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RND-Podcast: Vorwürfe gegen Springer-Chef Döpfner wegen Treffen mit Merz
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RND-Podcast: Vorwürfe gegen Springer-Chef Döpfner wegen Treffen mit Merz

Auf einen Blick

  • Ein RND-Podcast legt nahe, Springer-Chef Mathias Döpfner habe Kanzler Friedrich Merz zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt.
  • Springer weist die Vorwürfe als "absurd" und "glatte Lüge" zurück und veröffentlicht eine SMS, die ein solches Gespräch belegen soll.
  • RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck räumt jedoch eine zeitliche Falschzuordnung ein, betont aber den Kern der Einflussnahme.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein RND-Podcast wirft Springer-Chef Mathias Döpfner vor, Bundeskanzler Friedrich Merz zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt zu haben. Springer dementiert dies und spricht von "glatten Lügen".

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Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat am 30. Juni eine Podcast-Folge veröffentlicht, deren Inhalt nahelegt, Springer-Chef Mathias Döpfner habe Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang 2026 in einem vertraulichen Gespräch dazu gedrängt, endlich mit der AfD zusammenzuarbeiten. Nach 11 Minuten und 20 Sekunden sprechen die RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck und der Dokumentarfilmer Stephan Lamby in ihrem neuen Podcast „Wenn Sie wüssten…“ von einem „gekippten Verhältnis“ zwischen der Springer-Presse und Merz, bei dem auch ein Besuch Döpfners im Kanzleramt eine Rolle gespielt haben soll: „Dieses Treffen ist nach unseren Informationen maximal unglücklich verlaufen“, sagt Quadbeck.

Man habe die Information über das Treffen der beiden, sagt Lamby, „um es ganz transparent zu machen“, nicht von den beiden direkt, „sondern unabhängig voneinander von weiteren Personen, zum Teil aus dem engen Umfeld“.

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Bei Springer reagierte man in einem Post auf der Plattform X so: „Die Behauptungen im Podcast ‚Wenn Sie wüssten…‘ sind absurd.“ „Die Unterstellung“, Mathias Döpfner habe den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt, sei „eine glatte Lüge“. Der Inhalt des „frei erfundenen“ Gespräches kursierte demnach laut Springer bereits im November 2025 in Berliner Journalistenkreisen.

In einem zweiten Post veröffentlichte Springer eine SMS, die „ein ZDF-Journalist Mathias Döpfner bereits am 9. Dezember 2025 um 11.56 Uhr“ weitergeleitet haben soll. Darin wird beschrieben, wie Döpfner gegenüber Merz den Satz geäußert habe: „Die Brandmauer muss endlich fallen.“

Auch von Regierungsseite hat Vizeregierungssprecher Sebastian Hille die Geschichte laut „Spiegel“ als „absurde Gerüchte“ bezeichnet. Eva Quadbeck vom RND hingegen sagte dem „Spiegel“, man habe Springer mit den Aussagen über das Gespräch informiert, jedoch nur ein allgemeines Dementi zurückerhalten.

In einer „Klarstellung“, die später am Donnerstagnachmittag veröffentlicht wurde, schreibt RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck, man habe vor der Veröffentlichung des Podcasts „bei der Bundesregierung mit allen Details, die wir zu dem Gespräch gehört hatten, angefragt“. Daraufhin habe es nur den Hinweis gegeben, „dass die Bundesregierung solche Termine des Kanzlers weder bestätige noch dementiere. Von ‚absurden Gerüchten‘ war nicht die Rede“, schreibt Quadbeck.

Fürderhin beruhe der „Kern der Geschichte“, „der Versuch der Einflussnahme von Döpfner“, nicht auf der von Springer veröffentlichten SMS, „sondern auf Schilderungen aus dem Umfeld der Beteiligten“. Es handele sich um eine Verdachtsberichterstattung (das meint eine Berichterstattung über Geschehnisse, bei denen bisher nur ein unbestätigter Verdacht vorliegt), und dies habe man im Podcast deutlich gemacht.

Dann allerdings räumt Quadbeck ein: „Wir haben ein Gespräch zwischen Döpfner und Merz zeitlich falsch zugeordnet.“ Man könne nicht ausschließen, „dass eine unserer Quellen auf denselben Ursprung zurückzuführen ist, aus der sich auch die SMS vom November an Herrn Döpfner speist“.

Bei RND verweist man darüberhinaus darauf, dass es „mehr als ein Treffen zwischen Merz und Döpfner gegeben“ habe. Das hätten „weitere Recherchen“ ergeben. So habe eines der Gespräche „in der Zeit vor Merz Kanzlerschaft stattgefunden“. Eine weitere Quelle habe dem RND bestätigt, „dass Merz bereits nach dem ersten Treffen mit Döpfner, damals noch als Oppositionsführer, empört gewesen sei“, weil Döpfner „(...) ihn zu einer Zusammenarbeit mit der AfD aufgefordert haben“ soll. Beim RND bleibt man bei der Behauptung, es habe einen weiteren „Versuch der Einflussnahme von Döpfner auf die Union gegeben, sie zur AfD zu öffnen“. Darauf werde man in der kommenden Podcast-Folge eingehen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • RND wird in der nächsten Podcast-Folge weitere Details zu Einflussnahmeversuchen veröffentlichen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Wann genau fand das fragliche Treffen statt?
  • Wer sind die weiteren Quellen des RND?
  • Wie wird die Bundesregierung auf die erneute Berichterstattung reagieren?

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This article was originally published by FAZ.

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