Perrier unter Ermittlungsverdacht wegen Täuschung
Auf einen Blick
- Perrier steht wegen Täuschung im Verdacht.
- Ermittlungen wurden nach einer Anzeige einer Verbrauchergruppe eingeleitet, nachdem bekannt wurde, dass die Marke unerlaubte Wasseraufbereitungsverfahren einsetzte.
- Nestlé räumte die Praxis ein und hat sie nach eigenen Angaben eingestellt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Perrier steht unter Beobachtung, nachdem französische Medien 2024 berichteten, dass die Marke unerlaubte Wasseraufbereitungsverfahren eingesetzt habe. Nestlé räumte die Praxis ein und hat sie nach eigenen Angaben eingestellt. Verbraucherschützer halten auch die neue Mikrofiltration für unzulässig.
Den Razzien gingen einem Bericht von Radio France zufolge Ermittlungen voraus, die nach einer Anzeige einer Verbrauchergruppe wegen »Täuschung« bei der Pariser Staatsanwaltschaft eingeleitet worden waren.
Mikrofilter im Fokus?
Worum es genau geht, ist bislang offen. Perrier steht aber seit Monaten unter Beobachtung, seit französische Medien 2024 berichtet hatten, dass die Marke unerlaubte Wasseraufbereitungsverfahren zur Verhinderung von Verunreinigungen eingesetzt habe. Nestlé hatte in dem Fall schließlich eingeräumt, in der Vergangenheit zur Reinigung des Wassers teils unerlaubte Mittel eingesetzt zu haben.
Der Konzern bedauerte die Praxis der Wasseraufbereitung öffentlich und hat die Behandlungen nach eigenen Angaben inzwischen eingestellt – und setzt nun auf eine Mikrofiltration. Aus Sicht von Verbraucherschützern ist auch dieses Verfahren aber unzulässig. Natürliches Mineralwasser dürfe nur so genannt werden, wenn es ohne die Behandlung mithilfe von beispielsweise Aktivkohlefiltern, Mikrofiltration oder UV-Licht auskommt. Auch für Henniez in der Schweiz griff der Konzern auf verbotene Behandlungen zurück.
Ein französisches Gericht hatte Ende 2025 einen gegen Perrier angestrengten Antrag allerdings abgewiesen. Verbraucherschützer hatten eine einstweilige Verfügung beantragt und Nestlé irreführende Werbung vorgeworfen. Die Richter entschieden allerdings, es gebe nicht genug Beweise für ein drängendes Gesundheitsrisiko oder eine eindeutige Rechtsverletzung, die es rechtfertigen würden, das Produkt vom Markt zu nehmen.
Offene Fragen
- Welche spezifischen Täuschungsvorwürfe werden gegen Perrier erhoben?
- Welche Konsequenzen drohen Perrier und Nestlé, falls die Vorwürfe bestätigt werden?
- Wie bewertet die Pariser Staatsanwaltschaft die neuen Wasseraufbereitungsverfahren von Perrier?
- Gibt es weitere Marken von Nestlé, die von ähnlichen Praktiken betroffen sind?


