Mohamed Abdilaahi bricht Dieter Baumanns 3000m-Rekord
Lauf-Ass Mohamed Abdilaahi hat mit einem fantastischen Rennen den letzten deutschen Freiluft-Rekord von Dieter Baumann ausgelöscht und beim Diamond-League-Meeting in Shanghai die Weltelite besiegt.
Der 27 Jahre alte gebürtige Mönchengladbacher siegte über 3000 m mit der Jahresweltbestleistung von 7:25,77 Minuten und blieb fast fünf Sekunden unter Baumanns alter Marke aus dem Jahr 1998 (7:30,50).
Abdilaahi, der Baumann bereits die nationalen Rekorde über 5000 und 10.000 m abgenommen hatte, setzte sich in Shanghai vor Reynald Cheruiyot (Kenia, 7:26,11), dem WM-Dritten über 1500 m, und dem Schweden Andreas Almgren (7:26,48), WM-Dritter über 10.000 m, durch. Vierter wurde Ex-Weltmeister Timothy Cheruiyot aus Kenia.
Dritter Rekord in diesem Jahr
»Ich habe vor dem Rennen schon an den Rekord gedacht. Das ist mein drittes Rennen in diesem Jahr und mein dritter deutscher Rekord, einfach unglaublich«, sagte Abdilaahi, der sich im Januar die Bestmarke im 10-km-Straßenlauf gesichert und im März den Baumann-Rekord über 10.000 m geknackt hatte.
In der »ewigen« Bestenliste über die nicht olympischen, aber sehr traditionsreichen 3000 m setzte sich Abdilaahi auf den 15. Platz – vor Äthiopiens Laufikone Kenenisa Bekele.
Ausrufezeichen durch Schilder
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry war zuvor mit einer mäßigen Leistung in die Freiluftsaison gestartet. Die 27-Jährige kam nicht über Platz acht mit 18,55 m hinaus. Damit blieb Mabry deutlich unter ihrer Bestleistung von 20,37 m, die sie im Februar bei der Hallen-DM in Dortmund erzielt hatte.
Überlegende Siegerin wurde die niederländische Weltmeisterin Jessica Schilder mit dem Diamond-League-Rekord von 21,09 m vor Hallen-Weltmeisterin Chase Jackson (USA, 20,46). Schilder übertraf damit als erste Frau seit Valerie Adams im Juli 2012 die 21-Meter-Marke. Nur Adams hat in den vergangenen 25 Jahren weiter gestoßen als Schilder, die ihre bisherige Bestleistung um 40 Zentimeter überbot.
Das Meeting in China war für Mabry der erste Start unter ihrem neuen Namen. Bis zu ihrer Heirat mit Footballprofi Tyler Mabry Ende März war sie als Yemisi Ogunleye an den Start gegangen. Saisonhöhepunkt ist für Mabry die EM im August in Birmingham, dort wird Schilder die große Favoritin sein.






