Newsgather
ZurückNationaler Sicherheitsrat tagt zu Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig
Nationaler Sicherheitsrat tagt zu Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig
EILMELDUNG
Spiegel Deutschlandvor 4 TagenPolitik1 Min. LesezeitGermany

Nationaler Sicherheitsrat tagt zu Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig

Eine mit Sprengstoff beladene Drohne am Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt Politik und Justiz. Nun hat der Nationale Sicherheitsrat unter Kanzler Merz beraten.

Auf einen Blick

  • Nach dem Fund einer sprengstoffbeladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat der Nationale Sicherheitsrat unter Kanzler Friedrich Merz getagt.
  • Die Bundesanwaltschaft ermittelt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe einer Antonow-Transportmaschine entdeckt.

Schriftgröße

Mit Kanzler Merz Nationaler Sicherheitsrat tagt zu Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig

Eine mit Sprengstoff beladene Drohne am Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt seit Anfang der Woche Politik und Justiz. Nun hat ein hohes Gremium der Bundesregierung darüber beraten.

Der Nationale Sicherheitsrat hat unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz getagt, um in einer Telefonkonferenz den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle zu besprechen. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Der Bundeskanzler stehe dazu in fortwährendem Austausch mit Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) und anderen Mitgliedern der Bundesregierung.

Am späten Dienstagabend war auf der südlichen Start-und-Lande-Bahn des Flughafens eine Drohne entdeckt worden. Nach SPIEGEL-Informationen sah ein Busfahrer kurz vor Mitternacht, wie sie auf niedriger Höhe in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 schwebte. Mit einem Tritt soll er das Fluggerät zu Boden gedrückt haben. Der Flughafen Leipzig/Halle gilt als eines der wichtigsten europäischen Frachtdrehkreuze.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Spezialisten der Bundespolizei stellten später fest, dass an der Drohne rund ein halbes Kilogramm Sprengstoff befestigt war. Dabei handelte es sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen um Semtex, einen Plastiksprengstoff, der sowohl militärisch als auch bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt wird.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Donnerstag die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen übernommen und vor einem Versuch gewarnt, die nationale Sicherheit zu gefährden.

Das ukrainische Luftfahrtunternehmen Antonow ist bereits seit 2006 mit einer Wartungsbasis am Flughafen Leipzig/Halle vertreten. Infolge des russischen Angriffskriegs hat Antonow seine Flotte komplett auf den sächsischen Airport verlegt. Derzeit errichten die Ukrainer dort einen neuen Hangar. Nach SPIEGEL-Informationen werden die Antonow-Maschinen immer wieder auch für Waffentransporte durch die Nato, die Bundeswehr und die Ukraine verwendet.

Offene Fragen

  • Steckt Russland hinter dem Drohnenvorfall?
  • Wie gelangte die Drohne auf das Flughafengelände?

Verwandte Themen

This article was originally published by Spiegel Deutschland.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem Themanationaler sicherheitsrat