Prozess um Missbrauch: Angeklagter stimmt Verständigung zu
Auf einen Blick
- Im Prozess um sexuellen Missbrauch einer Zwölfjährigen stimmt der Angeklagte einem Verständigungsvorschlag zu.
- Das Landgericht Hannover stellte ihm eine Bewährungsstrafe in Aussicht.
- Ein Urteil wird am Freitag erwartet.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Prozess bezieht sich auf einen mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Zwölfjährigen auf einem Spielplatz im April 2023. Der Angeklagte soll das Kind über soziale Medien kontaktiert und mit Zigaretten zu dem Treffen gelockt haben. Er räumt sexuellen Kontakt ein, bestreitet aber zentrale Vorwürfe und gibt den Besitz kinderpornografischer Dateien zu.
Im Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Zwölfjährigen auf einem Spielplatz im niedersächsischen Barsinghausen hat der Angeklagte einem Verständigungsvorschlag zugestimmt. Die Jugendkammer am Landgericht Hannover stellte dem im Jahr 1986 geborenen Mann eine Freiheitsstrafe zwischen acht und elf Monaten in Aussicht, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.
Die Verhandlung wurde am Mittag für rund zwei Stunden unterbrochen und sollte danach fortgesetzt werden. Ein Urteil soll nach Angaben der Vorsitzenden Richterin am Freitag fallen. Dann sollen auch die Plädoyers gehalten werden.
Mann kontaktierte Kind über Snapchat und Instagram
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich im April 2023 nachts nach vorherigem Kontakt über Snapchat und Instagram mit dem damals zwölfjährigen Mädchen getroffen und es sexuell missbraucht zu haben. Nach Darstellung der Anklage soll er das Kind mit dem Versprechen mehrerer Schachteln Zigaretten zu dem Treffen bewegt haben. Die Tat soll zwischen 2.00 und 3.00 Uhr geschehen sein.
Über seinen Verteidiger ließ der Angeklagte erklären, er sei von einem Alter des Mädchens von 15 Jahren ausgegangen. Sexuellen Kontakt räumte er ein, zentrale Vorwürfe der Anklage bestritt er aber. Zudem gab er den Besitz kinderpornografischer Dateien zu. Dazu wurde eine Nachtragsanklage verlesen.
Kammer: Bewährungszeit, Bewährungshelfer, Männerbüro
Die Staatsanwaltschaft hielt im Rahmen der möglichen Verständigung eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr für angemessen. Die Verteidigung sprach sich für eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe unter einem Jahr aus. Nach Vorstellung der Kammer kämen bei einer Bewährung unter anderem zwei Jahre Bewährungszeit, ein Bewährungshelfer und mehrere Gespräche beim Männerbüro – eine spezialisierte Beratungsstelle für Jungen, männliche Jugendliche und Männer – in Betracht.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Urteil wird am Freitag verkündet.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Freiheitsstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.
Möglich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wie wird das Gericht die Aussagen des Angeklagten und die Beweislage bewerten?
- Welche genaue Strafe wird verhängt, falls die Bewährung gewährt wird?
- Welche Rolle spielten die Eltern des Mädchens im Vorfeld?
- Wie wird die Verurteilung wegen des Besitzes kinderpornografischer Dateien die Gesamtfreiheitsstrafe beeinflussen?
