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Potsdam: Aktivisten protestieren nach Hausräumung gegen Stadtspitze
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Die Zeit02.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Potsdam: Aktivisten protestieren nach Hausräumung gegen Stadtspitze

Auf einen Blick

  • Nach der Räumung eines besetzten Hauses in Potsdam wollen Aktivisten gegen die Stadtspitze protestieren.
  • Die Gruppe "Tornow 40" weist Bezüge zum Linksextremismus zurück, während das Innenministerium "einschlägig bekannte Akteure" feststellte.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein besetztes Haus in der Potsdamer Tornowstraße wurde geräumt. Die Stadt begründet dies unter anderem mit Informationen des Verfassungsschutzes, die auf Bezüge zum Linksextremismus hindeuten. Die besetzende Gruppe "Tornow 40" weist dies zurück und will weiter gegen die Wohnraumkrise vorgehen.

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Nach der Räumung eines besetzten Hauses in Potsdam wollen Aktivisten die Sitzung des Stadtparlaments am Mittwochnachmittag besuchen und gegen das Vorgehen der Stadtspitze protestieren. Eine ehemalige Werkstatt in der Tornowstraße 40 war vor rund eineinhalb Wochen von der Polizei geräumt worden. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) argumentierte unter anderem mit Informationen des Verfassungsschutzes.

Ministerium: Auch Akteure aus Linksextremismus

Das Innenministerium in Potsdam teilte auf Anfrage mit, im Umfeld des besetzten Hauses und der dortigen Aktivitäten seien auch «einschlägig bekannte Akteure aus dem Bereich des Linksextremismus» festgestellt worden. «Es wurden auch Bezüge zu Personen und Strukturen außerhalb Brandenburgs erkennbar. Anarchistische Symbolik fand mehrfach Verwendung oder es wurde Bezug genommen auf griechische Anarchisten.» Nähere Angaben wurden nicht gemacht - auch mit dem Hinweis auf vertrauliche Gespräche mit der Stadt Potsdam.

Gruppe «Tornow 40»: Haltloser Räumungsgrund

Bezüge zum Linksextremismus wies die Gruppe «Tornow 40» zurück. Sie wollen nach eigenen Angaben weiter gegen die Wohnraumkrise in Potsdam angehen.

«Laut des Inlandsgeheimdienstes seien die Menschen, die dort wohnen, Beete anlegen, Außenduschen bauen, renovieren und mit Familien aus der Nachbarschaft Tischtennis spielen, zum Teil «extremistisch» und stünden nicht zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Dass das als Räumungsgrund vollkommen haltlos ist, liegt auf der Hand», hieß es zuletzt in einer Mitteilung der Gruppe. Sie sei weiter bereit für «Verhandlungen, für Protest und auch für Widerstand».

Politischer Streit um Hausbesetzung entbrannt

Zunächst kündigten die Aktivisten einen gemeinsamen Besuch der Stadtverordnetenversammlung (SVV) an, die am Mittwoch ab 15.00 Uhr in der Industrie- und Handelskammer zusammen kommt. Die Fraktionen der Linkspartei und der Wählergruppe Die Andere wollen sich dafür einsetzen, dass die Nutzung des Hauses in der Tornowstaße als Wohnraum geduldet wird. Zuvor hatte es von der Stadtverwaltung geheißen, eine Legalisierung der Hausbesetzung sei unter anderem auch baurechtlich nicht möglich.

In der Vergangenheit hatten sich unter anderem nach Brandanschlägen Gruppen aus der mutmaßlich linksextremen Szene in Bekennertexten teils als Anarchisten bezeichnet. Anhänger des Anarchismus lehnen jede Form der Herrschaft über den Menschen ab und wollen staatliche Institutionen wie Parteien, Justiz oder Militär beseitigen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Aktivisten werden die Sitzung des Stadtparlaments besuchen und protestieren.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Politische Debatte über die Hausbesetzung und die Rolle des Linksextremismus im Stadtparlament.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Welche konkreten Beweise liegen für die Bezüge zum Linksextremismus vor?
  • Welche Verhandlungen gab es zwischen der Stadt und der Gruppe "Tornow 40"?
  • Wie wird die Stadt auf den angekündigten Protest reagieren?
  • Welche Rolle spielen die Bezüge zu Personen und Strukturen außerhalb Brandenburgs?

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This article was originally published by Die Zeit.

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