Newsgather
BackMilliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock-Warnemünde
Milliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock-Warnemünde
In Entwicklung
Spiegel Wirtschaft17.06.2026Business2 dk okumaGermany

Milliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock-Warnemünde

Auf einen Blick

  • Die Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde erhält einen Milliardenauftrag zum Bau von Windstrom-Plattformen für den Netzbetreiber 50Hertz.
  • Dies schafft über 500 neue Arbeitsplätze und stärkt den Standort.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde hat einen Milliardenauftrag für den Bau von Konverterplattformen zur Anbindung von Offshore-Windparks erhalten. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern.

Schriftgröße

Dieser Ausdruck wurde am 17.06.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht

Mehr als 500 neue Arbeitsplätze Milliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock-Warnemünde

Von der Energiewende profitiert nun Mecklenburg-Vorpommern. Die Rostocker Neptun-Werft hat einen Großauftrag an Land gezogen. Sie soll Konverter zur Anbindung von Windparks auf See an Stromleitungen bauen.

17.06.2026, 10.29 Uhr

Der Stromnetzbetreiber 50Hertz vergibt bei der Energiewende einen Milliardenauftrag überwiegend nach Rostock. Wie das Unternehmen in Berlin mitteilte, soll ein Konsortium aus den Unternehmen Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables eine große Windstrom-Plattform errichten. Dabei geht es um ein sogenanntes Konvertersystem für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2. Es bestehe aus einer Plattform auf dem Meer und einer Station an Land.

Neptun Smulders ist ein Gemeinschaftsunternehmen der zur Meyer-Gruppe gehörenden Neptun-Werft im Rostocker Stadtteil Warnemünde und des belgischen Stahlkonzerns Smulders. In Rostock werde der Großteil der Konstruktion und Fertigung erfolgen, hieß es. Durch die Aufträge könnten langfristig mehr als 500 neue Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern bei den beteiligten Unternehmen und Zulieferern geschaffen werden.

Windparks auf See spielen eine wichtige Rolle bei der Energiewende. Sie sollen Deutschland auch unabhängiger von anderen Energielieferungen machen. Eine Konverterplattform sieht ähnlich aus wie eine Ölbohrinsel. Darin wird der von den Windkraftanlagen auf See produzierte Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt, an die Küste transportiert und von dort in große Verbrauchszentren im Land. Gleichstrom hat bei langen Transportwegen deutlich geringere Verlustwerte als Wechselstrom.

Ministerpräsidentin Schwesig feiert Milliardenauftrag

Für eine weitere Konverter-Plattform in gleicher Dimension sind laut 50Hertz Verhandlungen mit Neptun Smulders Offshore Renewables aufgenommen worden. Auch dafür sollten wesentliche Komponenten in Rostock-Warnemünde gefertigt werden. Kommt dieser Auftrag zustande, würden sich die beiden Projekte zusammen auf ein Volumen für Neptun Smulders von rund 2,5 Milliarden Euro überwiegend für Produktion und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern summieren.

Die Offshore-Konverter sollen in der Nordsee rund 200 Kilometer westlich der Insel Sylt installiert werden. Der Start des Betriebs des Projekts North Sea Connector 2 ist bis Ende 2034 geplant.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach von einem großen Tag für ihr Bundesland. Der Großauftrag stärke Mecklenburg-Vorpommern als bedeutenden Werften- und Industriestandort. 50Hertz-Chef Stefan Kapferer sagte, es sei ein gutes Signal, dass eine deutsche Werft beteiligt sei.

kig/dpa

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Verhandlung über zweite Konverter-Plattform wird erfolgreich abgeschlossen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wann genau beginnen die Bauarbeiten?
  • Wie viele weitere Aufträge sind geplant?

Verwandte Themen

This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem ThemaWindenergie