Meta kündigt knapp 8.000 Stellenstreichungen an – Konzern will Cashflow stärken
Personalchefin bestätigt Kündigungswelle gegenüber heise online / 6.000 Stellenangebote werden zurückgezogen / Milliarden-Investitionen in KI-Rechenzentren belasten Finanzplan
Auf einen Blick
- Meta Platforms hat intern eine neue Kündigungswelle angekündigt, die knapp 8.000 Stellen betrifft – etwa ein Zehntel der Belegschaft.
- Der Konzern bestätigte einen entsprechenden Bericht Bloombergs.
- Die Betroffenen sollen am 20.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Meta Platforms investiert massiv in KI-Infrastruktur. Die Ausgaben für Rechenzentren sollen heuer 115-135 Milliarden Dollar erreichen – mehr als das Umlaufvermögen des Konzerns. Trotz rekordverdächtigem Werbegeschäft erzwingen die hohen Investitionen einen Stellenabbau.
Meta Platforms hat intern eine neue Kündigungswelle angekündigt. Die Belegschaft soll um ein Zehntel gekürzt werden. Das entspricht knapp 8.000 Kündigungen. Einen entsprechenden Bericht Bloombergs hat Meta gegenüber heise online als korrekt bestätigt, sonst äußert sich der Datenkonzern nicht dazu.
Die Kündigungen werden ausdrücklich auch Mitarbeiter betreffen, die „wertvolle Beiträge” geleistet haben, schreibt Personalabteilungsleiterin Janelle Gale in einem internen Rundschreiben. Es liegt dem Wall Street Journal vor. Die Betroffenen sollen am 20. Mai informiert werden. Außerdem zieht der Datenkonzern 6.000 Stellenausschreibungen zurück.
Als Gründe für die Kündigungswelle führt Gale Effizienzgewinne und Ausgleich für Investitionen an. Im Vorjahr hat Meta gut 72 Milliarden US-Dollar für längerfristige Anlagegüter ausgegeben – vorwiegend Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dieses Jahr soll dieser Posten auf 115 bis 135 Milliarden Dollar steigen. Das übersteigt selbst Metas Umlaufvermögen. Und, einmal gebaut, verursachen die Rechenzentren Betriebskosten. Um den Cashflow zu stärken, hat das Management beschlossen, tausenden Mitarbeitern zu kündigen.
Bei der Abteilung für das durchgefallene Metaverse hat Meta Platforms dieses Jahr bereits zweimal den Rotstift angesetzt: Anfang des Jahres wurden 1.500 Angestellte gegangen, im März weitere 700.
Dabei läuft das klassische Werbegeschäft Metas blendend. Mehr Nutzer denn je schauen auf Meta Platforms Diensten mehr Reklame denn je. Gleichzeitig kann Meta dafür mehr Geld verrechnen denn je. Das vierte Quartal 2025 war ein neues Rekordquartal für den Konzern. Der Quartalsumsatz war annähernd ein Viertel höher als ein Jahr zuvor und erreichte fast 60 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zahlt Meta deutlich weniger Steuern. Die Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 möchte Meta kommende Woche verlautbaren.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Meta wird Q1 2026 Finanzergebnisse kommende Woche veröffentlichen
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Weitere Stellenreduzierungen in den kommenden Quartalen möglich
Möglich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie genau werden die 8.000 Kündigungen verteilt?
- Welche Abteilungen sind besonders betroffen?
- Wie wird die Produktivität trotz Stellenabbau aufrechterhalten?






