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Pistorius rechnet nicht mehr mit Marine-Einsatz in Hormus-Straße
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Pistorius rechnet nicht mehr mit Marine-Einsatz in Hormus-Straße

Auf einen Blick

  • Bundesverteidigungsminister Pistorius sieht kein Szenario für einen schnellen Marine-Einsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus.
  • Iran hat Pläne europäischer Staaten abgelehnt.
  • Die Bundesregierung macht ein UN-Mandat zur Voraussetzung, das nicht absehbar ist.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat klargestellt, dass er nicht mehr mit einem Einsatz der Deutschen Marine zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus rechnet. Der Minister verwies darauf, dass das iranische Regime Plänen eine »klare Absage erteilt« habe.

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat klargestellt, dass er nicht mehr mit einem Einsatz der Deutschen Marine zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus rechnet. Bei einer Pressekonferenz mit Kanzler Friedrich Merz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin sagte Pistorius, er sehe in den nächsten Tagen oder Wochen kein Szenario, »dass wir schnell in die Straße von Hormus einfahren können, um Minen räumen zu können«.

Der Minister verwies darauf, dass das iranische Regime Plänen eine »klare Absage erteilt« habe, wonach europäische Staaten diese Aufgabe übernehmen könnten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach Beratungen mit dem Sultan von Oman Anfang der Woche eine entsprechende Mission in Aussicht gestellt. Iran wies dies als »Provokation« zurück.

Lieber 40 Grad in Berlin als 50 Grad in Dschibuti

Eine internationale Mission unter Beteiligung der Bundeswehr sei angesichts der Lage »überhaupt nicht in Sicht«, sagte Pistorius. Das Minenjagdboot Fulda und der Tender Mosel der Bundeswehr, die derzeit zu Wartungsarbeiten im Hafen von Dschibuti liegen, werde man »nicht bis zum Herbst dort liegen lassen«. Die Soldatinnen und Soldaten sollten den Sommer eher bei 40 Grad in Berlin verbringen, denn bei 50 Grad in Dschibuti, so der Minister.

Die Bundesregierung hatte kürzlich noch versucht, im Bundestag rasch eine Entscheidung über ein Mandat für einen Einsatz herbeizuführen. Aus beiden Koalitionsfraktionen waren aber erhebliche völkerrechtliche Bedenken dagegen vorgebracht worden.

Unklarheit beim Uno-Sicherheitsrat

Die Bundesregierung hatte ein internationales Mandat zur Voraussetzung gemacht. Eine entsprechende Resolution des Uno-Sicherheitsrats ist jedoch nicht absehbar. Zudem sprachen sich andere europäische Länder gegen eine mögliche Anpassung des EU-Mandats für die Mission EUNavFor-Aspides im Roten Meer aus. Deshalb wollte sich die Bundesregierung auf die Seerechtskonvention in Verbindung mit einer von Bahrain eingebrachten Sicherheitsratsresolution aus dem März stützen, die sich aber nur allgemein auf die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus bezieht. Das sahen führende Abgeordnete als völkerrechtlich nicht ausreichend.

Überraschend ist der Zeitpunkt von Pistorius’ Aussagen kurz vor dem Nato-Gipfel in der nächsten Woche in der türkischen Hauptstadt Ankara. Europäische Diplomaten rechnen damit, dass US-Präsident Donald Trump die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der europäischen Verbündeten für seinen gemeinsam mit Israel geführten Krieg gegen Iran dort zum Thema machen könnte. Kanzler Merz hatte wiederholt in Aussicht gestellt, Deutschland werde sich an einer internationalen Militäroperation zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen , wenn die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Minenjäger arbeiten nah bei Gott, heißt es. In Kiel bereitete sich eine Truppe Deutscher bereits auf eine Mission in der Straße von Hormus vor. Angeführt wird sie von einer Frau. Lesen Sie hier mehr darüber.

Offene Fragen

  • Wie reagiert Iran auf die Absage Deutschlands?
  • Welche Alternativen gibt es zur Minenräumung?
  • Wie wird sich die Nato-Gipfel-Diskussion entwickeln?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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