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MG startet Premium-Offensive mit neuer Marke IM
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MG startet Premium-Offensive mit neuer Marke IM

Auf einen Blick

  • MG, eine Marke von SAIC, erweitert sein Portfolio um die neue Premium-Submarke IM.
  • Mit den Modellen IM5 (Limousine) und IM6 (SUV) zielt das Unternehmen auf den Premium-Markt und will mit fortschrittlicher Technologie und moderaten Preisen gegen Tesla und andere Konkurrenten antreten.
  • Die Markteinführung in Europa ist für Herbst geplant.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

MG, eine britische Marke im Besitz des chinesischen SAIC-Konzerns, war bisher auf erschwingliche Klein- und Kompaktwagen spezialisiert. Nun plant das Unternehmen den Aufstieg in die Premiumklasse mit der neuen Submarke IM.

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Bislang setzte die Marke von SAIC in Europa vor allem auf bezahlbare Klein- und Kompaktwagen. Mit zwei neuen Modellen soll sich das ändern. Ab Herbst soll die Premium-Offensive starten. Michael Specht 07.07.2026 - 10:47 Uhr Quelle: Spotpress Artikel anhören

Die neue Marke IM tritt gegen Tesla und Co. an. Foto: MG

Paris. Erfolg macht mutig und erhöht bisweilen die Risikobereitschaft. Zu beobachten ist dies derzeit bei MG. Die britische Marke, sie gehört seit fast 20 Jahren zum chinesischen Autokonzern SAIC, tummelte sich bislang im Markt der sogenannten Brot-und-Butterautos, und dies recht vielversprechend.

Im Jahr 2025 verkaufte SAIC über 4,5 Millionen Autos. Der MG4 EV, ein Kompaktmodell in Golf-Größe, avancierte bei uns in kurzer Zeit zum meistverkauften Elektroauto aus chinesischer Produktion. Mittlerweile zählen auch zwei SUVs – der S5 EV und der S6 EV – zum europäischen Portfolio.

Jetzt plant man den Aufstieg in die Premium-Klasse, gründete hierzu schon vor über fünf Jahren die Submarke IM. Die Buchstaben – ausgesprochen „Ei-Emm“ – stehen für die englische Bezeichnung „Intelligence in Motion“. Untermauert werden soll der Premiumanspruch durch neu entwickelte Technologien.

So sind die 4,93 Meter lange Businesslimousine MG IM5 und das technisch identische SUV IM6 (4,90 Meter) die ersten Elektromodelle für Europa, die auf einer 800-Volt-Architektur basieren, Heck- oder Allradantrieb sowie Allradlenkung haben.

Trotz üppiger Ausstattung und hochwertiger Qualität im Interieur will MG sich preislich auf moderatem Niveau bewegen, zielt hierzulande wie schon im Heimatland hauptsächlich auf Tesla. Doch auch Xpeng, Xiaomi und Zeekr, eine Premiummarke von Geely, dürften zum IM-Umfeld zählen. Weniger im Fokus hat man dagegen die deutlich teureren Modelle von BMW, Audi und Mercedes.

Etablierter Vertrieb soll in Deutschland helfen

Für den IM5 sind mindestens 53.990 Euro fällig. Das SUV IM6 startet bei 56.990 Euro. Um mit solchen Preisen noch Gewinne zu erwirtschaften, braucht es zum einen die günstige Produktion in China, zum anderen einen schon etablierten Vertrieb in Europa. Der ist vorhanden. IM wird damit weder eigene Showrooms noch exklusive Händler erhalten, sondern vollständig ins bestehende Netz eingebunden.

Die Mehrzahl der Kunden dürfte sich auch bei uns für die praktikablere SUV-Variante entscheiden. Das Platzangebot ist aufgrund des fast drei Meter langen Randstands üppig und wird subjektiv durch das riesige Panoramadach noch verstärkt.

