auf den US-Militärstützpunkt Guantánamo im Südosten der Karibikinsel erörtert. Es handele sich um „eine wachsende Bedrohung“, zitierte „Axios“ am Sonntag einen namentlich nicht genannten US-Regierungsvertreter. Demnach beschaffte sich Kuba seit 2023 Kampfdrohnen aus Russland und dem Iran und strebt den Kauf weiterer Drohnen an.
Die kubanische Regierung wies den Bericht zurück. Die US-Regierung versuche mit fadenscheinigen Argumenten „einen rücksichtslosen Wirtschaftskrieg gegen das kubanische Volk und eine mögliche militärische Aggression zu rechtfertigen“, schrieb Kubas Außenminister Bruno Rodríguez im Onlinedienst X.
Sein Stellvertreter Carlos Fernández de Cossío sprach von „immer unglaubwürdigeren“ Anschuldigungen. „Die Vereinigten Staaten sind der Aggressor“, schrieb er auf X. Kuba berufe sich als das „angegriffene Land“ auf das Recht auf Selbstverteidigung.
Die Spannungen zwischen Kuba und den USA hatten in den vergangenen Monaten zugenommen. Kubanische Regierungsvertreter warfen Washington vor, einen Vorwand für einen militärischen Angriff gegen die kommunistisch regierte Insel zu suchen.
Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo. Derzeit steckt Kuba in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.
Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellt. Am Donnerstag teilte die Regierung in Havanna mit, die von Russland gelieferten Ölreserven seien nun „aufgebraucht“. Die Stromversorgung brach erneut großflächig zusammen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Eskalation der Spannungen zwischen Kuba und den USA.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Verschärfung der Wirtschaftskrise in Kuba aufgrund von Energieknappheit.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Sind die Anschuldigungen über den Kauf von Militärdrohnen durch Kuba wahr?
- Welche konkreten Angriffsszenarien wurden erörtert?
- Wie wird die US-Regierung auf die kubanischen Reaktionen reagieren?
- Welche Rolle spielen Russland und der Iran bei den angeblichen Drohnenkäufen?


