OpenReception: Quelloffene Terminverwaltung in Version 1 erschienen
Die datenschutzfreundliche Alternative zu kommerziellen Buchungssystemen setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und quantenresistente Verfahren.
Auf einen Blick
- Nach zehn Monaten Entwicklung ist die quelloffene Terminverwaltung OpenReception in Version 1 verfügbar.
- Das Projekt bietet Praxen eine datenschutzkonforme, verschlüsselte Alternative zu kommerziellen Plattformen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
OpenReception wurde als datenschutzorientierte Alternative zu kommerziellen Terminbuchungssystemen entwickelt, um die Abhängigkeit von Plattformen zu verringern, die Patientendaten verwerten.
Nach rund zehn Monaten Entwicklungszeit ist die quelloffene Terminverwaltung OpenReception in einer stabilen Version 1 erschienen. Das Projekt positioniert sich als datenschutzfreundliche Alternative zu kommerziellen Terminbuchungssystemen, deren Geschäftsmodelle häufig auf der Verwertung von Patientendaten beruhen.
Die Software steht unter der AGPL v3 und kann von Praxen und Organisationen kostenfrei selbst betrieben werden. Eine umfassende technische Dokumentation samt Konfigurationsdateien stellen die Entwickler dafür bereit. Wer das Hosting nicht selbst übernehmen möchte, kann ab 69 Euro netto pro Monat ein Managed-Hosting-Angebot buchen. Einige Funktionen sollen künftig ausschließlich in einer Premium-Variante des Managed-Hostings verfügbar sein.
Die Entwicklung des Prototyps wurde bis Ende März 2026 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Damit unterstreicht das Ministerium nach Angaben des Projektteams die Notwendigkeit einer offenen, freien und sicheren Terminlösung für Arztpraxen.
Hinter OpenReception stehen Karl Ludwig Weise und der Diplom-Informatiker Hendrik Belitz. Im Gespräch mit heise online hatte Weise bereits im November 2025 erläutert, worauf es dem Team ankommt: „Wir wollen eine freie, verschlüsselte und offene Lösung schaffen, bei der Patient und Praxis im Mittelpunkt stehen – nicht das Geschäftsmodell Dritter.“ Über ein Dashboard können Praxen ihre Termine, Abwesenheiten und Verfügbarkeiten verwalten, während Patienten Termine buchen können, ohne ihre Daten großen Plattformen anvertrauen zu müssen.
OpenReception setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Patient und Praxis und auch Administratoren sollen keinen Zugriff auf sensible Informationen erhalten. Die Schlüssel liegen ausschließlich auf den Geräten der Nutzer, und auch quantenresistente Verschlüsselungsverfahren werden berücksichtigt. Für die Anbindung an bestehende Praxisverwaltungssysteme (PVS) entwickelt das Team öffentlich dokumentierte Schnittstellen.
Das Team will den partizipativen Ansatz fortsetzen und lädt Interessierte ausdrücklich zur Mitwirkung ein – nicht nur durch Programmcode, sondern auch durch Nutzertests, Fehlermeldungen oder Übersetzungen. In den kommenden Monaten sollen weitere Funktionen in die Community- und Premium-Version einfließen. Über Fortschritte informiert das Projekt auf Mastodon und Bluesky.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Zunahme der Integrationen in bestehende Praxisverwaltungssysteme
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Erweiterung des Managed-Hosting-Angebots um Premium-Features
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie viele Praxen nutzen das System bereits?
- Welche spezifischen Funktionen werden in der Premium-Variante enthalten sein?







