Münchner OB Krause fordert Wohnungsbau-Engagement von Großkonzernen
Auf einen Blick
- Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) fordert internationale Großkonzerne auf, sich am Wohnungsbau in der Stadt zu beteiligen.
- Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum und der Ansiedlung von Unternehmen wie Google, sieht er eine Verantwortung der Firmen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
In München fehlen tausende Wohnungen, was zu extrem hohen Mieten führt. Kritiker sehen den Zuzug gutverdienender Fachkräfte als Belastung für den angespannten Immobilienmarkt.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) fordert, dass sich internationale Großkonzerne im Münchner Wohnungsbau engagieren. «Internationalität ist eine Bereicherung für die Stadt. Und natürlich findet die stärkste wirtschaftliche Entwicklung momentan im IT-Bereich statt», sagte der Grünen-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstagsausgabe). Sich in der Region ansiedelnde Unternehmen hätten eine Verantwortung, die viele etwa in der Stadtgestaltung auch annehmen würden. «Aber ich sehe sie auch in der Pflicht beim Werkswohnungsbau.»
In München fehlen aktuell mehrere Tausend Wohnungen, Wohnraum ist zum Teil extrem teuer. Kritiker sehen den Zuzug von immer mehr Top-Verdienern als Belastung für den ohnehin schon angespannten Immobilienmarkt. Zuletzt hatte etwa Google angekündigt, seine Präsenz in München auszubauen.
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU) befürwortet Krauses Forderung. Die Schaffung von Wohnraum sei ein Zusammenspiel von privaten, staatlichen und kommunalen Maßnahmen, sagte der CSU-Politiker der Zeitung. «Wenn Unternehmen ebenfalls Wohnraum schaffen, um im Wettbewerb um die besten Fachkräfte ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern, ist das nur zu begrüßen.»
Offene Fragen
- Wie werden Unternehmen auf die Forderung reagieren?
- Welche konkreten Modelle des Wohnungsbaus sind denkbar?
