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BackProzess in Hamburg: Mutmaßlicher iranischer Spion soll Juden und Israel-Freunde ausgespäht haben
Prozess in Hamburg: Mutmaßlicher iranischer Spion soll Juden und Israel-Freunde ausgespäht haben
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Handelsblatt26.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Prozess in Hamburg: Mutmaßlicher iranischer Spion soll Juden und Israel-Freunde ausgespäht haben

Auf einen Blick

  • In Hamburg begann der Prozess gegen einen mutmaßlichen iranischen Spion, der Juden und Israel-Freunde für Anschläge ausspähen sollte.
  • Unter den Zielen waren der Zentralratspräsident Josef Schuster und der DIG-Präsident Volker Beck.
  • Der Angeklagte soll im Dienst des iranischen Geheimdienstes gestanden haben.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Zwei Männer stehen in Hamburg vor Gericht, die im Auftrag des Irans prominente Juden und Freunde Israels für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben sollen. Ein potenzielles Opfer ist ebenfalls im Gerichtssaal anwesend.

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Vor dem Oberlandesgericht in Hamburg hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Spion begonnen, der im Auftrag des Irans Juden und Freunde Israels für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben soll. Darunter waren laut Anklage auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck. Die Bundesanwaltschaft wirft dem angeklagten Dänen mit afghanischen Wurzeln geheimdienstliche Agententätigkeit vor.

Mitangeklagt ist ein afghanischer mutmaßlicher Komplize, der seine Unterstützung für eine mögliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll. Beide Angeklagten wollten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Beck - langjähriger Bundestagsabgeordnete der Grünen - nahm als Zuschauer an der Verhandlung teil. Er hat beantragt, als Nebenkläger zugelassen zu werden. Eine Entscheidung des Gerichts darüber stand zunächst noch aus.

Nach der Verlesung der Anklage wurde ein Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz in die Verhandlung eingeführt, dass den 54 Jahre alten Hauptangeklagten bei einem Besuch in Berlin im vergangenen Sommer observiert hatte.

Demzufolge hat er offenkundig die Geschäftsstelle der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sowie einen koscheren Lebensmittelhandel ausgekundschaftet. Auch am Sitz des Deutschen Ethikrats, dem Josef Schuster angehört, wurde der Angeklagte beobachtet. An allen Orten soll er mit seinem Handy Fotos von den Gebäuden und deren Umgebung gemacht haben.

Die dänische Polizei hatte ihn kurze Zeit später in Arhus, der zweitgrößten Stadt des Landes, festgenommen und später nach Deutschland überstellt. Sein mutmaßlicher Komplize, ein 42 Jahre alter Afghane mit Geburtsort Teheran, war im vergangenen November ebenfalls in Dänemark festgenommen worden.

Offene Fragen

  • Wird Beck als Nebenkläger zugelassen?
  • Wie wird das Urteil ausfallen?
  • Welche weiteren Verbindungen gibt es zum iranischen Geheimdienst?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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