Porsche plant umfassendes Sparpaket mit Tausenden Stellenstreichungen
Auf einen Blick
- Porsche AG plant ein "Zukunftspaket" mit potenziell 5000-6000 Stellenstreichungen, Kürzungen bei Sonderzahlungen und Weihnachtsgeld.
- Der Vorstand stellte den Plan dem Aufsichtsrat vor; eine Einigung mit Betriebsrat und IG Metall steht noch aus.
- Eine Veröffentlichung am Montag wird erwartet.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Porsche AG plant ein "Zukunftspaket" zur Verschlankung des Unternehmens, das bereits im März von Chef Michael Leiters angekündigt wurde und Stellenabbau sowie Einsparungen bei Sonderzahlungen umfasst.
»Im Rahmen der heutigen Aufsichtsratssitzung der Porsche AG hat der Vorstand den aktuellen Stand der Verhandlungen des Zukunftspakets vorgestellt«, teilte ein Sprecher mit. »Jetzt gilt es, die letzten Schritte zu finalisieren.« Weitere Angaben, etwa zu den Inhalten des Pakets, machte der Sprecher nicht.
Chef Michael Leiters hatte bereits im März angekündigt, Porsche deutlich verschlanken und die bisher zu diesem Zweck aufgelegten Programme verschärfen zu wollen. Das schließe auch einen Stellenabbau ein, sagte er damals. Berichten zufolge stehen mehrere Tausend Stellen zur Disposition – vor allem in Verwaltung und Entwicklung.
Nach Informationen der »Bild«-Zeitung könnten 5000 bis 6000 Stellen gestrichen und die Zahl der Auszubildenden mehr als halbiert werden. Das manager magazin berichtete über einen weiteren Arbeitsplatzabbau in dieser Größenordnung sowie über eine mögliche Verkleinerung des Stammwerkes in Zuffenhausen. Im Gegenzug könnte die Beschäftigungssicherung, die bisher betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2030 ausschließt, verlängert werden.
Ein Sprecher von Porsche lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Porsche ließ zugleich durchblicken, dass es noch keine Einigung zwischen Unternehmen, Betriebsrat und der ebenfalls involvierten Gewerkschaft IG Metall gibt.
Die Volkswagen-Tochter wolle den Sparplan im Fall einer Einigung am Montag veröffentlichen, nachdem die Mitarbeitenden in einer Betriebsversammlung in Stuttgart informiert worden seien. Wie »Bild« weiter berichtete, will Leiters die jährlichen Sonderzahlungen an die Beschäftigten, die in der Vergangenheit bei guter Gewinnlage hoch vierstellig ausfielen, auf 1500 Euro deckeln und das Weihnachtsgeld kürzen.
Es ist nicht das erste Sparpaket, das die VW-Tochter auflegen muss: Bereits vor eineinhalb Jahren hatte Porsche verkündet, dass in der Region Stuttgart bis 2029 rund 1900 Stellen sozialverträglich wegfallen sollen. Zusätzlich sind die Verträge von rund 2000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Außerdem wurden im Leipziger Werk Stellen abgebaut – und drei Tochterfirmen mit zusammen rund 500 Beschäftigten sollen ebenfalls geschlossen werden.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Porsche wird am Montag den Sparplan nach Information der Mitarbeitenden veröffentlichen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wie viele Stellen werden genau abgebaut?
- Wie werden die Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall enden?
- Welche genauen Inhalte hat das "Zukunftspaket"?







