Polens Regierungschef Tusk vermutet politischen Mord an russischem Künstler
Auf einen Blick
- Polens Regierungschef Donald Tusk geht von einem politisch motivierten Mord am russischen Künstler Semjon Skrepezki aus, der in Polen erschossen wurde.
- Tusk sprach von "Staatsterrorismus", sollte Russland involviert sein, und verwies auf "alle Hinweise".
- Zwei belarussische Staatsbürger wurden festgenommen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der russische Künstler Semjon Skrepezki, bekannt für satirische Porträts von Putin und Lukaschenko, wurde in Polen erschossen. Er hatte Russland 2021 verlassen und lebte seitdem dort. Kurz vor seinem Tod inszenierte er eine Performance vor der russischen Botschaft in Berlin.
Polens Regierungschef Donald Tusk geht bei den tödlichen Schüssen auf den exilrussischen Künstler Semjon Skrepezki in der polnischen Stadt Biała Podlaska von einer politisch motivierten Tat aus. Es handle sich aller Wahrscheinlichkeit um einen »politischen Mord«, sagte Tusk. Darauf würden »alle Hinweise« deuten.
Sollte die Erschießung des Künstlers im Auftrag Russlands erfolgt sein, »dann ist dies auch eine sehr ernste Angelegenheit mit internationaler Dimension«, sagte Tusk und sprach von möglichem »Staatsterrorismus«. Zugleich räumte er ein, noch auf Beweise und konkretere Anhaltspunkte zu den Hintergründen des Verbrechens zu warten.
Skrepezki war am Montag erschossen worden. Der 44-Jährige war in Russland für satirische Porträts des Staatschefs Wladimir Putin, des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko und weiterer Personen bekannt – darunter auch Persönlichkeiten aus der russischen Opposition sowie aus der Ukraine. 2021 hatte er Russland verlassen und lebte seither in Polen.
Zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen
Wenige Tage vor seinem Tod hatte Skrepezki vor der russischen Botschaft in Berlin eine Performance inszeniert. Dabei hielt er eines seiner Gemälde hoch, das Putin als Baby in den Armen des sowjetischen Diktators Josef Stalin zeigt, und stopfte eine russische Flagge in einen Mülleimer.
Die polnische Polizei hat sich bislang nicht zum mutmaßlichen Motiv der Schüsse auf Skrepezki geäußert. Nach Angaben der Bezirksstaatsanwaltschaft von Lublin wurden zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen. In Biała Podlaska gibt es ein belarussisches Konsulat. Die Stadt ist 35 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Internationale Untersuchung der russischen Beteiligung an dem Mord.
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Offene Fragen
- Wer sind die Hintermänner des Mordes?
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- Was ist das genaue Motiv der Festgenommenen?




