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BackNeuer Prozess wegen Mordverdachts nach Leichenzerstückelung im Rhein
Neuer Prozess wegen Mordverdachts nach Leichenzerstückelung im Rhein
In Entwicklung
Die Zeit02.06.2026Crime2 dk okumaGermany

Neuer Prozess wegen Mordverdachts nach Leichenzerstückelung im Rhein

Auf einen Blick

  • Ein neuer Prozess beginnt am 21.
  • September in Freiburg wegen des Verdachts auf Mord.
  • Ein Mann wurde 2023 getötet, seine Leiche zerstückelt und im Rhein versenkt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein Mann wurde kurz vor Weihnachten 2023 in einer Flüchtlingsunterkunft getötet. Seine Leiche wurde zerstückelt und im Rhein entsorgt. Der Täter wurde wegen Totschlags verurteilt, doch die Schwester des Opfers legte Revision ein.

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Ein Mann wird erschossen, seine Leiche finden Taucher später in sechs Teile zerlegt im Rhein. War es Mord? Das muss das Landgericht Waldshut-Tiengen nun erneut prüfen. Der Prozess, dessen Schuldspruch aus der ersten Runde der Bundesgerichtshof aufgehoben hatte, wird vom 21. September an aufgerollt.

Das Landgericht verhandelt allerdings aus Platzgründen im größeren Gebäude des Oberlandesgerichts in Freiburg. «Dieses erst vor kurzem in Betrieb genommene Prozessgebäude bietet sehr viel mehr Raum als der hiesige Schwurgerichtssaal», hieß es zur Begründung. Insgesamt sind elf Termine angesetzt, ein Urteil könnte Ende Oktober fallen.

Leichenteile im Rhein gefunden

Kurz vor Weihnachten 2023 hatte der deutsche Angeklagte einen tunesischen Mann in einer Flüchtlingsunterkunft im südbadischen Rickenbach mit einer halbautomatischen Selbstladepistole getötet. An den Weihnachtsfeiertagen zerlegte er die Leiche mit einer Machete in sechs Teile, umwickelte sie mit Maschendraht und warf sie in den Rhein.

Taucher fanden die Leichenteile später bei Breisach. Der Täter stellte sich der Polizei, zeigte sich geständig - und wurde am Landgericht Waldshut-Tiengen wegen Totschlags zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Neue Strafkammer muss Heimtücke überprüfen

Bei dem Urteil wird es nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) aber wohl nicht bleiben. Nach der Aufhebung durch das oberste Strafgericht Deutschlands wird eine andere Strafkammer den Fall nun erneut verhandeln und entscheiden. Die Schwester des Getöteten hatte Revision gegen das Urteil eingelegt, weil es sich bei der Tat ihrer Ansicht nach nicht um Totschlag, sondern um einen rassistisch motivierten Mord handelte.

Im Fokus des BGH-Urteils stand aber nicht das womöglich rassistische Motiv, sondern das Mordmerkmal der Heimtücke. Das Landgericht habe es rechtsfehlerhaft ausgeschlossen, weil es sich bei der Prüfung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers auf den falschen Zeitpunkt bezogen habe, so der Senat. Durch die umfassende Aufhebung des alten Urteils werde sich das Landgericht auch mit dem Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe noch einmal beschäftigen müssen, hieß es weiter.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Das Landgericht wird eine Entscheidung über das Mordmerkmal der Heimtücke treffen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Das Gericht wird auch die niedrigen Beweggründe prüfen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Ein Urteil wird Ende Oktober 2026 erwartet.

    Möglich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • War die Tat rassistisch motiviert?
  • War das Mordmerkmal der Heimtücke gegeben?
  • Wird das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe geprüft?
  • Wie wird das neue Urteil ausfallen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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