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NATO-Staaten investieren in Infrastruktur für Verteidigung
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Tagesschau Wirtschaft2 g önceDefense3 dk okumaGermany

NATO-Staaten investieren in Infrastruktur für Verteidigung

Auf einen Blick

  • NATO-Staaten weiten Verteidigungsausgaben aus und investieren in sicherheitsrelevante Infrastruktur.
  • Studien prognostizieren BIP-Wachstum, Steuereinnahmen und Millionen neuer Jobs in Europa, insbesondere in Deutschland.
  • Privates Kapital ist für die Finanzierung notwendig.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

NATO-Staaten erhöhen Verteidigungsausgaben und investieren zusätzlich in sicherheitsrelevante Infrastruktur. Eine Studie von EY Parthenon und DekaBank analysiert die wirtschaftlichen Folgen.

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Im Zuge der massiven Ausweitung der Verteidigungsausgaben haben sich die NATO-Staaten darauf geeinigt, nicht nur Geld für Rüstungsgüter und die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte auszugeben, sondern auch in die sicherheitsrelevante Infrastruktur zu investieren.

"Investitionen in Infrastruktur - von Mobilität über Energie bis zu Häfen, Flughäfen, Schutzräumen und Cyber-Sicherheit - bilden das Rückgrat militärischer Fähigkeiten", sagte Jan Friedrich Kallmorgen. Er verantwortet als Partner die geopolitische Strategieberatung bei EY Deutschland.

Nicht nur das Militär profitiert

Nicht nur der Verteidigungsbereich dürfte davon profitieren, sondern die Volkswirtschaften insgesamt, so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Beratungsgesellschaft EY Parthenon und der DekaBank.

Insgesamt werde das BIP durch höhere Investitionen und Produktionen um etwa 1,5 Prozent steigen. Hinzu komme, dass allein in Deutschland jährlich zusätzlich rund 17,2 Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben generiert werden. Diese resultiere insbesondere aus Einkommensteuern, Unternehmenssteuern sowie Sozialversicherungsbeiträgen.

Tausende neue Jobs entstehen

Vor allem Unternehmen aus der Baubranche dürften neue Aufträge erhalten, aber auch Firmen aus dem Informations- und Kommunikationsbereich. Logistikunternehmen sind davon betroffen und die Elektroindustrie.

Die Studienautoren gehen davon aus, dass durch diese Investitionen rund 4,4 Millionen Arbeitsplätze in Europa geschaffen werden, sofern sie wie vorgesehen zusätzlich entstehen. Allein in Deutschland könnten es 723.000 neue Jobs sein.

Die anstehenden Investitionen können Deutschland und Europa den konjunkturellen Rückenwind geben, der aktuell so dringend benötigt wird, sagt Sandra Krusch, Managing Partner EY-Parthenon in Deutschland.

"Zugleich bieten sie die Chance für eine umfassende Modernisierung in den Bereichen Logistik, Verkehr und Energie - und stärken damit nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Wirtschaftsstandort."

Hoher Investitionsbedarf trifft auf knappe öffentliche Kassen

Der hohe Investitionsbedarf ist das eine. Dass es heute schon in Deutschland und in vielen anderen europäischen Staaten einen Investitionsstau gibt, ist das andere.

Hinzu kommt, dass der Staat die hohen Kosten nicht allein wird schultern können. "Ohne privates Kapital ist eine ausreichende Resilienz nicht erreichbar", gibt Matthias Danne, ehemaliger Vorstand der DekaBank zu bedenken.

Hohe Vorlaufzeiten

Ein Großteil der verteidigungsrelevanten Infrastrukturmaßnahmen entfällt zudem auf langfristige Projekte, die hohe Vorlaufzeiten haben. Die Genehmigungsverfahren sind komplex.

Zudem geht es in vielen Fällen um um komplizierte Abstimmungen zwischen zivilen und militärischen Planungen, oft auch um europäische Absprachen bei grenzüberschreitenden Projekten.

Immer mehr Firmen setzen auf die Rüstungsindustrie

In vielen Industriebereichen hat das Umdenken begonnen. Zwar sind zuletzt die Auftragseingänge wieder gestiegen. Deutsche Unternehmen haben auch wieder mehr Waren exportiert, aber viele Ökonomen möchten noch nicht von einer Trendwende sprechen.

Viele Autobauer, auch Unternehmen aus dem Maschinenbau, entdecken die Rüstungsindustrie als wichtigen neuen Markt. Partnerschaften werden geknüpft oder ausgebaut.

DAX ohne klaren Trend

Der DAX, der wichtigste deutsche Aktienindex, ist zu Wochenschluss ohne klaren Trend. Anleger haben sich vor dem Wochenende auch mit Engagements an den europäischen Aktienmärkten zurückgehalten. Im Fokus steht der weiterhin ungelöste militärische Konflikt zwischen den USA und Iran.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Schaffung von rund 4,4 Millionen Arbeitsplätzen in Europa durch zusätzliche Investitionen.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

  • Steigerung des BIP um etwa 1,5 Prozent durch höhere Investitionen und Produktionen.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wie wird privates Kapital mobilisiert?
  • Wie werden Genehmigungsverfahren beschleunigt?
  • Wie werden zivile und militärische Planungen koordiniert?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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