Russische Raffinerie nach Drohnenangriff wohl außer Betrieb
Auf einen Blick
- Eine russische Ölraffinerie in Rjasan hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb eingestellt.
- Die Anlage, die fast fünf Prozent der russischen Raffineriekapazität ausmacht, wurde getroffen.
- Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden vier Menschen getötet.
KI-generierte Zusammenfassung
Julie Leduc
Russische Raffinerie nach Drohnenangriff wohl außer Betrieb
Die russische Ölraffinerie Rjasan hat zwei Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Freitag den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußert sich zunächst nicht. Die Anlage steht für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden.
Julie Leduc
Russland droht baltischen Staaten wegen angeblicher ukrainischer Drohnenpläne
Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine vor, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine Nato-Mitgliedschaft werde diese Länder nicht vor Vergeltung schützen, warnt er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes weist die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärt, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren Nato-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat.
Anna Kipnis
Kurz nach Trump: Putin trifft in China ein
Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump ist Kremlchef Wladimir Putin zu einem Besuch in China eingetroffen. Die russische Staatsagentur Tass berichtete von der Landung Putins in Peking. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping geht es nach Kremlangaben um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder.
Putin sagte in einem vor der Abreise aufgenommenen Video, er freue sich, erneut China zu besuchen. Insbesondere führe auch die noch neue Visafreiheit zu engeren Kontakten zwischen den Menschen. Putin hob zudem hervor, dass das Handelsvolumen auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar gewachsen sei. China ist der wichtigste Handelspartner für die Energiemacht Russland.
Bereits in der Vergangenheit trafen sich Putin und Xi. Reuters
Julie Leduc
Wieder Drohnen-Vorfall im Baltikum: Nato-Jet fängt mutmaßlich ukrainische Drohne ab
Im Baltikum ist es erneut zu Zwischenfällen mit Drohnen gekommen. Ein Nato-Kampfjet schoss über Estland eine mutmaßlich ukrainische Drohne ab, teilte Verteidigungsminister Hanno Pevkur am Dienstag mit. Demnach zerstörte eine F-16 der rumänischen Luftwaffe das Fluggerät. Das benachbarte Lettland gab zudem eine Drohnenwarnung heraus. Die Armee rief die Bewohner in der Nähe der russischen Grenze auf, in den Häusern zu bleiben. Kampfjets der Nato-Luftraumüberwachung seien in das Gebiet beordert worden. Die Nato bestätigte den Abschuss der Drohne in Estland und erklärte, der Vorfall werde untersucht.
Vorwürfe Russlands, die Ukraine nutze für ihre Drohnenangriffe lettisches Staatsgebiet, wies das Außenministerium in Kiew zurück. Dies sei „die jüngste Reihe von Unwahrheiten“. „Die Ukraine nutzt bei ihren Einsätzen gegen Russland weder das Territorium noch den Luftraum Lettlands und hat dies auch nicht vor“, erklärte Ministeriumssprecher Heorhij Tychyj auf der Online-Plattform X.
Anna Kipnis
Ukraine: Haben russische Raffinerie von Lukoil angegriffen – Betrieb bei anderer Raffinerie wohl eingestellt
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Weiteres Ziel sei eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gewesen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Die russische Ölraffinerie Rjasan hat zwei Insidern zufolge unterdessen nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Freitag den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußert sich zunächst nicht. Die Anlage steht für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden.
Lukas Bay
Nato-Kampfjet schießt offenbar ukrainische Drohne ab
Ein Nato-Kampfjet hat über Estland eine Drohne offenbar ukrainischer Herkunft abgeschossen, wie Verteidigungsminister Hanno Pevkur dem Nachrichtenportal Delfi sagt. Seit März dringen immer wieder ukrainische Militärdrohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden Nato-Staaten Finnland, Lettland, Litauen und Estland ein. Wegen des Umgangs mit diesen Vorfällen ist in der vergangenen Woche die lettische Regierung zurückgetreten. Eine Stellungnahme der Nato liegt zunächst nicht vor.
Anna Kipnis
Russland beginnt großes Manöver seiner Streitkräfte
Parallel zum Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Peking hat Russland ein dreitägiges Großmanöver mit Zehntausenden Soldaten und Übungen seiner Nuklearkräfte begonnen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 64.000 Soldaten und 7.800 Stück Technik kämen zum Einsatz, darunter mehr als 200 Raketenabschussvorrichtungen.
