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Rechenzentren expandieren in die Wetterau: Nidda im Fokus der Digitalwirtschaft
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FAZ30.06.2026Business2 dk okumaGermany

Rechenzentren expandieren in die Wetterau: Nidda im Fokus der Digitalwirtschaft

Auf einen Blick

  • Aufgrund knapper und teurer Flächen in Frankfurt weichen Rechenzentrumsbetreiber in ländliche Gebiete wie die Wetterau aus.
  • Nidda ist mit einem Projekt auf einer Industriebrache im Gespräch, wobei die Schwarz-Gruppe als potenzieller Investor genannt wird.
  • Lokale Sorgen konzentrieren sich auf die Wassernutzung der ehemaligen Fabrikbrunnen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Rechenzentrumsbranche expandiert aufgrund der Digitalisierung stark, was in Frankfurt zu Flächenknappheit und steigenden Preisen führt und die Betreiber in ländliche Gebiete wie die Wetterau treibt.

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Keine andere Branche hat in den vergangenen Jahren in und um Frankfurt so viel Aufmerksamkeit durch Neubauten auf sich gezogen wie die Gruppe der Betreiber von Rechenzentren. Getrieben von der allfälligen Nutzung von Smartphones und der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt, lassen die Unternehmen ein Datencenter nach dem anderen in die Landschaft stellen. Als Magnet wirkt der Internetaustauschknoten DE-CIX mit seinen auf mehrere Rechenzentren in Frankfurt verteilten Hochleistungsrechnern.

Mittlerweile sind freie Flächen für Rechenzentren in und um Frankfurt nicht nur rar, sondern auch teurer geworden. Denn die Flächenkonkurrenz auch mit anderen Branchen ist groß. Die Folge: Betreiber von Rechenzentren schauen sich vermehrt im ländlichen Raum nach Standorten um. Das gilt auch und gerade für die lange Zeit in dieser Hinsicht vernachlässigte Wetterau. Neuestes Beispiel ist Nidda. Mit dem Vorhaben verbinden sich zwei Chancen für die Stadt. Eine Industriebrache wird wieder besiedelt und mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen überdies. Es bezeugt dessen ungeachtet den Wandel in der Wirtschaft: Auf ein Industrieunternehmen folgt, wenn es so kommt, ein Vertreter der Digitalwirtschaft.

Spannend ist das in mehrfacher Hinsicht. An vielen anderen Standorten sind spezialisierte Immobilienunternehmen mit Muttergesellschaften im Ausland am Werk. Das ist zum Beispiel in Bad Vilbel mit Blick auf die beiden dort geplanten Datencenter der Fall. Eine Ausnahme bildet Rosbach, dort steht ein junges Frankfurter Unternehmen hinter dem Neubau. Eine weitere Ausnahme könnte Nidda bilden. Denn mit Blick auf die Fläche der ehemaligen Spezialpapierfabrik in Ober-Schmitten spricht der Projektentwickler dem Vernehmen nach mit der Schwarz-Gruppe, die außer Lidl und Kaufland auch eine Datencenter-Tochtergesellschaft innehat.

Die Debatte in Nidda dreht sich derweil aber weniger um die Anzahl neuer zukunftsfähiger Stellen als die Frage, was mit den ehedem von der Fabrik genutzten Brunnen passiert. Das mag kurios finden, wer dort nicht wohnt. Allerdings sorgen sich viele Menschen in der Region um den Abfluss erheblicher Mengen von Trinkwasser gen Frankfurt. Diese Sorgen scheinen aber übertrieben, wenn das Wort des Bürgermeisters gilt. Demnach braucht Nidda selbst nur ein Drittel der zur Verfügung stehenden Wassermenge.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Schwarz-Gruppe wird voraussichtlich das Rechenzentrumsprojekt in Nidda realisieren.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die Debatte um den Wasserverbrauch in Nidda wird sich fortsetzen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wird die Schwarz-Gruppe das Projekt in Nidda tatsächlich umsetzen?
  • Wie wird die Wasserversorgung in Nidda langfristig geregelt?
  • Wie viele neue Arbeitsplätze entstehen konkret in Nidda?

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This article was originally published by FAZ.

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