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Mönch in Jerusalem: "Krieg ist ein sittliches Übel"
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Die Zeit17.05.2026Opinion1 dk okumaGermany

Mönch in Jerusalem: "Krieg ist ein sittliches Übel"

Auf einen Blick

  • Mönch Nikodemus Schnabel aus Jerusalem bezeichnet Krieg als "sittliches Übel".
  • Er schildert die Brutalität und Zerstörung, die er aus seiner Seelsorgearbeit kennt: von Schutzbunkern über traumatisierte Kinder bis zur Vernichtung von Dörfern und Kulturgütern.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Mönch und Abt Nikodemus Schnabel aus Jerusalem äußert sich zur Natur des Krieges und seiner Folgen. Er stützt seine Aussagen auf seine Erfahrungen als Seelsorger in einer Konfliktregion.

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Denn einmal entflammte Gewalt lässt sich nicht mehr zähmen – glaubt der Mönch und Abt in Jerusalem Nikodemus Schnabel

Jeder Krieg beginnt mit Pathos und endet mit Leichensäcken. Ausnahmslos jeder Krieg in der gesamten Menschheitsgeschichte auf dieser Erde war, ist und wird ein sittliches Übel sein. Am Krieg gibt es nichts schönzureden. Kriege sind immer dreckig, brutal, zerstörerisch, und den höchsten Preis zahlen stets die Verletzlichsten.

Ich weiß, was Krieg bedeutet, denn ich lebe als Mönch in Jerusalem. Alles, was ich hier schildere, kenne ich aus meiner Arbeit als Seelsorger: schlaflose Nächte im Schutzbunker, traumatisierte Kinderseelen und verzweifelte Eltern, deren Söhne und Töchter als Soldaten in den Krieg ziehen müssen und wesensverändert zurückkehren. Krieg bedeutet, dass Hinterbliebene die zerfetzten Leichname ihrer Angehörigen identifizieren müssen, dass Jugendlichen ihre Zukunft geraubt wird, dass Familien mitsamt ihrer Geschichte ausgelöscht werden, da Krieg nicht nur Menschenleben vernichtet, sondern ganze Dörfer dem Erdboden gleichmacht. Krieg zerstört Biografien, Krieg zerstört Kulturgüter, Krieg zerstört die Natur.

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Konflikte in Jerusalem inspirierten diese Reflexionen?
  • Gibt es Lösungsansätze oder Friedensappelle, die über die reine Verurteilung von Krieg hinausgehen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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