OpenAI führt für US-Nutzer neue Datenschutzrichtlinie mit Marketingpartnern ein
ChatGPT-Nutzer müssen zustimmen – Tracking bei Gratis-Accounts standardmäßig aktiviert
Auf einen Blick
- OpenAI hat seine Datenschutzerklärung für Nutzer in den USA angepasst.
- Nutzer müssen der neuen Richtlinie zustimmen, um Dienste wie ChatGPT weiter nutzen zu können.
- Neu ist die Erwähnung von Marketingpartnern, mit denen Daten geteilt und Cookies gesetzt werden können.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
OpenAI hat Anfang 2026 angekündigt, aus Kostengründen verstärkt auf Werbung zu setzen. Die neue Privacy Policy ist die Umsetzung dieser Pläne für den US-Markt. In der EU gelten mit DSGVO und DSA strengere Datenschutzregeln.
Für Nutzer in den Vereinigten Staaten hat OpenAI seine Datenschutzerklärung angepasst. Wer Dienste wie ChatGPT oder Codex weiter verwenden will, muss diesen zustimmen. Neu ist darin insbesondere die erstmalige Erwähnung von „Marketingpartnern“, mit denen Daten des Nutzers geteilt und für die Cookies gesetzt werden können. Das heißt: Auch bei Nutzung anderer Dienste, wie einer Social-Media-App, könnten persönliche Daten unter anderem für Werbung und die Identifizierung von Anwendern verwendet werden.
Da unter anderem Verwender von ChatGPT mit dem Bot oft persönlichste Informationen teilen, weist OpenAI einem Bericht von Wired zufolge darauf hin, dass Inhalte aus den Chats nicht weitergegeben werden sollen. Wörtlich schreibt das KI-Unternehmen aber von „targeted advertising“, was sich auch auf der Webseite von OpenAI in der „US privacy policy“ findet. Für Werbepartner soll das Tracking auch zielgerichtete Werbung in Apps wie ChatGPT ermöglichen, diese sollen optisch deutlich von Chatinhalten abgetrennt sein.
Wired hat die Voreinstellungen in OpenAI-Apps mit zwei Gratis-Accounts und zwei bezahlten Konten überprüft. Bei den Gratisnutzern war unter „Settings / Data Controls / Marketing Privacy“ das Tracking aktiviert, bei je einem „Plus“ und „Enterprise“-Account war es ausgeschaltet. Es handelt sich also offenbar um eine Opt-Out-Funktion, die bei Gratisnutzern standardmäßig aktiviert ist.
Bereits Anfang des Jahres 2026 hatte OpenAI angekündigt, dass es aus Kostengründen verstärkt auf Werbung setzen wird. Im Februar präzisierte das Unternehmen dann seine Richtlinien dafür, insbesondere im Hinblick auf persönliche Daten aus den Apps. Die neue Privacy Policy ist nun die Umsetzung dieser Vorhaben.
Ob und wann entsprechende Funktionen auch in der Europäischen Union eingeführt werden, ist noch nicht abzusehen. Hier gelten für personenbezogene Daten höhere Hürden, unter anderem durch die DSGVO und den DSA.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
OpenAI wird in den kommenden Monaten Marketingpartner für zielgerichtete Werbung in ChatGPT integrieren
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Verbraucherschützer könnten Beschwerden gegen die neue Praxis einreichen
Möglich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wann genau werden Marketingpartner in den USA aktiv eingesetzt?
- Welche konkreten Daten werden mit welchen Partnern geteilt?
- Wird es auch für EU-Nutzer eine ähnliche Lösung geben?