Der neue IM6 fährt fast 270 km/h schnell. Foto: MG

Hinter den Rücksitzen bleibt Raum für 665 Liter an Gepäck, liegen die Lehnen flach, sind es bis zu 1.640 Liter. Wert hat MG auch auf den Komfort gelegt. Eine doppelte Verglasung soll die Fahrgeräusche merklich mindern, eine optionale Luftfederung den Reisekomfort erhöhen.

Im Boden steckt ein Akku mit einer Kapazität von 100 kWh. MG gibt eine WLTP-Reichweite von 625 Kilometern (Heckantrieb) und 545 Kilometern für die Version mit zwei Elektromotoren (Allrad) an. Während der Heckantriebsvariante eine Leistung von 300 kW/407 PS und ein Drehmoment von 500 Newtonmeter zur Verfügung stehen, wird es beim IM6-Allrad schon richtig knackig: 553 kW/751 PS und 802 Nm Drehmoment. Das technische Datenblatt weist 3,5 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h auf. Bei 220 km/h wird das SUV abgeregelt.

Extrem schnell wieder voll

Stolz sind die chinesischen IM-Entwickler auf die Ladetechnik. An DC-Schnellladesäulen sollen bis zu knapp 400 kW möglich sein. Im optimalen Umfeld könnte so der Akku von zehn auf 80 Prozent seiner Kapazität in 17 Minuten gebracht werden, hätte dann genügend Energie für die nächsten 355 Kilometer.

Weit vorn fühlt man sich bei MG auf jeden Fall in Sachen Konnektivität, Fahrassistenz und Infotainment. Das Cockpit ziert ein lang gezogenes Panoramadisplay, in der Mitte darunter sitzt zusätzlich ein vertikaler Bildschirm, über den nahezu sämtliche Bedienung (Touch) läuft. Sogenannte Hardkeys, also physische Schalter, sind weitestgehend verbannt. Damit geht MG genau den umgekehrten Weg, wie er gerade bei den deutschen Autobauern stattfindet, die vermehrt auf Touchflächen verzichten.

Bildschirme sind das zentrale Gestaltungselement im Innenraum. Foto: MG

Neu im Cockpit beider IM-Modelle ist ein sogenannter Rainy Night Mode. Er hilft bei Regen und Dunkelheit, in unübersichtlichen Situationen (Abbiegen, Fußgänger, Fahrradfahrer etc.) den Durchblick zu wahren. Das Verkehrsgeschehen wird auf dem Display angezeigt.

Nicht minder fortschrittlich dürfte der One-Touch iAD-Parkassistent sein. Ein Fingertipp auf das Symbol im Display genügt, und der Wagen parkt automatisch längs oder quer ein und kann sogar bis zu 100 Meter den identischen Weg zurückfahren, falls man sich einmal in einer engen Sackgasse verirrt hat.

Beschleunigung auf Porsche-Niveau

Mit den gleichen technischen Features ist der MG IM5 ausgestattet, auch was Batterie und Motoren angeht, herrscht Identität. Die Fünfmeter-Limousine im Fastback-Look schafft dank ihrer besseren Aerodynamik gegenüber dem SUV sogar eine Reichweite von bis zu 710 Kilometern (Heckantrieb).

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Die Version mit Allrad kommt auf 575 Kilometer und kann dank der Leistung von 553 kW (751 PS) ihre Passagiere auf Porsche-Turbo-Niveau in die Sitze drücken: Nach 3,2 Sekunden fällt die 100-km/h-Marke. Auch mit der Höchstgeschwindigkeit geizen die Chinesen nicht, regeln den IM5 erst bei 268 km/h ab. Es könnte sogar noch schneller gehen, der limitierende Faktor sind in diesem Fall die Reifen.

Mehr: Bereit für die Masse – MG läutet in Europa die nächste Phase ein

Erstpublikation: 06.07.2026, 11:06 Uhr.

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • IM wird sich als ernstzunehmender Konkurrent im Premium-Elektroautomarkt etablieren.

    Möglich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wie wird die 800-Volt-Architektur im Alltag performen?
  • Wie wird die Kundennachfrage nach physischen Schaltern im Vergleich zu Touchscreens sein?
  • Wie wird sich die Konkurrenzsituation im Premium-Segment entwickeln?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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