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Nordkorea verdoppelt Produktion von Atomwaffenmaterial
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Spiegel Ausland03.06.2026Welt2 dk okumaGermany

Nordkorea verdoppelt Produktion von Atomwaffenmaterial

Auf einen Blick

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat angekündigt, die Produktion von waffenfähigem Atommaterial in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt zu haben und eine "exponentielle" Steigerung der militärischen Atomkapazitäten anzustreben.
  • Die IAEA schätzt, dass Nordkorea über Dutzende Atomsprengköpfe verfügt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nordkorea hat sein Atomprogramm trotz internationaler Sanktionen fortgesetzt und argumentiert, dass Atomwaffen zur Abschreckung gegen die USA und ihre Verbündeten notwendig seien. Machthaber Kim Jong Un neigt nicht zur Untertreibung, wenn es um die militärischen Fähigkeiten seines Landes geht.

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Wenn es um die angebliche Schlagkraft, Bewaffnung und Leistungsfähigkeit der nordkoreanischen Streitkräfte geht, neigt Machthaber Kim Jong Un nicht unbedingt zur Untertreibung. Das gilt auch (und erst recht) für das Nuklearprogramm seines isolierten Landes. Nach Angaben des Diktators hat Nordkorea die Produktion von waffenfähigem Atommaterial in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag berichtete, machte Kim diese Aussage am Vortag beim Besuch einer neuen Produktionsanlage für Nuklearmaterial. Dabei habe der Staatschef zudem eine »exponentielle« Steigerung der militärischen Atomkapazitäten angekündigt.

Nordkorea habe einen »ehrgeizigen Zukunftsplan verabschiedet, der darauf ausgerichtet ist, die Atomstreitkräfte unseres Staates in exponentiellem Tempo zu stärken«, sagte Kim laut dem Bericht von KCNA.

Im April hatte bereits die Internationale Atomenergiebehörde IAEA die Einschätzung geäußert, dass Nordkorea seine Kapazitäten zum Bau von Atomwaffen »sehr deutlich« ausgeweitet habe. Nordkorea verfügt der IAEA zufolge über Dutzende atomare Sprengköpfe. Das ostasiatische Land unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms massiven internationalen Sanktionen.

Die Führung in Pjöngjang bekräftigt immer wieder, dass sie niemals auf ihre Atomwaffen verzichten werde. Das international weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündete Staaten wie Südkorea benötige.

Neue Marschflugkörper getestet

Zuletzt hatte Nordkorea in dieser Wochen nach eigenen Angaben ein neues Raketenstartsystem sowie ein neues Marschflugkörper-Waffensystem getestet. Wie die KCNA berichtete, wurden die am Dienstag ausgeführten Tests von Machthaber Kim persönlich beaufsichtigt. Dieser sprach den Angaben zufolge von einem »klaren Signal für die Modernisierung unserer Streitkräfte«. Laut KCNA wurde bei dem Test unter anderem ein »hochpräzises autonomes Navigationssystem« eingesetzt.

Die südkoreanische Armee hatte die neuen Tests des kommunistischen Nordens am Dienstag vermeldet. Nordkorea habe unter anderem eine ballistische Kurzstreckenrakete ins Gelbe Meer abgefeuert, erklärte der südkoreanische Generalstab. Insgesamt seien »mehrere Geschosse« vom nordkoreanischen Chongju aus gestartet worden, etwa 80 Kilometer weit geflogen und im Gelben Meer niedergegangen, das die koreanische Halbinsel von China trennt.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Nordkorea wird seine Atom- und Raketenprogramme weiter ausbauen.

    Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig

  • Die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea werden möglicherweise verschärft.

    Wahrscheinlich · Kurzfristig

Offene Fragen

  • Wie genau ist die "exponentielle" Steigerung der Atomkapazitäten zu quantifizieren?
  • Welche spezifischen neuen Waffensysteme wurden getestet und welche Fähigkeiten besitzen sie?
  • Wie werden die USA und Südkorea auf diese Ankündigungen und Tests reagieren?
  • Welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen auf die bestehenden internationalen Sanktionen haben?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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