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PP verliert absolute Mehrheit in Andalusien, angewiesen auf Vox
Politik
Die Welt18.5.2026Politik2 Min. LesezeitGermany

PP verliert absolute Mehrheit in Andalusien, angewiesen auf Vox

Auf einen Blick

  • Die PP verliert bei der Regionalwahl in Andalusien ihre absolute Mehrheit und ist auf die rechtspopulistische Vox angewiesen.
  • Die Sozialisten (PSOE) erleiden Verluste, während linke Bündnisse zulegen.
  • Themen waren Inflation, Gesundheitswesen und Arbeitslosigkeit.

KI-generierte Zusammenfassung

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Die konservative Volkspartei PP hat bei der Regionalwahl im südspanischen Andalusien ihre absolute Mehrheit eingebüßt und ist zum Regieren auf die rechtspopulistische Vox angewiesen.

Die PP kam unter ihrem Spitzenkandidaten, dem Regionalregierungschef Juanma Moreno, auf 53 Sitze im Parlament in Sevilla, wie die Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen mitteilte. Das wären fünf weniger als vor vier Jahren. Die absolute Mehrheit liegt bei 55 Abgeordneten.

Vox konnte nach diesen Angaben einen Sitz hinzugewinnen und verfügt damit künftig über 15 Abgeordnete im Regionalparlament. Die Sozialisten (PSOE) des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez kamen in ihrer früheren Hochburg auf nur noch 28 Sitze, noch zwei weniger als bei ihrem historisch schlechten Ergebnis bei der Wahl 2022. Das linke regional-nationalistische Bündnis Adelante Andalucía verbesserte sich von bisher zwei auf acht Sitze, das linke Wahlbündnis Pro Andalucía stellt erneut fünf Abgeordnete.

So war es auch seinen Parteifreunden bei den Wahlen in der Extremadura (Dezember 2025), Aragón (Februar) und Kastilien und León (März) ergangen. Auch dort wurde die PP zwar jeweils stärkste Kraft, ist aber auf die Stimmen von Vox angewiesen. Eine Koalition zwischen PP und PSOE ist in Spanien bisher wegen der scharfen Gegensätze sehr unwahrscheinlich.

Im Wahlkampf ging es unter anderem um die wieder anziehende Inflation auch infolge des Iran-Krieges, Defizite im Gesundheitswesen, die Arbeitslosenquote, die in Andalusien bei knapp 15 Prozent und damit etwa fünfeinhalb Prozentpunkte höher als im Durchschnitt Spaniens liegt, fehlenden Wohnraum sowie die Einwanderung über das Mittelmeer.

Andalusien ist mit über zehn Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste autonome Gemeinschaft Spaniens, jedoch mit einem niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen als im Durchschnitt des Landes. Der Tourismus und die Landwirtschaft sind die wichtigsten Wirtschaftszweige, aber auch die Industrie und die Erzeugung von Sonnenstrom werden immer wichtiger. Kulturell prägt Andalusien Spaniens internationales Image durch Flamenco, Stierkampf und das maurische Erbe wie etwa die Alhambra in Granada oder die Moschee-Kathedrale in Córdoba.

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This article was originally published by Die Welt.

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