An der Übung nähmen auch 140 Flugzeuge, 73 Marineschiffe und 13 U-Boote teil. Acht dieser U-Boote seien Träger von Nuklearraketen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Von den Seestreitkräften seien die Nordflotte im europäischen Norden Russlands und die Pazifikflotte im Fernen Osten beteiligt.
Ziel sei, die Einsatzbereitschaft von Kommandostrukturen wie der Truppen bei der Abschreckung eines möglichen Gegners zu überprüfen, teilte das Militär mit. Es werde Tests mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern auf Zielgelände in Russland geben.
Schon am Vortag war mitgeteilt worden, dass auch der Einsatz der in Belarus stationierten Nuklearwaffen trainiert werde. Das Außenministerium der Ukraine erklärte dazu, Moskau mache Minsk zum Komplizen seiner Atomdrohungen. Putin wird heute zu einem zweitägigen Besuch in Peking erwartet - kurz nach einer Visite von US-Präsident Donald Trump.
Anna Kipnis
Ukraine will Eckstein für Europas Energiesicherheit werden
Die Ukraine bietet sich als Eckstein eines künftigen widerstandsfähigen Energiesystems in Europa an. „Die ukrainische Energieerfahrung muss jetzt über die Ukraine hinausgehen“, sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in Berlin. Es gehe um die Fähigkeit in Europa, Schocks abzufangen und in Krisen entschieden zu handeln. „Das bedeutet, die Ukraine in die Planung des europäischen Energiesystems einzubeziehen als Resilienz-Hub für den Kontinent“, sagte er bei einer Konferenz über Energiesicherheit im Auswärtigen Amt.
Als Beispiel für die beginnende grenzüberschreitende Kooperation nannte Schmyhal die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit den EU-Nachbarn. „In diesem Winter, als unsere Stromerzeugung attackiert wurde, haben Stromimporte aus der EU an kritischen Tagen bis zu 20 Prozent des Verbrauchs ausgemacht. Das Gleiche gilt für Gas“, sagte er. Die Ukraine leite kein russisches Gas mehr durch, sondern stelle ihr Pipeline- und Speichersystem den europäischen Partnern zur Verfügung.
Anna Kipnis
Ukraine: Zwei Tote bei russischem Raketenangriff auf Nordukraine
Bei einem russischen Raketenangriff auf das Zentrum der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw werden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Mindestens 17 weitere seien verletzt, darunter ein Teenager, teilt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew sei ein Unternehmen getroffen worden. Zudem seien ein nahegelegenes Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden.
Jeanne Vesper
Hunderte ukrainische Drohnen nehmen russische Raffinerie ins Visier
Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber – anders als die ukrainische Zählung – keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.
Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau zu sein. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Ausfallstraße nach Moskau sei gesperrt worden. Genau dort liegt die Raffinerie, die zu den größten in Russland zählt.
Die ukrainische Luftwaffe meldete morgens, Russland habe über Nacht mit 209 Drohnen verschiedener Typen angegriffen. Davon seien 180 abgefangen worden. Einschläge gab es unter anderem in Charkiw, wo nach Angaben ziviler Behörden drei Menschen verletzt wurden. Ein weiteres Ziel war demnach der Donauhafen Ismajil. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg.
Lukas Bay
Russland hält Großmanöver von Atomstreitkräften ab
Das russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistische Raketen und Marschflugkörpern geübt werden.
Tom Körkemeier
Merkel fordert mehr Gespräche mit Russland
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für mehr diplomatische Bemühungen europäischer Staaten im Ukrainekrieg ausgesprochen. Zwar befürworte sie militärische Unterstützung für die Ukraine im Sinne der Abschreckung, sagte Merkel auf dem WDR-Europaforum auf der Digitalkonferenz Republica. Doch seien diplomatische Anstrengungen „die zweite Seite der Medaille“.
Bisher hatte sich vor allem US-Präsident Donald Trump als Vermittler zwischen den Kriegsparteien auf der Weltbühne präsentiert. Nach den Worten Merkels sei das nicht ausreichend, auch Europa solle sich einbringen. Sich „nichts zuzutrauen“, sei ein Fehler.
