PSG schlägt Aston Villa im Supercup dank Rekordtorschütze Madjo
Paris Saint-Germain gewinnt den Supercup gegen Aston Villa. Der erst 17-jährige Madjo schreibt dabei für die Engländer Geschichte, kann die Niederlage aber nicht verhindern.
Auf einen Blick
- PSG gewinnt den Supercup gegen Aston Villa mit einem Sieg, bei dem der erst 17-jährige Madjo zum jüngsten Torschützen im Wettbewerb aufsteigt.
- Die Pariser sichern sich damit ihren achten Erfolg in Serie in dieser Partie.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Madjo wechselte im Winter von Metz nach Birmingham. Die Fifa verweigerte zunächst die Spielberechtigung wegen Richtlinien zu Minderjährigen, doch Aston Villa erstritt diese vor dem Cas.
PSG und Villa zeigten nach einem kurzen Abtasten eine muntere erste Hälfte. Zunächst ließ Kvaratskhelia die Pariser jubeln, als er mit einem satten Rechtsschuss das 1:0 erzielte. Die Engländer hatten den Ball davor nicht aus dem Strafraum klären können. Das wurde von dem Georgier bestraft, der im Halbfinale der Königsklasse in der vergangenen Saison auch gegen den FC Bayern getroffen hatte.
Das Premier-League-Team aber ließ sich nicht verunsichern – im Gegenteil: Aston Villa drängte auf den Ausgleich. Immer wieder stand Madjo im Fokus, der zunächst per Kopf (28./41.), Schlenzer (35.) und sattem Schuss (44.) scheiterte. Kurz vor der Pause aber war der Teenager von Gegenspieler Willian Pacho nicht zu stoppen und verwertete eine Flanke per Direktabnahme aus kurzer Distanz.
Der Stürmer stellte an dem Sommerabend in Österreich gleich zwei Bestmarken auf: Mit 17 Jahren und sieben Monaten war er der jüngste Profi, der je in einem Supercup in der Startelf stand. Zudem avancierte er zum jüngsten Torschützen in einem Supercup; der bisherige Rekordprofi war Ex-Ajax-Star Patrick Kluivert. Villa hatte erst Anfang August beim Sportgerichtshof Cas die Spielerlaubnis für Madjo erstritten, nachdem ihm die Fifa diese zuvor noch verweigert hatte.
Ursache der Komplikation waren die Fifa-Richtlinien zu internationalen Transfers Minderjähriger: Madjo war im Winter für zwölf Millionen Euro Ablöse aus Metz nach Birmingham gewechselt. Der Stürmer war in Luxemburg aufgewachsen und hatte zum Zeitpunkt des Wechsels bereits drei A-Länderspiele für das Großherzogtum bestritten. Die Fifa hatte den Deal deshalb als internationalen Transfer behandelt, Madjo wäre damit erst Anfang 2027 mit Vollendung des 18. Lebensjahres für Villa spielberechtigt gewesen.
Weil Madjo allerdings im englischen Enfield geboren wurde und britischer Staatsbürger ist, argumentierte Villa erfolgreich, dass es sich lediglich um die Rückholaktion eines Engländers nach England gehandelt hatte. Auch für die Three Lions, die er auf U17-Niveau bereits als Kapitän angeführt hatte, wäre Madjo noch spielberechtigt, da seine Einsätze für Luxemburg in Freundschaftsspielen kamen.
Nach einer Stunde ging PSG wieder in Führung, nachdem ein zunächst wegen Abseits abgepfiffener Treffer von Doué nach VAR-Überprüfung doch von Schiedsrichter Artan anerkannt worden war. Der Unparteiische war vor Anpfiff mehr im Fokus als die Spieler, hatte ihn die Uefa doch nach seiner Einreiseverweigerung bei der WM in den USA für den Supercup nominiert.
»Es war eine sehr schwere Zeit«, sagte der Referee vor dem Match. Der Uefa war er dankbar. »Als wir diesen Anruf erhielten, war das für meine Familie und mich ein sehr glücklicher Moment«, schilderte der 34-Jährige.
Villa verzichtet auf einige Stars
Während Paris weitgehend alle Stars einsetzte, verzichtete Aston-Villa-Trainer Unai Emery im Duell gegen seinen Ex-Verein auf die WM-Fahrer Ezri Konsa, Ollie Watkins und Emiliano Martínez. Der Ex-Freiburger Johan Manzambi fehlte darüber hinaus angeschlagen. So konnten die Franzosen den achten Sieg nacheinander eines Champions-League-Champions im Supercup feiern.
Offene Fragen
- Wie wird sich Madjo in der Premier League weiterentwickeln?







