Rechtsextreme Elam legt in Zypern deutlich zu
Auf einen Blick
- Die rechtsextreme Partei Elam hat bei der Parlamentswahl in Zypern deutlich zugelegt und ist zur drittstärksten Kraft aufgestiegen.
- Zentristische Verbündete von Präsident Christodoulides erlitten schwere Verluste.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Bei der Parlamentswahl in Zypern verzeichneten die rechtsextreme Partei Elam und neue Kleinparteien deutliche Gewinne. Die zentristischen Verbündeten von Präsident Nikos Christodoulides erlitten schwere Verluste. Elam vertritt eine harte Linie in den Verhandlungen mit den türkischen Zyprern und positionierte sich gegen Migranten.
In Zypern legt die rechtsextreme Partei Elam deutlich zu und wird zur drittstärksten Kraft. Gleichzeitig verlieren die zentristischen Verbündeten von Präsident Christodoulides an Unterstützung. 24.05.2026 - 22:59 Uhr Artikel anhören
Zyperns Präsident Nikos Christodoulides: Für ihn ist der Wahlausgang ein Rückschlag. Foto: AP Photo/Petros Giannakouris
Nikosia. Bei der Parlamentswahl in Zypern haben die rechtsextreme Partei Elam und neue Kleinparteien am Sonntag deutliche Gewinne verzeichnet. Die zentristischen Verbündeten von Präsident Nikos Christodoulides erlitten hingegen schwere Verluste, wie aus den am Abend veröffentlichten Ergebnissen des Innenministeriums hervorging. Christodoulides erklärte, er respektiere das Ergebnis und werde sich um eine Zusammenarbeit mit dem Parlament bemühen.
Nach Auszählung der meisten Stimmen kam die rechtsextreme Elam, ein Ableger der in Griechenland verbotenen Partei Goldene Morgenröte, auf rund elf Prozent. Bei der Wahl 2021 hatte sie noch 6,8 Prozent erreicht. Sie ist damit nun die drittstärkste Kraft im Parlament, das 56 Abgeordnete zählt.
Die konservative Disy und die kommunistische Akel behaupteten mit 27,2 beziehungsweise 23,8 Prozent ihre Spitzenpositionen. Zwei neue Gruppierungen zogen in die Volksvertretung ein: Die Reformbewegung Alma, die Korruptionsbekämpfung in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs gestellt hatte, erhielt rund sechs Prozent. Die Partei Direkte Demokratie des Social-Media-Influencers Phidias Panayiotou kam auf 5,4 Prozent.
Für Präsident Christodoulides ist der Wahlausgang ein Rückschlag. Seine bisherigen Unterstützer aus dem zentristischen Lager büßten massiv an Zustimmung ein. Die sozialdemokratische Edek, die seit 1969 eine feste Größe in der zyprischen Politik war, scheiterte ebenso wie die Dipa an der Sperrklausel von 3,6 Prozent.
Christodoulides muss sich nun neue Partner suchen, was auch mit Blick auf eine mögliche Wiederwahl im Jahr 2028 entscheidend sein dürfte. Sollte er nicht die Unterstützung der konservativen Disy erhalten, sei er formell oder informell auf die Hilfe der rechtsextremen Elam angewiesen, erklärte der Politikwissenschaftler Hubert Faustmann.
Elam vertritt eine harte Linie in den Verhandlungen mit den türkischen Zyprern auf der geteilten Mittelmeerinsel und fordert die Schließung der Grenzübergänge in der UN-Pufferzone. Zudem positionierte sich die Partei gegen Migranten. Die Anti-Korruptions-Partei Alma schloss eine Zusammenarbeit mit Elam im Parlament aus.
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Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
President Christodoulides will need to seek cooperation with the conservative Disy party or potentially the far-right Elam party to govern effectively.
Sehr wahrscheinlich · Kurzfristig
Offene Fragen
- How will President Christodoulides form a stable parliamentary majority?
- What specific policies will Elam pursue with its increased influence?
- Will the anti-corruption party Alma cooperate with Elam or other parties?
- What are the implications for intercommunal relations on the island?