Die frühere Kanzlerin war zuletzt selbst als mögliche Vermittlerin im Ukrainekrieg im Gespräch gewesen. Auf einen solchen Vorstoß angesprochen, deutet sie jedoch an, dass sie diese Verantwortung bei aktuellen Staatslenkern sieht.
Sabrina Frangos
Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere Regionen
Mehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.
Vivian Melchert
Merz: Intensive europäische Gespräche über Ukraine-Frieden laufen
Die Europäer führen nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit Gespräche über eine Friedenslösung für die Ukraine. „Wir sind mit unseren europäischen Partnern seit langer Zeit in einem intensiven Dialog über unsere gemeinsamen Wege hin zu einer Friedenslösung“, sagte Merz am Montag in Berlin nach einem Treffen mit dem neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew. Diese Gespräche würden auch in diesen Tagen mit Nachdruck geführt, fügte er hinzu. Für diese Bemühungen will Merz auch US-Präsident Donald Trump gewinnen. Er habe bei seinem Telefonat mit Trump in der vergangenen Woche verabredet, den Austausch spätestens beim G7-Treffen in wenigen Wochen im französischen Evian fortzusetzen.
Zur Frage nach einem Vermittler, etwa Ex-Kanzlerin Angela Merkel, äußerte sich Merz nicht direkt. Russland müsse zu Verhandlungen bereit sein, dann könne man einen Vermittler bestimmen. Als Erstes müssten aber die Kämpfe eingestellt werden, forderte Merz. Bislang habe Russland jedoch auf jedes Verhandlungsangebot mit noch heftigeren Angriffen reagiert, auch auf zivile Infrastruktur.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Debatte über Friedensverhandlungen vor gut einer Woche mit Äußerungen belebt, wonach er ein Ende des Krieges mit der Ukraine für möglich halte. Zudem hatte er Ex-Kanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler ins Gespräch gebracht, was in Deutschland und bei den Europäern überwiegend auf Ablehnung traf.
Vivian Melchert
Kreise: USA verlängern Ausnahmeregelung für russisches Öl
Das US-Finanzministerium verlängert Insidern zufolge die kürzlich ausgelaufene Ausnahme von den Sanktionen gegen auf dem Seeweg transportiertes russisches Öl um weitere 30 Tage. Mehrere Länder hätten um mehr Zeit für den Kauf gebeten, heißt es. Die USA reagieren nach früheren Angaben mit der Ausnahme auf die höheren Ölpreise, die durch die Sperrung der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs entstanden sind. Eigentlich sollen die Sanktionen Russland die Finanzierung seines Angriffskriegs gegen die Ukraine erschweren.
Vivian Melchert
China empfängt Putin - wenige Tage nach Trump
Kremlchef Wladimir Putin stattet wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump nun ebenfalls China von diesem Dienstag an einen zweitägigen Besuch ab. Sein China-Besuch gilt aber nicht als direkte Reaktion auf Trumps Visite, sondern ist schon seit längerer Zeit geplant. Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland habe hohe Erwartungen an den Besuch. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder.
An diesem Mittwoch dann wollen Putin und Xi nach Kremlangaben über die Beziehungen ihrer Länder sprechen und sich über internationale wie regionale Probleme austauschen. Im Anschluss sei die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung und einer Reihe bilateraler Dokumente geplant. Auch ein Treffen Putins mit Ministerpräsident Li Qiang steht demnach auf dem Programm.
Putins Besuch sei verbunden damit, dass sich die Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zum 25. Mal jährt. Putin war zuletzt im vergangenen Jahr in Peking gewesen, als mit einer Militärparade der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gefeiert wurde.
Vivian Melchert
Ukraine kritisiert Atomwaffenübung in Belarus
Die Ukraine übt scharfe Kritik an den Atomwaffenübungen in ihrem Nachbarland Belarus, das mit Russland verbündet ist. Die Stationierung taktischer Atomwaffen in dem Land sei eine „beispiellose Herausforderung“ für die globale Sicherheit, erklärt das Außenministerium in Kiew.
„Indem der Kreml Belarus zu seinem nuklearen Aufmarschgebiet an den Grenzen der Nato ma






