Lothar Matthäus kritisiert Fifa-Präsident Gianni Infantino scharf
Nach gescheiterten Investoren-Plänen und Kritik der Uefa gerät Fifa-Chef Gianni Infantino massiv unter Druck.
Auf einen Blick
- Lothar Matthäus kritisiert Fifa-Präsident Gianni Infantino scharf für dessen Investorenpläne und das Timing.
- Nach massivem Widerstand und rechtlichen Verdchtigungen der Uefa wegen eines Hinterzimmerdeals steht Infantino unter Druck.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Gianni Infantino plante den Verkauf von Anteilen der neu zu gründenden Fifa Forward Enterprise, zog die Pläne jedoch nach massivem Widerstand zurück.
War es ein XXL-Vorhaben zu viel? Lothar Matthäus hat Fifa-Präsident Gianni Infantino für seine Investoren-Idee und das Timing der Pläne scharf kritisiert. „Er hat für seine Pläne einen der falschesten Zeitpunkte ever gewählt“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky. „Zum anderen gibt es für mich kaum etwas Unsinnigeres als diese Idee.“
Infantino habe zwar auch „einiges richtig gemacht in der Vergangenheit“, so der Rekord-Nationalspieler. Es sei nicht alles verkehrt gewesen in seiner Amtszeit, „auch wenn es bei ihm immer ums Geld geht“, sagte Matthäus. „Aber jetzt hat er es übertrieben. Er ist schlecht beraten worden oder hat sich gar nicht beraten lassen.“ Infantino bekomme „wahrscheinlich jetzt seine Quittung und das, was sich viele seiner Gegner gewünscht haben“.
Infantino wollte mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte des Fußball-Weltverbandes etwa an der WM eine Milliardensumme einnehmen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war. Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt. Nach massivem Widerstand zog Infantino die Pläne zurück.
Uefa erhebt schweren Verdacht
Zuletzt drohte die Europäische Fußball-Union (Uefa) dem Fifa-Boss mit rechtlichen Schritten. In einem Schreiben an den Spitzenfunktionär erhob die Uefa den schweren Verdacht, der Schweizer sowie Geschäftspartner könnten Beweise vernichten wollen.
Die Uefa wähnt bei dem gescheiterten Hinterzimmerdeal Unregelmäßigkeiten. „Sie und die Fifa sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der Fifa befinden“, beschied die Europäische Fußball-Union energisch.
Infantino, der sich eigentlich am 18. März 2027 ein letztes Mal für weitere vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen möchte, steht massiv unter Druck.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Gianni Infantino stellt sich am 18. März 2027 zur Wiederwahl
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Welche rechtlichen Schritte leitet die Uefa ein?
- Wie reagiert die Fifa auf die Beweissicherungs-Forderung?


