Rechenzentren in Deutschland im Visier von Linksextremisten und ausländischen Akteuren
Auf einen Blick
- Sicherheitsbehörden warnen, dass Rechenzentren in Deutschland zunehmend Ziel von Linksextremisten und ausländischen Akteuren werden.
- Insbesondere KI-Infrastruktur und ländliche Standorte sind gefährdet.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Sicherheitsbehörden sehen eine wachsende Bedrohung für Rechenzentren in Deutschland durch linksextremistische und ausländische Akteure. Insbesondere die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz gerät ins Visier.
Rechenzentren in Deutschland geraten nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend in den Fokus von gewaltbereiten Linksextremisten und ausländischen Akteuren. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt gegenüber WELT AM SONNTAG, dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz entwickeln oder die dafür nötige Infrastruktur bereitstellen, grundsätzlich mit entsprechenden Bedrohungen rechnen müssten.
Nach Angaben der Behörde wird das Thema Künstliche Intelligenz zunehmend in linksextremistischen Veröffentlichungen aufgegriffen. Dabei richte sich die Kritik sowohl gegen KI-Technologien als auch gegen die dafür benötigten Rechenzentren und den hohen Ressourcenverbrauch. Entsprechende Aufrufe seien bereits auf linksextremen Seiten veröffentlicht worden.
Ein aktuelles Beispiel nennt das Landesamt für Verfassungsschutz in Brandenburg. Auf der linksextremistischen Plattform „Indymedia“ veröffentlichte das „Kollektiv Barrio“ Anfang Mai einen Aufruf gegen den Bau eines Amazon-Großrechenzentrums bei Finsterwalde. Darin werden Gruppen aus ganz Deutschland und Europa aufgefordert, sich gegen das Projekt zu organisieren. Das Rechenzentrum werde gebaut, „weil wir es dulden“, heißt es in dem Beitrag. Solche Veröffentlichungen werden oft als Signal an die linksextremistische Szene gesehen, um mit Gewalt gegen solche Großprojekte vorzugehen.
Nach Informationen von WELT AM SONNTAG bereitet Sicherheitsbehörden insbesondere der Schutz kritischer Infrastruktur außerhalb großer Ballungsräume Sorgen. Moderne Rechenzentren entstehen zunehmend in ländlichen Regionen. Dort gäbe es Platz und die dafür nötige Infrastruktur wie zum Beispiel Zugang zu Wasser für die Kühlung und Zugang zu Starkstromleitungen. Die Ressourcen sind in Städten wesentlich knapper verteilt. Solche oft dezentral gelegenen Anlagen lassen sich wiederum deutlich schwieriger schützen als Einrichtungen in urbanen Zentren.
Exakt in diese Kerbe schlägt auch der jüngst veröffentlichte Beitrag auf „Indymedia“. Darin heißt es: „Nur 1,5h fahrt von euch (Berlin) entfernt entsteht ein 12 Hektar großes und 7,8 Milliarden euro schweres Koloss eines Bauprojekts für die europaweite Abdeckung von Cloud-Rechenkapazität. Global gedacht ist es quasi direkt vor euer Haustür. Was würdet ihr dann machen?“ (Fehler im Original.) Zwar wird in der Veröffentlichung nicht direkt dazu aufgerufen, Rechenzentren anzugreifen. Allerdings, so heißt es aus Sicherheitskreisen, würden diese Signale genau verstanden.
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Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Zunahme von Anschlagsversuchen auf Rechenzentren.
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Offene Fragen
- Wie werden die Sicherheitsmaßnahmen für ländliche Rechenzentren verstärkt?
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