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Merz fordert geringeren EU-Haushalt
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Die Zeit19.06.2026Politik1 dk okumaGermany

Merz fordert geringeren EU-Haushalt

Auf einen Blick

  • Bundeskanzler Friedrich Merz fordert eine deutliche Reduzierung des vorgeschlagenen EU-Haushalts für die Jahre ab 2028.
  • Er bezeichnete den aktuellen Vorschlag als zu hoch und betonte, dass die EU sich nicht weiter verschulden solle.
  • Andere Nettozahler wie die Niederlande und Schweden unterstützen diese Forderung.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der EU-Haushalt wird für sieben Jahre festgelegt und überwiegend aus Beiträgen der Mitgliedstaaten finanziert. Deutschland ist der größte Beitragszahler.

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Im Ringen um den neuen billionenschweren EU-Haushalt drängt Bundeskanzler Friedrich Merz auf einen deutlich geringeren Umfang als bislang vorgeschlagen. «Der auf dem Tisch liegende Vorschlag ist deutlich zu hoch. Die Zahlen müssen runter», sagte Merz am Rande eines Treffens mit den EU-Staats- und Regierungschefs, bei dem über den Etat ab 2028 diskutiert werden soll. «Es muss ein neuer Vorschlag auf den Tisch.»

Deutschland größter Beitragszahler

Der EU-Haushalt ist eines der politisch sensibelsten Themen in Brüssel. Er wird für sieben Jahre festgelegt und überwiegend aus einem Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten finanziert. Als größte Volkswirtschaft der EU trägt Deutschland den mit Abstand größten Teil bei.

Vergangene Woche hatte die zyprische Ratspräsidentschaft einen neuen Verhandlungsvorschlag vorgelegt, der beim EU-Gipfel als Gesprächsgrundlage dient. Der Vorschlag sieht eine Verkleinerung des von der EU-Kommission vorgeschlagenen Budgets von 1,76 Billionen Euro um rund zwei Prozent vor. Das entspricht rund 32,8 Milliarden Euro.

Merz: Bis Ende des Jahres zur Entscheidung kommen

Man müsse sich auch über die Einnahmen der EU unterhalten, sagte Merz weiter. «Wir können nur so viel Geld ausgeben, wie wir auch haben». Die EU solle sich nicht weiter verschulden. Auch bekräftigte Merz das Ziel, in diesem Jahr zu einer Entscheidung zu kommen. «Das ist, glaube ich, wichtig auch für die Planbarkeit des gesamten Budgets der Europäischen Union.»

Auch andere Länder, die unter dem Strich mehr in den Haushalt einzahlen als sie herausbekommen, fordern Kürzungen beim Haushaltsvorschlag. Dazu zählen etwa die Niederlande oder Schweden.

Offene Fragen

  • Wie hoch wird der endgültige EU-Haushalt sein?
  • Welche Kompromisse werden erzielt?

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This article was originally published by Die Zeit.

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